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Veganer Okara-Fishburger mit Zitronen-Guacamole

Da hab ich letzte Woche erst ölfreie Genüsse gepredigt und schwups bin ich meiner Philosophie abtrünnig geworden, mit einem oberleckeren „Fisch“-Burger. Aber was soll ich machen? Die Idee dafür tauchte in meinem Kopf auf, und ich konnte ihr nicht widerstehen! Gott sei Dank, denn diese Burger sind so fantastisch gut geworden, dass ich in Erinnerung an sie immer noch auf Burgerwolke 7 schwebe 😀

Die Inspirationsquelle war wieder einmal das Okara, das von meiner letzten Sojamilch-Session übrig war und verarbeitet werden wollte. Nach dem süßen Rezept wollte ich mich als nächstes an Okara-Bratlingen versuchen. Nachdem ich vor Kurzem einen köstlichen „Thunfisch“-Aufstrich gegessen hatte, der seinen fischigen Geschmack durch Algenflocken erhielt, kam mir die Idee, Fischburger-Patties zu machen.

Okara ist weiß und passt deshalb auch schon farblich sehr schön als Basis für einen „Fisch“-Burger. Den leicht fischigen Geschmack bringen auch hier Algenflocken in die Masse und für Biss und Bindung sorgen Haferflocken, Kichererbsenmehl und Leinsamen.

Ganz besonders gelungen finde ich bei diesen Patties nicht nur den Geschmack, sondern auch die Konsistenz! Sie gewinnen beim Braten durch das enthaltene Kichererbsenmehl gut an Festigkeit und sind dadurch nicht matschig. Matschige Veggie-Burger mag ich nämlich gar nicht, deshalb ist die stabile Konsistenz ein wichtiger Aspekt für mich. Ich finde es zudem nervig, wenn man Veggieburger-Patties extra dick machen muss, damit sie beim Braten nicht auseinanderbrechen. Alles kein Problem mit dieser Masse!

Das Tüpfelchen auf dem i erhalten die Burger schließlich durch die Zitronen-Guacamole! Ich habe sie mit abgeriebener Zitronenschale ganz besonders zitronig gemacht und der intensive Zitrusgeschmack ergänzt diese Burger einfach perfekt und ist gerade jetzt im Januar unglaublich erfrischend.

Oben drauf noch etwas Kresse (oder wie bei uns Brokkoli-Sprossen) und fertig ist der vegane „Fisch“-Burger! Ich L.I.E.B.E. ihn! <3

Früher habe ich eigentlich nie Fischburger gegessen, aber dieser veganen Version gilt meine tiefste Verehrung.

Gott sei Dank sind die Burger recht schnell gemacht und bei meinem stetigen Okara-Nachschub auch immer ein Grund gegeben, dieses Rezept zu wiederholen.

4.0 from 1 reviews
Veganer Okara-Fishburger mit Zitronen-Guacamole
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zeit gesamt
 
Anmerkung zu Okara: Mein Okara ist ziemlich feucht, weil ich meine Sojamilch durch ein Sieb seihe und nicht in einem Nussmilch-Beutel ausdrücke. Die Masse hat etwa die Konsistenz von Kartoffelpüree. Ich schätze, dass Okara auch durch pürierte weiße Bohnen ersetzt werden kann, habe das aber noch nicht getestet.
Portionen: 4
Zutaten:
Patties
  • 1 Zwiebel
  • 2 Stangen Stangensellerie
  • etwas Olivenöl
  • 270g Okara (siehe Anmerkung oben)
  • 2 EL geschrotete Leinsamen
  • 6 EL kochendes Wasser
  • 3 EL Hefeflocken
  • 3 El Algenflocken (ich habe "Meeressalat" von Arche, alternativ gehen z.B. auch klein geschnipselte Nori-Blätter)
  • 1 El Sojasauce
  • 1 EL vegane Worcestershiresauce
  • 30g Haferflocken
  • 30g Semmelbrösel
  • 1 TL Salz
  • 6 EL Kichererbsenmehl
  • Rapsöl zum Braten
  • noch ein paar EL Semmelbrösel, um die Patties darin zu wenden
Zitronenguacamole
  • 2 reife Hass-Avocados
  • 2 EL Zitronensaft
  • abgeriebene Schale von zwei unbehandelten Zitronen
  • Salz und Pfeffer
Außerdem
  • Kresse oder Sprossen
  • 4 Burgerbrötchen nach Wahl, bei mir Laugenweckerl
So wird's gemacht:
Burger Patties:
  1. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Stangensellerie waschen, eventuell Enden abschneiden und ebenfalls fein würfeln. Zwiebeln und Stangensellerie in etwas Olivenöl in einer Pfanne über mittlerer Hitze ca. 10 Minuten anbraten bis sie leicht gebräunt sind.
  2. Inzwischen die geschroteten Leinsamen in einer Tasse mit dem heißen Wasser verrühren und 10 Minuten stehen lassen.
  3. Dann alle Zutaten für die Patties zu einem Teig verrühren und ca. 15 Minuten rasten und durchziehen lassen.
  4. Anschließend ein paar EL Rapsöl in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen (mittlere Hitze). Die Burger-Masse zu vier Patties formen. Ein paar EL Semmelbrösel auf einen Teller geben und die Patties darin wenden. Die Brösel etwas andrücken und den Überschuss vorsichtig abklopfen.
  5. Im heißen Öl von jeder Seite ca. 7 Minuten braten bis die Patties goldbraun sind.
Zitronenguacamole:
  1. Während die Patties braten, das Fruchtfleisch der Avocados in eine kleine Schüssel geben. Die Zitronen heiß waschen und die Schale fein abreiben. Anschließend Saft auspressen. 2 EL des Saftes und die abgeriebene Zitronenschale zur Avocado geben. Mit einer Gabel zu einer Creme zerdrücken und diese mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
  2. Die fertigen Patties auf den Brötchen mit je einem Viertel der Avocado-Creme anrichten. Nach Geschmack noch etwas Zitronensaft darüberträufeln und mit Sprossen garnieren.

 

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11 Comments

  • Reply
    Jenni
    16. Januar 2017 at 08:36

    Liebe Elisabeth!

    Das ist ja mal eine ausgefallene und bombastische Idee! Die wird sofort gemerkt, denn wir werden in absehbarer Zeit auch mit regelmäßigem Pflanzenmilchmachen starten und da werden solche Patties sicherlich auf der Wochenordnung stehen. 😉
    (Bisher mache ich lediglich aus Nussmus fixe Nussmilch, aber ich würde auch gerne für meine Backwerke ein bisschen mehr Sojamilch vorrätig haben – und nicht stundenlang für die Produktion in der Küche stehen müssen. Wir schauen uns daher gerade nach einem Pflanzenmilchbereiter um.)

    Burger gehen sowieso immer (und das letzte Mal ist schon wieder viel zu lange her)! 😉

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Elisabeth
      16. Januar 2017 at 11:00

      Liebe Jenni,
      ich freue mich, dass dir die Idee auch so gut gefällt! 😀
      Ich mache meine Milch übrigens mit dem AndSoy Kochmixer und bin bisher sehr zufrieden. Der Aufwand ist so gering, dass die Milchproduktion auch in stressigen Zeiten machbar ist.
      Ich finde auch, dass es öfter Burger geben sollte! Ich denke, mit Okara wird das auch tatsächlich wieder öfters der Fall sein 😉
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

      • Reply
        Jenni
        18. Januar 2017 at 21:51

        Okay, dann hat sich der Kreis der potenziell nächsten Monat gekauften Pflanzenmilchbereiter gerade erweitert… 😀
        Dass das Entscheiden auch immer so schwierig sein muss!

        Ich freue mich schon wie sonstwas auf meine selbstgemachte Sojamilch ohne stundenlanges In-der-Küche-Stehen – und auf den Okara-Berg, den ich dann zu Patties verarbeiten kann! 🙂

        Liebe Grüße
        Jenni

        • Reply
          Elisabeth
          19. Januar 2017 at 08:43

          Haha Jenni, ja ich tu mir da auch immer schwer, wenn du Auswahl so groß ist 😉 Der Soyabella scheint ja ein ganz ähnliches Prinzip zu haben, wie der AndSoy.
          Bin gespannt, wie deine Entscheidung am Ende ausfällt und freu mich schon, von deinen Erfahrungen zu lesen.
          Liebe Grüße,
          Elisabeth

  • Reply
    Ela
    17. Januar 2017 at 11:28

    Liebe Elisabeth,

    das klingt ja total spannend! Ich habe noch nie Fischburger gegessen, das gab es bei uns auf dem Land nicht und da ich mit 14 Jahren Veggie geworden bin ging der Hype an mir vorbei 🙂 Okara klingt aber interessant, das kenne ich ebenfalls nicht. Falls ich es irgendwo finde probiere ich deinen Burger auf jeden Fall mal aus!
    Tolles REzept!
    Liebe Grüße,
    Ela

    • Reply
      Elisabeth
      17. Januar 2017 at 15:46

      Liebe Ela,

      lustigerweise habe ich früher auch nie Fischburger gegessen, aber was man es nicht mehr haben „kann“ hat ja oft einen ganz besonderen Reiz 😉 So extrem fischig schmeckt der Burger auch gar nicht, einfach lecker mit leichtem Meeres-Geschmack wegen der Algen eben.
      Ich glaube nicht, dass man Okara so kaufen kann, zumindest habe ich es noch nicht gesehen. Man kann es aber ganz leicht selber herstellen als Nebenprodukt der Sojamilchherstellung. Alternativ sollte es wie gesagt auch mit zermatschten weißen Bohnen klappen, eventuell muss man dann die Mengen der trockenen Zutaten etwas anpassen, je nachdem, wie die Konsistenz der Masse wird…
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Karin
    17. Februar 2017 at 10:54

    Liebe Elisabeth,
    wie immer eine großartige Rezept-Kreation, Du hast wirklich Talent!! 🙂
    Dieses Wochenende möchte ich den Burger gerne ausprobieren. Fällt Dir was ein, was ich alternativ zur Worcestershiresauce verwenden kann oder soll ich die sonst einfach weglassen?

    Danke & liebe Grüße,

    Karin

    • Reply
      Elisabeth
      17. Februar 2017 at 13:49

      Liebe Karin,
      oh vielen Dank für das große Lob! Ich würde mich freuen, dann zu hören, wie die Burger dir geschmeckt haben!
      Anstelle von Worcestershiresauce würde ich wahrscheinlich ein bisschen mehr Sojasauce und vll Balsamicoessig nehmen.
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Karin
    17. Februar 2017 at 14:56

    Hallo Elisabeth,
    sehr gern geschehen!
    Burger wurde schon nachgekocht und und für gut befunden 🙂 Die Worcestershiresauce habe ich weggelassen und dafür mehr Sojasauce genommen (das mit dem Balsamico klingt auch sehr gut!). Bei uns habe ich den Meeressalat nicht bekommen, habe stattdessen weniger Wakameflocken genommen. Könnte mir die Patties auch sehr gut anders abgeschmeckt und ohne Burgerlaibchen, z.B. mit Salat vorstellen. Die Patties haben super zusammengehalten und obwohl die Masse bei mir recht fest wirkte, waren sie nicht trocken. Vielen Dank nochmal für das Rezept!

    • Reply
      Elisabeth
      17. Februar 2017 at 17:48

      Super, freut mich sehr, dass es dir geschmeckt hat! Statt dem Meeressalat gehen sicher auch Nori-Blätter gut, die sind leichter zu bekommen. Die Konsistenz mag ich auch gerne, ich hasse es nämlich, wenn Veggie-Burger so gatschig sind 😉 Vielen Dank für dein Feedback <3
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Karin
    25. Februar 2017 at 13:28

    Sehr gern geschehen, Elisabeth 🙂
    Genau, Veggie Patties müssen einen gewissen Biss haben…

    Liebe Grüße,

    Karin

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