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Hauptgerichte Weihnachten

Vegane Weihnachten: Gefüllte Kartoffel-Taler, Maronen-Apfel-Rotkraut und Rotweinsauce

28. November 2016
Kartoffeltaler-mit-Maronen-Rotkraut

Habt ihr für dieses Jahr schon das Weihnachtsmenü festgelegt? Falls nicht, hätte ich eine Idee für den Hauptgang: Gefüllte Taler aus Kartoffelteig mit klassischem Maronen-Apfel-Rotkraut und veganer Bratensauce. Genau dieses Rezept hat es letztes Jahr bei uns gegeben, zur großen Begeisterung unserer beider Familien (teils Vegetarier, teils Omnivoren). Als Vorspeise gab es diese Süßkartoffel-Köstlichkeit von Smitten Kitchen und als Dessert einen köstlichen Kokos-Chia-Pudding mit exotischem Obstsalat, den meine Schwiegereltern mitgebracht haben.

Mein ganz besonderes AHA-Erlebnis letztes Jahr war übrigens, dass es sich wirklich lohnt, das Rotkraut selbst zu machen. Es schmeckt tatsächlich viel, viel besser als TK-Ware (ich weiß auch nicht, warum mich das so überrascht hat, naja…). Jedenfalls liebe ich dieses Rotkraut-Rezept seitdem heiß!

Die Kartoffel-Taler hatten mittlerweile auch schon einige Auftritte auf unserem Tisch. Gut schmeckt darin auch eine reine Pilzfüllung (wie z.B. die Füllung der Mushroom & Beer Pies). In diesem Fall ist aber auch marinierter und knusprig gegrillter Tofu mit drin (das gibt ein wenig mehr Struktur und etwas zu beißen), und außerdem noch Lauch – ein großer Winter-Gemüse-Liebling von mir, der in deftige Gerichte einfach immer einen tollen Geschmack zaubert.

Die Bratensauce ist ohnehin ein Evergreen. In irgendeiner Variante gibt es sie zu fast allen meinen weihnachtlichen Festessen.

Habt ihr schon ein Essen für Weihnachten geplant? Wir lassen dieses Jahr das Festessen bei uns ausnahmsweise ausfallen und am Weihnachtsabend gibt es Raclette. Dafür muss ich mich noch nach einer guten veganen Käse-Alternative zum Überbacken umschauen – hat jemand einen guten Tipp?

Veganes-Festessen-gefüllte-Kartoffeltaler-mit-Rotkraut

Überlegungen für die Zeitplanung:

Das Rotkraut und die Bratensauce können gut amVortag zubereitet werden und dann bis zum Festessen abgedeckt im Kühlschrank lagern. Zum Servieren einfach wieder erwärmen. Auch die Kartoffeln für den Teig kann man schon am Vortag kochen und im Kühlschrank bis zur Zubereitung aufbewahren. Möglicherweise klappt die Aufbewahrung im Kühlschrank auch mit den fertigen Talern (dazu würde ich sie mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken). Das habe ich allerdings noch nicht getestet!

Außerdem ein heißer Tipp: Festessen immer einmal zur Probe kochen, das gibt ein Gefühl für die Rezepte und Zeiteinteilung, man weiß, was man den Gästen vorsetzt und das alles spart am Festtag selbst eine Menge Stress!

5.0 from 1 reviews
Apfelrotkraut mit Maronen
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zeit gesamt
 
Portionen: 4
Zutaten:
  • ½ Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 großer säuerlicher Apfel oder 2 kleine, geschält und grob geraspelt
  • 500g Rotkraut, Strunk und welke Blätter entfernt und Kraut in feine Streifen geschnitten
  • 150ml Rotwein
  • 200ml Wasser
  • ½ TL gekörnte Gemüsebrühe
  • ⅛ TL Nelkenpulver
  • 1 Lorbeerblatt
  • ½ EL Zucker
  • 1,5 TL Salz
  • Pfeffer
  • 250g gegarte und geschälte Maroni
  • 1 Prise Zimt
  • 2 EL Preiselbeermarmelade
  • 1 EL vegane Margarine (optional)
So wird's gemacht:
  1. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. In einem großen Topf in Olivenöl glasig dünsten (5-10 Minuten).
  2. Rotkraut dazugeben und kurz mitdünsten. Dann geraspelter Apfel dazu und mit Rotwein und Wasser ablöschen.
  3. Brühepulver, Nelkenpulver, Lorbeerblatt, Zucker, Salz und Pfeffer dazu und zugedeckt 30 Minuten lang köcheln lassen.
  4. Dann die Herdplatte auf die kleinste Stufe stellen, und noch 25 Minuten fertig garen (ebenfalls bei geschlossenem Deckel).
  5. Das Lorbeerblatt herausnehmen. Maronen, Preiselbeermarmelade und eventuell 1 EL Margarine unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 
5.0 from 1 reviews
Gefüllte Kartoffeltaler
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zeit gesamt
 
Ich koche die Kartoffeln für den Teig während ich die Füllung vorbereite. Während die fertige Füllung etwas auskühlt, bereite ich aus den gegarten Kartoffeln den Teig zu.
Portionen: 4
Zutaten:
Kartoffelteig:
  • 1kg Kartoffeln
  • ⅛ TL Muskat gemahlen
  • 1 TL Salz
  • 100g Kartoffelstärke
Füllung:
  • 90g braune Champignons
  • 1 EL Olivenöl
  • ½ Stange Lauch
  • 150ml Schwarzbier
  • 1 EL Tomatenmark
  • ¼ TL getrockneter Thymian
  • ½ TL Salz
  • Pfeffer
  • 100g fester Tofu, natur
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Rapsöl
Zum Braten:
  • Raps- oder Kokosöl
So wird's gemacht:
Für den Kartoffelteig:
  1. Die Kartoffeln in reichlich Salzwasser weich kochen (ca. 30 Minuten). Abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Die Schalen mithilfe eines Teelöffels abziehen, Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken oder fein zerstampfen und mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten.
Für die Füllung:
  1. Champignons putzen und fein würfeln. in einer großen Pfanne 10 Minuten in Olivenöl anbraten bis sie duften und die Flüssigkeit verdampft ist. Bier, Tomatenmark, Thymian und Salz dazugeben und alles 10-12 Minuten lang offen einkochen lassen.
  2. Inzwischen Backrohr auf 200° vorheizen (Ober- und Unterhitze). Den Tofu mit den Fingern zerkrümeln, mit Rapsöl und Sojasauce mischen und auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen. Im vorgeheizten Backrohr auf oberster Schiene 8 Minuten rösten, dann wenden und nochmals 8 Minuten rösten. Danach eventuell noch die Grillfunktion für 2-3 Minuten dazuschalten, aber Vorsicht! - der Tofu verbrennt dann schnell, also behaltet ihn im Auge.
  3. Den Lauch der Länge nach halbieren, waschen, putzen und in feine Streifen schneiden. In die Pfanne zu der Pilzmischung geben und 10 Minuten mitdünsten und zusammenfallen lassen.
  4. Den Tofu zu der Pilz-Lauchmischung geben, vermischen, pfeffern und wenn nötig noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
Formen:
  1. Zum Formen der Taler, mit den Fingern etwa golfballgroße Stücke vom Kartoffelteig abzwacken und zu etwa handtellergroßen Scheiben formen. Ein bis zwei EL der Füllung in die Mitte setzen, eine zweite Teig-Scheibe darauf legen, an den Seiten verschließen und rundherum glatt streichen, dann vorsichtig zu einem flachen Taler drücken.
Braten:
  1. In einer großen beschichteten Pfanne etwas Raps- oder Kokosöl erhitzen und die Taler darin bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun braten.

5.0 from 1 reviews
Vegane Bratensauce
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zeit gesamt
 
Portionen: 4
Zutaten:
  • 1 große Zwiebel
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 EL Mehl
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst oder fein gehackt
  • 100ml Rotwein
  • 400ml Wasser
  • 1 TL Brühepulver
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 TL Hefeextrakt
So wird's gemacht:
  1. Die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. In einem kleinen Topf Zwiebel in Olivenöl auf niedriger-mittlerer Hitze 15 Minuten dünsten, dabei immer wieder umrühren.
  2. Dann Mehl unterrühren und nochmals 15 Minuten weiterrösten bis die Mischung nussbraun ist, dabei öfters umrühren und wenn nötig die Hitze etwas zurückdrehen.
  3. In den letzten 2 Minuten den Knoblauch dazugeben und mitrösten. Dann mit Rotwein und Wasser aufgießen (nicht alles auf einmal, sondern nach und nach, damit das Mehl nicht verklumpt, dabei ständig rühren). Brühepulver unterrühren. Nochmals 15 Minuten köcheln und eindicken lassen (Deckel aufgelegt mit einem Spalt offen). Sojasauce und Hefeextrakt zugeben, die Sauce mit dem Pürierstab fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

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  • Reply
    Karo-Tina Aldente
    28. November 2016 at 12:38

    Sehr gut!
    Probier ich aus.
    Bratensoßengrüße aus dem Garten 🙂

    • Reply
      Elisabeth
      28. November 2016 at 12:51

      Fein, dass dir das Rezept gefällt! 😀 Lass es dir schmecken und ich freue mich zu hören, wie es gemundet hat!
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Brigitte von B.B.'s Bakery
    28. November 2016 at 13:29

    Die Kartoffeltaler sehen einfach klasse aus – super Idee, das möchte ich unbedingt auch ausprobieren.
    Danke! 🙂
    Liebste Grüße
    Brigitte

    • Reply
      Elisabeth
      28. November 2016 at 16:31

      Liebe Brigitte,
      danke dir und lass es dir schmecken! 🙂
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Aniko
    28. November 2016 at 15:42

    Danke für das Rezept. Mir wollte heuer nichts einfallen und jetzt habe ich einen Hauptgang für das Weihnachtsessen mit meiner Familie 🙂

    • Reply
      Elisabeth
      28. November 2016 at 16:32

      Liebe Aniko,
      vielen Dank für deinen Kommentar 🙂 Ich freue mich riesig, dass ich dich inspirieren konnte und hoffe, es schmeckt euch!
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Krisi von Excusemebut...
    28. November 2016 at 18:33

    Wow das sieht sooo lecker aus. Die Kartoffeltaler ganz besonders, so eine leckere Idee! Eigentlich auch gar nicht so schwer, das Rezept wird abgespeichert, vielen Dank!=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Reply
      Elisabeth
      28. November 2016 at 21:52

      Liebe Krisi,
      vielen Dank für das große Lob! 🙂 Ja schwer ist es gar nicht, der Teig lässt sich toll verarbeiten. Das Ganze braucht einfach ein wenig Zeit, wie die meisten Festessen 🙂
      Viel Freude beim Nachkochen und ich hoffe, es schmeckt dir!
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Ela
    28. November 2016 at 21:52

    Ohh das klingt ja nach einem tollen Festessen! Sehr lecker 🙂
    Liebe Grüße,
    Ela

    • Reply
      Elisabeth
      28. November 2016 at 21:53

      Danke dir! <3 🙂

  • Reply
    Sabine von Wos zum Essn
    30. November 2016 at 11:08

    geilo, ich hab noch gar keinen plan fürs hauptfresschen an weihnachten und hätte gern was deftiges, aber ohne so fleischersatzklumpen^^ das hört sich total lecker an, ich glaub das wirds wenn der schnuffi mitspielt^^ geht doch nix über lecker knödel mit blaukraut und soooße 😀 die gefüllten knödel gefallen mir super, das könnt richtig genial werden, mmh.
    liebe grüße, sabine

    • Reply
      Elisabeth
      30. November 2016 at 11:32

      Liebe Sabine,
      du beschreibst meine Anforderungen an ein Weihnachtsessen perfekt ^^ „Was deftiges, aber ohne Fleischersatzklumpen“ haha 😀 Ich könnte auch jeden Tag Knödel mit Sauce essen, hach <3 Freut mich, dass es dir gefällt und ich freu mich natürlich auch sehr, zu hören, wie es euch geschmeckt hat, falls du es nachkochst!
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Mimis Foodblog
    30. November 2016 at 11:16

    Das Rezept sieht ja traumhaft lecker aus. Da bekomme ich direkt Lust es nach zu kochen!
    Sehr schöner Blogbeitrag mit einem wunderbaren Rezept und ansprechenden Fotos,
    liebe Grüße und noch einen wunderschönen Tag, Mimi

    • Reply
      Elisabeth
      30. November 2016 at 11:34

      Vielen Dank, liebe Mimi! Dann ist meine Mission erfüllt und ich freue mich sehr über das Lob 🙂
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Kirschbiene
    3. Dezember 2016 at 18:25

    Huhu Elisabeth,
    die gefüllten Kartoffeltaler sehen wirklich fantastisch aus – ich hätte große Lust, sie auszuprobieren (und nicht erst zu Weihnachten ;-)).
    Ja, selbstgemachtes Rotkraut ist etwas Feines, nicht wahr? Es macht zwar mehr Arbeit, aber ich finde, die Mühe ist es total wert. Es wird daher auch bei uns an Weihnachten definitiv etwas mit Rotkraut geben – einmal im Jahr muss das einfach auf den Tisch und es ist für mich DIE Beilage eines Weihnachtsessens schlechthin.
    Liebe Grüße
    Bianca

    • Reply
      Elisabeth
      3. Dezember 2016 at 18:53

      Liebe Bianca,
      vielen lieben Dank 😀 Die Taler schmecken natürlich immer 😉 Nur kann ich mich leider nicht immer zu diesen doch etwas arbeitsintensiveren Gerichten aufraffen… einen Koch müsste man haben! Für mich ist Rotkraut auch ganz, ganz typisch für Weihnachten! Das gab es die letzten Jahre fast immer!
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Kirschbiene
    5. Dezember 2016 at 12:25

    Huhu Elisabeth,
    ja, immer möchte ich auch nicht so aufwendige Dinge kochen – dazu fehlt werktags oft einfach die Muße. Daher ist es doppelt schön, an Weihnachten alles zu geben :-). Wobei ich die Kartoffeltaler selbst jetzt nicht soooo aufwendig finde – es ist halt die Kombination aus allem. Und leider macht genau die es wäre hl. auch ch erst so richtig perfekt :-). Da kann sich deine Familie jedenfalls freuen, dass du dir so viel Mühe machst!
    Liebe Grüße
    Bianca

    • Reply
      Elisabeth
      7. Dezember 2016 at 22:22

      Hey Bianca,
      sehe ich genau so 🙂 Mir macht es dann richtig Spaß, den Ablauf genau zu planen und zur Vorbereitung stundenlang in der Küche zu stehen. Du hast recht, eine Sache allein ist gar nicht so viel Arbeit, aber die Kombination hat es dann in sich, vor allem, wenn man auch noch für viel mehr Leute kocht, als man es gewohnt ist.
      Die Familie freut sich tatsächlich sehr – alles dankbare Esser 😀
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

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