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Urlaub & Reisen Vegan Lifestyle

Vegan in Südengland [Teil 1]

1. November 2017
South Downs Way 1

Wer mir auf Instagram folgt hat sicherlich mitbekommen, dass ich in der zweiten Septemberhälfte in Südengland unterwegs war. Unser Roadtrip war der perfekte Sommerabschluss und eine sehr willkommene Auszeit nach dem für mich recht anstrengenden letzten halben Jahr. Zwei Wochen waren wir in unserem kleinen gelben Mietwagen unterwegs in herrlichen Landschaften und romantischen Dörfchen und haben den Abstand vom Alltag in vollen Zügen genossen.

Heute möchte ich euch mit in die ersten 7 Tagen unseres Roadtrips nehmen. Wir fahren die Südküste Englands entlang durch die Grafschaften Sussex, Hampshire, Dorset und Devon. Unterwegs haben wir meistens ganz vorzüglich gespeist und meine veganen Highlights will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Unsere Reise begann mit dem frühmorgendlichen Flug nach London Stansted. Dort haben wir unseren Mietwagen abgeholt und uns gleich auf den Weg gemacht. Den ersten Nachmittag haben wir damit verbracht, ganz entspannt Hever Castle, den ehemaligen Sitz der Familien Boleyn, und die dazugehörigen weitläufigen Parkanlagen zu erkunden. Dann ging es weiter zu unserer ersten Unterkunft im kleinen, küstennahen Städtchen Rye.

Rye ist außergewöhnlich gut erhalten und im historischen Stadtkern glaubt man sich direkt ein paar Jahrhunderte, oder gar ein Jahrtausend, zurück versetzt.

Rye-Gate

Die bekannte Mermaid Street mit dem knapp 600 Jahre alten Gasthaus „The Mermaid Inn“ ist zu Recht eines der Touristenhighlights:

Mermaid Street

Rye High StreetHolly

Vegane Hightlights in Rye waren das Frühstück im Café „The Fig“ (mexikanisch inspirierte Bohnen auf getoastetem Brot mit Guacamole) und die fantastische heiße Schokolade im „Knoops“ – die Auswahl aus den verschiedenen Sorten fiel schwer! Auch die vegane Dattelschnitte, die wir uns dazu gegönnt haben, war sehr lecker.

Mexican breakfast in The FigHeiße Schokolade

Knoops in Rye

Das Knoops – an den Clipboards sieht man die schokoladig-köstliche Auswahl inklusive Infos zu Kakaoanteil und Herkunft und Beschreibung der Geschmacksnoten.

Unweit von Rye ist das romantische Wasserschloss Bodiam Castle gelegen. Von den Burgzinnen haben wir einen herrlichen Ausblick auf die umliegende Landschaft in der Spätnachmittagssonne genossen.

Bodiam CastleBodiam Castle 3

Nach unserer zweiten Nacht, die wir in Seaford nahe Brighton verbracht haben, ging es zuerst zu einem ausgiebigen veganen Full English Breakfast und dann schnürten wir die Wanderschuhe zur Klippenwanderung vom Seven Sisters Country Park bis nach Eastbourne. Das Frühstück, das wir im winzigen veganen Diner „The Roadshack Café“ in Peacehaven bekamen war großartig und mit den Inhaberinnen ließ es sich super nett plaudern. Für unterwegs haben wir uns dort gleich Cinnamon Raisin Bagels mit Erdnussbutter und Marmelade füllen lassen. Mmhmmmmmm!

Vegan Full English BreakfastLunch Bagel Seven Sisters

Seven Sisters Country ParkSeven Sisters Country Park 2Seven Sisters

Auf halbem Weg machten wir einen Abstecher ins Landesinnere in das Dorf East Dean. Dort gab’s Soja Latte zur Stärkung und eine Rast auf dem sonnigen village green.

East Dean Village GreenEast Dean

Dann ging es zurück an die Küste. Bei Birling Gap gibt es einen Zugang zum weit unterhalb der Klippen gelegenen Strand.

Birling GapBirling Gap 2Birling Gap 3Belle Tout Lighthouse

Wie man auf den Bildern sieht waren die Wolken nie weit. Wir hatten aber Glück und hatten meistens Sonnenschein. Gegen Abend wurde es dann aber doch richtig dunkel und wir waren froh, als Eastbourne endlich in der Ferne auftauchte.

Blick auf Eastbourne

Von Eastbourne aus kann man bequem mit dem Bus zurück zum Seven Sisters Country Park Parkplatz fahren, dabei die müden Beine ausruhen und nochmal in aller Ruhe die Landschaft in der Abendsonne bewundern.

Bei unserem Auto angekommen, ging es für uns weiter zur nächsten Station: Brighton. Während man im ländlichen England doch ein wenig nach veganer Verpflegung suchen muss, hat man in Brighton die Qual der Wahl, denn das rein pflanzliche Angebot ist beachtlich.

Wir haben unseren Wandertag also gleich mal mit einer veganen Käseplatte (aus Basis unterschiedlicher Nussorten) und veganer Pizza im rein veganen Italiener „Purezza“ beendet. Danach sind wir nur noch ins Bett gefallen.

Purezza BrightonPurezza Brighton 2

Den vierten Tag haben wir in Brighton verbracht. Unsere Hauptattraktion: all of the vegan food.

Der Tag begann schon mal gut mit Frühstück im super sympathischen „Longhouse Café“. Der hauseigene Pancake-Mix war zu unserer großen Enttäuschung gerade aus, doch der Koch erbarmte sich unser und improvisierte Pancakes, die zwar nicht glutenfrei aber trotzdem ausgezeichnet waren. Dazu gab’s Cappuccino und Matcha Latte mit Hafermilch und die besten Tipps der beiden Betreiber für Besichtigungen im Umland gratis dazu.

The Longhouse Café Brightonveganer Cappuccino im Longhouse CaféFrühstück im Longhouse Café Brighton

Um das Frühstück ein wenig sacken zu lassen und Platz im Magen zu schaffen für das Mittagessen, sind wir durch Brighton spaziert, haben uns den Royal Pavilion (allerdings nur von außen) und auch den berühmten Pier angesehen. Der Pier ist eine Ansammlung von Spielhallen, womit ich persönlich nicht so viel anfangen kann. Andererseits gab es kostenlose Liegestühle in denen man ein gemütliches Schläfchen in der Vormittagssonne halten konnte.

Brighton PierBrighton Pier 2Brighton North Laine

Das Mittagessen im „Wai Kika Moo Kau“ war OK. Der Burger hat mich nicht beeindruckt aber das Wrap des Tages (Tofu mit Erdnuss-Thai-Sauce) war köstlich. Danach haben wir noch bei „Glazed“ vorbeigeschaut, einer Mischung aus Skater Shop und Café mit richtigen geilen veganen Doughnuts.

Veganer BurgerVegane Doughnuts Brighton

Man kann in Brighton vegetarisch und vegan auch richtig fein dinieren. Zum Beispiel im „Food and Friends“, das schon von außen wunderschön aussieht:

Food for Friends Brighton

Wir waren aber stattdessen nochmal bei „Purezza“ weil es uns am Vorabend so gut geschmeckt hat. Nochmal eine Ladung der vegane Pizza und die beste vegane Tiramisu, die ich je gegessen habe.

Vegane Pizza Purezza BrightonTiramisu vegan Purezza Brighton

Brighton hat mich ein bisschen an San Francisco erinnert. Es ist bunt und fröhlich und offen. Ein Tag war zu wenig, aber vielleicht sehen wir uns ja wieder.

Brighton

Nach unserem Abendessen bei Purezza sind wir nur noch zu unserem Auto gerollt und haben uns auf den Weg zu unseren nächsten Unterkunft in Bournemouth gemacht. Bournemouth und die direkte Umgebung hatten wir uns schon vor drei Jahren angesehen, deshalb haben wir uns diesmal nicht lange aufgehalten, obwohl sowohl Bournemouth als auch Poole richtig schön sind. Wir wollten aber weiter an einen ganz besonders schönen Abschnitt der Dorset-Küste. Dort waren wir ebenfalls vor drei Jahren, aber viel zu kurz, und ich wollte seitdem unbedingt noch einmal hin, um die Herrlichkeit dieses Orts in aller Ruhe ganz tief aufzusaugen.

Glückspilze die wir sind war das Wetter uns hold und wir konnten einen traumhaften Tag mit Picknick und Schläfchen am Strand verbringen.

Lulworth Cove

Die nahezu kreisrunde Bucht „Lulworth Cove“.

Von Lulworth Cove aus kann man über die nächste Klippe ca 1km zum Felsentor „Durdle Door“ und der angrenzenden Bucht spazieren.

Jurrassic CoastLulworth Cove 2Jurassic Coast 2Durdle Door

Die meisten Touristen schießen hier ihr Foto und gehen dann bald zurück zum Parkplatz, wer also am Strand ein Schläfchen machen will, ist ungestört:

Jurassic Coast 3Strand DorsetStrand Dorset 3

Nachdem wir genug Sonne, Meeresrauschen und „in den blauen Himmel schauen“ getankt hatten, haben wir den Tag noch bei der Ruine Corfe Castle ausklingen lassen.

Corfe CastleCorfe Castle 1Corfe Castle 2

Tag 6 haben wir in Abbotsbury verbracht, wo wir ebenfalls vor Jahren bereits waren. Dort hatten wir diesmal genug Zeit, in aller Ruhe den subtropischen Garten zu erkunden, in dem, dank seiner geschützten Lage in einem Tal, Pflanzen aus wärmeren Gefilden gedeihen, die sonst nur in einem Gewächshaus gezogen werden könnten.

Abbotsbury 1Abbotsbury 2Abbotsbury 3Abbotsbury 4Subtropical Gardens Abbotsbury 1Subtropical Gardens Abbotsbury 2Subtropical Gardens Abbotsbury 3Subtropical Gardens Abbotsbury 4Subtropical Gardens Abbotsbury 5Subtropical Gardens Abbotsbury 6Subtropical Gardens Abbotsbury 7Subtropical Gardens Abbotsbury 8

Die nächste Nacht haben wir in der Universitätsstadt Exeter verbracht. Am Vormittag des siebten Tages haben wir uns bei strömendem Regen auf dem Bauernmarkt Frühstück besorgt (sauleckere vegane Samosas) und anschließend die Kathedrale besichtigt.

ExeterExeter Cathedral

Gegen Mittag war es dann mit dem Regen glücklicherweise wieder vorbei – perfekte Bedingungen für unseren Ausflug aufs Dartmoor. Unsere Wanderung über die wilde und einsame Moorlandschaft war für mich einer der schönsten Teile unserer Reise. Auf dem Moor gibt es keine ausgeschilderten Wege. Um es in den Worten der netten Frau beim Visitor Centre zu sagen „Where would be the fun in that?“ Stattdessen kann man sich Beschreibungen unterschiedlicher Routen besorgen und sich dann auf dem Moor an den Gesteinsanhäufungen orientieren, die „Tors“ genannt werden. Also sind wir einigermaßen geradlinig und mit gelegentlicher Zuhilfenahme von Google Maps über das Moor von Tor zu Tor gewandert, und haben unterwegs Ponies, Kühe und nur wenige andere Wanderer getroffen.

Dartmoor 1Dartmoor 2Dartmoor 3Dartmoor 4Dartmoor 5Dartmoor 7Dartmoor 8Dartmoor 9Dartmoor 10Dartmoor 11Dartmoor 12

So, das war es mit unseren ersten 7 Tagen in Südengland! Ich hoffe, die kleine Fotoreise hat euch gefallen. In Teil 2 geht es weiter nach Cornwall 🙂 Im zweiten Teil möchte ich auch noch näher auf die vegane Verpflegung unterwegs und auf unsere Unterkünfte eingehen.

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  • Reply
    Kirsten
    2. November 2017 at 20:22

    Liebe Elisabeth,

    so ein toller Reisebericht mit wunderschönen Fotos! Ihn zu lesen und in den Bildern zu schwelgen, war für mich gerade die perfekte Erholung nach Feierabend 🙂 Südengland (oder besser gesagt, überhaupt England allgemein) hatte ich als Reiseziel bisher noch so gar nicht auf dem Schirm, was sich möglicherweise ändern muss… Und was das vegane Essen angeht, scheint ihr ja da auch ein echtes Paradies gefunden zu haben. Wie schön 🙂

    Liebe Grüße,
    Kirsten

    • Reply
      Elisabeth
      6. November 2017 at 14:44

      Liebe Kirsten,
      oh schön, es freut mich, dass ich in den Bildern gleich ein wenig Urlaubsfeeling rüberbringen konnte! Ich liebe Großbritannien allgemein – die Kultur und die Landschaften 🙂 Große Reiseempfehlung!
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Brigitte von B.B.'s Bakery
    3. November 2017 at 07:32

    Liebe Elisabeth,

    was für eine tolle Reise und was für unbeschreiblich schöne Bilder. Ich war noch nie in Südengland, weil es mich – verfroren wie ich bin – immer eher in südliche Gefilde zieht. Aber das sieht alles so fantastisch aus, dass ich darüber wohl nochmals nachdenken sollte. 🙂 Und das vegane Essen klingt auch köstlich…, also noch ein Grund mehr.
    Süße Grüße
    Brigitte

    • Reply
      Elisabeth
      6. November 2017 at 14:46

      Liebe Brigitte,
      hehe, ich mag es ja gerne ein wenig kühler, aber nicht zu kalt ^^ Südengland kann herrlich warm sein aber leider auch windig und regnerisch, wenn man Pech hat. Ein paar wärmende Schichten sind da nie verkehrt. Vegan lohnt es sich aber auf jeden Fall, vor allem Brighton ist in der Hinsicht ein Traum <3
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

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