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Teigtaschenliebe: Pierogi mit Steinpilz-Linsen-Füllung

1. Februar 2017
Vegane-Pierogi-mit-Linsenfüllung

Hand hoch – wer ist hier noch so vernarrt in Teigtaschen wie ich? Ich habe tatsächlich noch keine Teigtasche getroffen, die mir nicht geschmeckt hätte! Ob japanische Gyoza, chinesische Jiaozi oder polnische Pierogi – ich liebe sie alle. Trotzdem hat es ziemlich lange gedauert, bis ich sie endlich mal selbst gemacht habe. Zu viel Aufwand, dachte ich. Und der Teig fällt doch beim Kochen sicherlich auseinander?

Dass die Teigtaschenproduktion eigentlich gar nicht so schwer ist, hab ich dann eines Tages bei der polnischen Arbeitskollegin meines Mannes gesehen, die uns zu einer Pierogi-Party eingeladen hatte. Eigentlich recht unkompliziert, sogar der Teig. Ein bisschen hat es noch gedauert (zwei Jahre, haha), aber jetzt habe ich es endlich auch auf eigene Faust versucht, und mir meine ganz persönlichen Lieblings-Pierogi mit kräftig-aromatischer Linsen-Steinpilz-Füllung gezaubert.

Sooo gut, sag ich euch, besonders, wenn man sie nach dem Kochen noch in etwas Kokosöl anbrät <3 Kräftig-herzhafte Füllung in zarter Teighülle – sehr fein, vor allem in diesem kalten Wetter, da kann man mir gar nicht genug Kohlenhydrate füttern!

Die Teigtaschen schmecken sowohl frisch gebraten als auch kalt (wenn man nächtens im Kühlschrank nach Essbarem sucht) oder aufgewärmt am nächsten Tag einfach fantastisch. Wer mag, gibt noch gehackte Petersilie und etwas zerlassene vegane Butter drüber, aber ich esse sie genauso gerne pur – am liebsten mit der Hand (warum sich unnötig mit Besteck aufhalten?). 😀

Da die Pierogi auch kalt so lecker sind, machen sie sich sicherlich auch auf einem Buffet oder bei einem Picknick sehr gut!

Vegane-Pierogi-mit-Linsenfüllung-2Vegane-Pierogi-mit-Linsenfüllung-5

Das Formen der Teigtaschen geht eigentlich recht schnell von der Hand, wenn man den Dreh mal raus hat. Ein wenig Zeit muss man dafür aber schon einplanen. Die Pierogi sind damit (leider, leider) nichts für das schnelle Feierabendessen, dafür aber umso als Wochenendprojekt geeignet, um sich einen guten Vorrat davon anzulegen!

Vor allem der Teig hat mich positiv überrascht – er lässt sich einfach super verarbeiten, dünn ausrollen und klebt nicht – zum Ausrollen brauchte ich nicht einmal Mehl. Außerdem ist er schön stabil und keine einzige Tasche ist beim Kochen aufgeplatzt.

Das Teigrezept habe ich übrigens von tastingpoland.com übernommen und einfach die Mengenangaben umgerechnet.

Pierogi mit Steinpilz-Linsen-Füllung
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zeit gesamt
 
Das Rezept ergibt ca. 45 Teigtaschen und 5-6 Portionen (je nach Hunger). Weniger Arbeit habt ihr, wenn ihr die Taschen etwas größer macht als ich (ich habe zum Ausstechen ein Wasserglas verwendet, das nur etwa 7,5 cm Durchmesser hatte).
Portionen: 6
Zutaten:
Für die Füllung:
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Stange Stangensellerie
  • 100g Berglinsen
  • 50g geschroteter Grünkern
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 1 EL Tomatenmark
  • 10g getrocknete Steinpilze
  • 1 Lorbeerblatt
  • 850ml Gemüsebrühe
  • ½ TL getrockneter Thymian
  • ¼ TL Chilipulver
  • 1,5 TL Salz (bzw. nach Geschmack - ich mag es bei deftigen Rezepten gerne recht salzig)
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Für den Teig:
  • 360g Mehl
  • ½ TL Salz
  • 180ml kochendes Wasser
  • 60ml kaltes Wasser
  • ½ TL Rapsöl
Außerdem:
  • Kokosöl zum Braten
  • frisch gehackte Petersilie zum Bestreuen
  • etwas zerlassene, vegane Butter (je nach Geschmack)
So wird's gemacht:
Für die Füllung:
  1. Die Zwiebel schälen, fein würfeln und in einem Topf mit Olivenöl 10 Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt ist und ein schönes Röstaroma entwickelt. Inzwischen Stangensellerie fein würfeln, dazu geben und noch 5 Minuten mitbraten. Knoblauchzehen schälen, sehr fein hacken und ebenfalls noch 1 Minute mitbraten.
  2. Tomatenmark unterrühren und mit Gemüsebrühe aufgießen. Steinpilze klein hacken und dazu geben. Ebenso die Linsen, das Lorbeerblatt, Thymian und Chilipulver zugeben.
  3. Aufkochen und dann bei mittlerer Hitze 15 Minuten köcheln lassen (Deckel einen Spalt offen lassen und immer wieder umrühren).
  4. Nach 15 Minuten den Grünkernschrot dazugeben und das Ganze noch 35 Minuten weiterköcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt, vor allem gegen Ende, wenn kaum noch Flüssigkeit vorhanden ist.
  5. Nach Ende der Kochzeit mit Salz und Pfeffer abschmecken, das Lorbeerblatt herausfischen und die Füllung bei geöffnetem Deckel abkühlen lassen. Inzwischen den Teig zubereiten.
Der Teig:
  1. Das Mehl sieben und mit dem Salz gut mischen. Das kochende Wasser dazugeben - dabei kräftig mit einer Gabel umrühren und die entstehenden Klumpen mit der Gabel etwas zerteilen. Die Schüssel mit einem Geschirrtuch abdecken und 5 Minuten stehen lassen.
  2. Dann das kalte Wasser untermischen, nochmals abdecken und 15 Minuten stehen lassen.
  3. Nach den 15 Minuten, das Öl dazugeben und den Teig mit den Händen kräftig kneten bis er weich, glatt und elastisch ist (ca. 5 - 10 Minuten). Ich habe ganz ohne zusätzliches Mehl einfach auf der Küchenarbeitsplatte geknetet.
Pierogi formen und kochen:
  1. Anschließend den Teig portionsweise auf einer glatten Oberfläche (bei mir wieder die Arbeitsplatte) sehr dünn ausrollen. Mit einem Ausstecher (oder Wasserglas) Kreise ausstechen. Auf jeden der Kreise (je nach Größe) 1-2 TL der Füllung setzen.
  2. Mit den Fingern die Ränder der Kreise noch etwas dünner drücken und ziehen, dann den Teig über der Füllung zusammenklappen und die Ränder mit den Fingern fest zusammendrücken und noch etwas in eine Richtung umschlagen und zusammendrücken, damit die Pierogi gut verschlossen sind.
  3. Die fertigen Pierogi in siedendem Salzwasser (nicht sprudelnd kochen! ziehen lassen bis sie an die Oberfläche schwimmen (bei mir 5 Minuten). Dann mit einem Knödelschöpfer aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und in einer beschichteten Pfanne portionsweise in etwas Kokosöl knusprig braun anbraten.
  4. Zum Servieren nach Geschmack noch mit etwas zerlassener, veganer Butter beträufeln und mit gehackter Petersilie bestreuen.

 

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  • Reply
    Jenni
    2. Februar 2017 at 09:20

    Liebe Elisabeth!

    Diese große Liebe zu Teigtaschen unterschreibe ich aber sowas von direkt! Mir geht es da ganz genauso – eine ähnlich enge Beziehung führe ich mit Pflanzenbratlingen aller Art (Linsen, Kichererbsen, reinen Gemüsebratlingen – ich liebe sie alle!).

    Diese Piroggi sehen ganz wunderbar aus – der Teig scheint genau richtig dünn und flexibel zu sein, das gefällt mir sehr gut. Ein Traumteig für dieses Gericht sozusagen. Ich habe manchmal das Problem, dass der Teig zu dick und kompakt wird (was bei türkischen Teigtaschen auch nicht unbedingt verkehrt ist) und dann dem Inhalt ein bisschen die Show stiehlt. Diesen hier muss ich mir auf jeden Fall merken – so, wie ich mir eigentlich so ziemlich alle deine Rezepte dringend merken muss, um sie irgendwann endlich einmal auszuprobieren! 😀

    P.S.: Letztens habe ich an einem eigenen Okara-Bratling gefeilt – der ist richtig, richtig gut geworden! Okara scheint eine kleine Wunderwaffe im Bratlingbaukasten zu sein und ich werde definitiv weiter damit experimentieren! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Elisabeth
      2. Februar 2017 at 15:25

      Liebe Jenni,
      vielen Dank! Der Teig war echt super, ich kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen. Er stiehlt auch garantiert keine Shows 😉 Bratlinge mag ich auch in fast jeder Form ^^ Und ja Okara ist einfach toll. Letztens hab ich es in einen Kuchenteig gebacken – ging auch super. Ich bin schon gespannt, was du mit Okara noch alles anstellen wirst 😀
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Krisi von Excusemebut...
    2. Februar 2017 at 18:38

    Mhhh wie lecker deine Teigtaschen aussehen! Hab gar nicht lange überlegt und das Rezept direkt abgespeichert, hihi, muss ich unbedingt probieren! Habe ja noch nie Teigtaschen selbst gemacht, weil es irgendwie doch nach viel Arbeit klingt. Aber es lohnt sich ja…
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Reply
      Elisabeth
      3. Februar 2017 at 21:07

      Liebe Krisi,
      freut mich, dass dich das Rezept überzeugt hat 😀 Ich kann leider nicht abstreiten, dass das Formen ein gewisser Aufwand ist, aaaber es lohnt sich, genau!
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Kirsten
    5. Februar 2017 at 22:08

    Liebe Elisabeth,

    wow, die sehen wirklich grandios aus, soooooo schön geworden! Ich habe 2007 im Auslandssemester in Paris eine Polin kennengelernt und wir haben damals in der Wohnheimküche zusammen Piroggi gemacht (mit Kartoffel-Quark-Füllung und dann mit brauner Butter und gebratenen Zwiebeln oben drauf, in Polen ist das die gebräuchlichste Füllung, „Piroggi ryskie“ – russische Piroggen). Ich fand sie sooooooo lecker und habe seitdem bei jedem Besuch in Polen so viel Piroggi gegessen wie es ging, auch mit anderen Füllungen (auch in süß). Obwohl ich das an sich gelingsichere Rezept meiner Freundin habe, habe ich sie aber hier noch nie selbstgemacht, weil mich immer meine kleine Küche mit kaum Arbeitsfläche davon abhält. Mal sehen, was zuerst kommt – der nächste Polen-Besuch oder eine größere Küche 😉 In jedem Fall klingt dein Rezept köstlich und ich kann mir vorstellen, wie grandios die schmecken!

    Liebe Grüße,
    Kirsten

    • Reply
      Elisabeth
      6. Februar 2017 at 10:16

      Liebe Kirsten,

      die Kartoffel-Quark-Füllung hatte ich auch schon, allerdings hab ich die nie selber gemacht 🙂 Sehr lecker. Ich kann mir den Teig auch tatsächlich sehr gut mit allen möglichen süßen und herzhaften Füllungen vorstellen, der totale Allrounder.
      So ganz viel Platz brauchst du übrigens gar nicht in der Küche, nur ein Stück Arbeitsplatte, auf dem du Teig ausrollen kannst. Die fertigen Teigtaschen lege ich dann immer auf einen Teller. Meine Küche ist mir ja auch viel zu klein, deshalb möchte ich dich ermutigen, es trotz begrenztem Platz zu wagen.
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

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