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Schwedische Zimtschnecken

Wer wie ich mit den Büchern von Astrid Lindgren aufgewachsen ist, hat auf jeden Fall schon einmal von schwedischen Zimtschnecken gehört. Fürsorgliche schwedische Mamas backen sie anscheinend ständig für ihre Kinder, die, hungrig vom Spielen an der frischen Luft, nur noch in die duftenden, lauwarmen Köstlichkeiten hineinbeißen müssen. Allein diese idyllische Darstellung hätte eigentlich genug sein müssen, um mich schon vor Jahren dazu zu bewegen, Zimtschnecken nachzubacken. War aber nicht so. Stattdessen kostete ich Zimtschnecken das erste Mal erst vor einem Jahr in Stockholm – und war sofort verliebt. Kaum wieder in Wien kramte ich das Rezept hervor, das ich schon vor Ewigkeiten einmal ausgedruckt hatte und bin seitdem um eine Frühstücksidee reicher, für die sich das Aufstehen lohnt. Das Rezept ist simpel und in dieser oder ähnlicher Form bestimmt schon von einigen anderen gebloggt worden. Trotzdem darf es auch auf Homemade Deliciousness nicht fehlen, denn die Zimtschnecken sind flaumig, sie sind zart, sie sind BUTTER DIE MIT ZIMTZUCKER KARAMELLISIERT!, sie duften unwiderstehlich, sie erhellen jeden Regentag und jeden Montagmorgen. Am allerallerbesten sind sie natürlich ganz frisch und noch ein bisschen warm; ich friere immer einige Schnecken ein und taue sie dann nach Lust und Laune auf dem Toaster auf (mit so einem Aufsatzding), geht blitzschnell und schmeckt super, wenn auch nicht ganz so umwerfend wie frisch vom Blech.

Schwedische Zimtschnecken

Zutaten für ca. 10 Schnecken:

Für den Teig:

100g Butter

250ml Milch

1 Würfel Germ/Hefe

1/2 TL Salz

1/2 TL Kardamom, gemahlen

1 Päckchen Vanillezucker

75g Rohrzucker

500g Mehl (bei mir halb weiß, halb Dinkel Vollkorn, schmeckt besser finde ich)

Für die Füllung:

50g Butter, zerlassen

60g Rohrzucker

1/2 EL Zimtpulver (oder etwas mehr)

verquirltes Ei zum Bestreichen (alternativ Milch)

Hagelzucker zum Bestreuen

Für den Teig Butter in einem Topf zerlassen, Milch dazugeben und erhitzen bis die Mischung lauwarm ist. Germ darin auflösen. Das Mehl mit Zucker, Salz, Vanillezucker und Kardamom mischen. Milch-Butter-Germ-Gemisch zum Mehl geben und zu einem Teig verarbeiten. Gut kneten oder in einer Schüssel mit einem Holzlöffel „schlagen“ bis ein gut zusammenhängender, elastischer Teig entsteht. Falls der teig noch zu feucht ist, einfach mehr mehl zugeben. Den Teig zu einer Kugel formen, in eine Schüssel legen, mit einem Tuch bedecken und an einem warmen Ort 40 Minuten lang stehen und aufgehen lassen. Währenddessen für die Füllung Zucker mit Zimt vermischen, Ei verquirlen, Backrohr auf 250 Grad vorheizen, ein Backblech mit Backpapier belegen oder einfetten. Butter zerlassen. Teig zu einem großen Rechteck ausrollen (ca. 5 mm dick), mit zerlassener Butter bestreichen, mit Zimtzucker bestreuen und zu einer Rolle aufrollen. „Naht“ wenn nötig mit etwas Wasser zusammenkleben. Davon etwa 5 cm lange Scheiben abschneiden und diese mit einer Schnittfläche nach unten auf das Backblech setzen. Mit Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Eventuell noch einmal kurz aufgehen lassen und dann ins vorgeheizte Backrohr schieben. Ca. 15 Minuten lang backen (zwischendurch immer wieder nachschauen, ob sie auch nicht zu dunkel werden).

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32 Comments

  • Reply
    Katharina
    6. August 2010 at 21:15

    Super! Ich hatte mal ein Rezept dafür, es aber irgendwem zum Abschreiben gegeben und dann natürlich nie wieder gesehen. Das Problem hat sich dann ja jetzt von selbst gelöst. Ich liebe Zimt, die werd ich sofort backen, wenn die Lavendelkekse vernichtet sind.

  • Reply
    Person hinter den Worten
    7. August 2010 at 13:18

    Muss ausprobiert werden! 🙂

  • Reply
    homemadedeliciousness
    9. August 2010 at 14:52

    Viel Spaß beim Nachbacken 🙂

    Katharina: Lavendelkekse klingen spannend! wird gleich mal gegoogelt

  • Reply
    Katharina
    12. August 2010 at 14:28

    Wenn Du magst, schick ich Dir auch mein Rezept- das ist eine Mischung aus zwei verschiedenen.

  • Reply
    Katharina
    21. August 2010 at 21:31

    Mit einiger Verspätung nun doch noch! Sorry, das Leben kam dazwischen 🙂

    Also, Zutaten:
    250g Butter
    150g Zucker
    250g Mehl
    250g gemahlene Mandeln
    1 Ei

    ggf. Lavendelblüten
    Lavendelzucker (einfach Lavendelblüten in Zucker werfen und ein paar Tage stehen lassen); den Zucker mahle ich vor Verwendung ein bißchen im Mörser, damit ich keine ganzen Blüten auf den Keksen hab, die verbrennen könnten

    Die oberen Zutaten verkneten, wer möchte, kann dann hier ein paar Lavendelblüten reinwerfen, ich mach das, allerdings jetzt nicht übermäßig viele, sonst wird es seifig. Eine halbe Stunde im Kühlschrank ablegen, dann zu Rollen mit ca. 3 cm Durchmesser formen und in Scheiben schneiden. Aufs Blech legen, mit Lavendelzucker bestreuen (alternativ kann man das auch nach dem Backen machen). Im vorgeheizten Ofen bei 180° ca 20 Minuten backen.

    Da ich letztens zu wenig gemahlene Mandeln hatte, hab ich dann noch gehackte Mandeln und geriebene Haselnüsse dazu genommen, das ist auch sehr nett.

    • Reply
      homemadedeliciousness
      22. August 2010 at 21:10

      cool, vielen dank fürs tippen 🙂 ich muss mal schaun, ob ich noch irgendwo lavendel finde…

      • Reply
        Katharina
        23. August 2010 at 21:21

        Im Zweifel beim Nachbarn im Garten klauen 😉 Würdest Du näher wohnen, könntest Du was von mir haben, ich hab ein ganzes Glas voll, das brauch ich in fünf Jahren nicht auf.
        Ach ja, die Kekse halten sich praktischerweise wochenlang.

        • Reply
          homemadedeliciousness
          24. August 2010 at 10:12

          ich muss mal meine eltern fragen, ob der lavendel noch blüht, die haben praktischerweise einen garten 🙂
          wo wohnst du denn, wenn ich fragen darf?
          lange halbtbarkeit ist natürlich immer gut, dann gibts mal keine ausrede dafür, alles in einer woche aufzuessen „damit sie nicht schlecht werden“ 😉

      • Reply
        Katharina
        31. August 2010 at 19:26

        Im Ruhrgebiet, in Deutschland. Zu weit weg, um bei mir klauen zu kommen 😉 Außerdem wächst in meinem Schattengarten kein Lavendel. Wenn Du bis Februar warten möchtest, bin ich dann möglicherweise beruflich ein paar Tage in Wien, wenn ich Glück habe jedenfalls *hoff* 🙂

        • Reply
          homemadedeliciousness
          4. September 2010 at 11:39

          das ist wohl wirklich ein stück zu weit 🙂
          aaaber: ich habe vor ein paar tagen bei einer großen küchen-aufräumaktion lavendel-tee endteckt! soweit ich das sehen kann sind das einfach getrocknete blüten, hatte ich ganz vergessen 😀 lavendel-kekse here i come

      • Reply
        Katharina
        11. September 2010 at 14:08

        Bin gespannt, ob Du sie magst! Lavendeltee pur ist doch auch sonst nicht so wirklich genießbar, oder??
        Wollte die Schnecken eigentlich heute machen, aber leider ist ein unliebsamer Termin dazwischen gekommen. Vielleicht schaff ich es ja heute abend noch, aber 40 min Gehzeit wirft einen ja schon zurück!

        • Reply
          homemadedeliciousness
          12. September 2010 at 16:08

          nein, der ist nicht genießbar, deswegen hab ich den ja noch 😉 keine ahnung warum sowas als tee überhaupt verkauft wird…
          du kannst es auch einfach ohne gehzeit versuchen, der teig wird dann halt nicht ganz so feinporig… ich mach das so wenn ich keine zeit habe 🙂

      • Reply
        Katharina
        16. September 2010 at 19:15

        So, jetzt hab ich sie auch endlich gemacht, die Schnecken, und sie sind echt super! 🙂

  • Reply
    Kirsten
    7. September 2010 at 15:40

    Hey, hab deinen Blog heute entdeckt und find ihn klasse! Einige Rezepte sind schon auf meine Nachkochliste gewandert und meine Lust auf Zimtschnecken hast Du jetzt auch geweckt 😉

    • Reply
      homemadedeliciousness
      7. September 2010 at 16:20

      oh danke das freut mich! und die zimtschnecken sind wirklich ein traum… ich hab meine schon wieder alle aufgegessen, und das obwohl ich diesmal nicht geteilt habe 😉

  • Reply
    Mandel-Lavendel-Kekse « Homemade deliciousness
    8. Oktober 2010 at 14:03

    […] Katharinas Lavendelkekse nachzubacken! Das Rezept dazu hat sie in den Kommentaren zu den Schwedischen Zimtschnecken gepostet. Backen mit Lavendel, oder generell das Essen von Blumen, hat doch irgendwie etwas […]

  • Reply
    Bloggeburtstag! « Homemade deliciousness
    7. Februar 2011 at 10:08

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  • Reply
    Alter Schwede
    14. März 2011 at 14:32

    Hmmmmmmmmmmmm, das hört sich echt lecker an!

  • Reply
    FOOD PORN DAILY - Seite 232
    1. September 2011 at 21:36

    […] […]

  • Reply
    Anonymous
    29. Oktober 2011 at 08:32

    […] […]

  • Reply
    Nadja
    13. März 2012 at 21:49

    Grade gebacken und in einer Zimtschneckenorgie vernichtet, danke für das Rezept! Mir waren die Zimtschnecken einen Tick zu trocken, das nächste Mal würd ich wahrscheinlich die doppelte Menge Butter nehmen.

    Liebe Grüße
    Nadja

    • Reply
      homemadedeliciousness
      14. März 2012 at 16:03

      Ich muss mich auch immer zusammenreißen, um nicht alle auf einmal frisch aus dem Ofen zu vernichten, mjam!
      Wenn du mehr Butter möchtest würde ich die in den Teig packen, ich könnte mir vorstellen, dass ein Übermaß an Butter bei der „Füllung“ auslaufen könnte. Hab’s aber nicht ausprobiert, nur so eine Vermutung.
      lg,
      elisabeth

      • Reply
        Nadja
        14. März 2012 at 17:03

        Danke für den Tipp, ich werde dir dann berichten 🙂

        Liebe Grüße
        Nadja

  • Reply
    Cinnamon Swirl Bread « Homemade deliciousness
    7. August 2012 at 20:31

    […] und fluffiger Hefeteig, mehr muss zu diesem Rezept eigentlich nicht gesagt werden. Wer, wie ich, schwedische Zimtschnecken liebt, aber dann doch oft ein kleines bisschen zu faul ist, sie zu formen (ja, man muss bloß eine […]

  • Reply
    Kanelbullar
    7. Oktober 2012 at 18:03

    […] Das Originalrezept stammt von hier: http://homemadedeliciousness.wordpress.com/2010/08/06/schwedische-zimtschnecken/ […]

  • Reply
    Lili
    29. Dezember 2012 at 15:59

    Gerade nachgebacken, lecker!
    http://nichtnocheinfoodblog.blogspot.de/2012/12/schwedische-zimtschnecken.html

  • Reply
    Luisa R
    24. September 2013 at 20:44

    Wie lecker 😉 So ein Rezept habe ich gesucht, muss ich unbedingt testen.
    LG Luisa von Deliciousrecipesbyluisa ♥

  • Reply
    Osterstriezel the vegan way | Homemade deliciousness
    9. April 2014 at 22:10

    […] bin ein großer Fan von süßem Hefeteiggebäck, siehe auch hier und hier. Ich habe mich auch immer wieder an veganen Milch-Brot-Versionen versucht, aber war nie so recht […]

  • Reply
    Zimtschneckenliebe | 6 months 6 days
    19. August 2014 at 11:23

    […] Das Rezept zu den göttlichsten Zimtschnecken von homemadedeliciousness […]

  • Reply
    Der Herbst ist da! | Homemade Deliciousness
    21. September 2014 at 17:41

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