Vorspeisen und Snacks

Roasted Tomato Salsa

Manchmal macht es mich einfach unglaublich zufrieden, etwas, das ich normalerweise fertig kaufe, selbst zu machen. Das kann etwas ganz Simples sein und fühlt sich dann für mich trotzdem nach Luxus an. Wie zum Beispiel diese Salsa-Sauce. Ich liihiieebe Tortilla Chips mit Salsa zum Dippen aber bisher hatte ich immer nur diese gekauften Dips aus dem Glas, die ja irgendwie ganz O.K. sind aber nun wirklich nicht als kulinarischer Höhepunkt bezeichnet werden können. Deshalb hatte ich schon länger vor, Salsa mal selbst zu machen, vor allem weil die Rezepte, die ich dazu gefunden habe, auch alle recht unkompliziert aussahen. Bei dieser Salsa-Variante kommen die Tomaten, Zwiebel und Chilis vor dem Verarbeiten unter den Backofengrill und kriegen dadurch ein sehr leckeres Aroma. Und gibt es etwas, das mit frischem Koriandergrün nicht noch besser schmeckt? Ich glaube nicht. Die Zubereitung ist schnell und einfach wenn man einen Zerkleinerer hat, in dem man die Korianderblätter hacken und dann auch die restlichen Zutaten zu einer Sauce verarbeiten kann. Das allertollste ist, dass man diese selbstgemachte Salsa auch noch anderweitig verwenden kann, zum Beispiel für Enchiladas. Soooo gut! Niemals könnte ich so eine Fertig-Salsa zum Kochen weiterverwenden, das stelle ich mir absolut eklig vor.

Die Zutaten für Salsa sind in allen Rezepten, die ich so gelesen habe, in etwa die gleichen: Tomaten, Jalapenos, Zwiebel, Limettensaft, Koriandergrün, Knoblauch, Salz und etwas Zucker. Es gibt auch Rezepte, in denen Dosentomaten zum Einsatz kommen, keine Ahnung, wie das dann schmeckt, aber im Winter wenn die frischen Tomaten nach nichts schmecken ist das vielleicht eine gute Alternative. Auf jeden Fall ist in diesem Fall selbstgemacht hunderttausendmal besser als das Fertigprodukt, geschmacklich sind die beiden kaum miteinander zu vergleichen. Und wie ihr wisst würde ich euch doch nie ein Rezept empfehlen, bei dem sich nicht auch der Arbeitsaufwand sehr in Grenzen hält 😉

Ultimativ selbstgemacht wäre es natürlich, wenn man sich auch seine Tortilla Chips selbst frittiert, aber davon bin ich kein großer Fan weil man dann immer  so viel Öl entsorgen muss. Aber es wäre halt schon nochmal ein Upgrade.

Der einzige Nachteil: ich habe in drei Tagen ganz allein zwei Großpackungen Tortilla Chips vernichtet. Es gab Salsa und Chips zu Mittag, zum Abendessen und zwischendurch und ja, ich habe auch zur Frühstückszeit an sie gedacht, aber das kam mir dann doch ein bisschen zu viel vor. Angesichts meiner Unfähigkeit zur Selbstregulierung wird es diese Salsa vielleicht erst wieder  bei Parties geben. Oder ich kaufe weniger Chips, aber ich weiß nicht, ob ich das über’s Herz bringe.

Also: Macht schnell diese Salsa, schnappt euch eine Packung Tortilla Chips und ein kühles Bier und genießt damit auf eurer Dachterrasse die letzten warmen Spätsommerabende. Oder, wenn es bei euch schon kalt ist, dann macht euch damit auf der Couch einen schönen Feierabend 🙂

Roasted Tomato Salsa

Zutaten:

ca. 900 g Tomaten

2 Jalapenos (ich hatte eine Jalapeno und eine andere grüne Chili, hat gut funktioniert und war schön scharf)

1 große Zwiebel

2-3 Knoblauchzehen oder Knoblauchgranulat (ich bevorzuge ehrlich gesagt letzteres weil es nicht ganz so aggressiven Knoblauchatem macht und ich allzu intensiven Knoblauchgeschmack auch nicht mag)

ein kleiner Bund Koriandergrün (auf meiner Packung stand 20g)

Saft einer Limette

Salz und Pfeffer

etwas Zucker, nach Geschmack

Das Backrohr auf 200° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Tomaten waschen, halbieren und die Stielansätze herausschneiden. Mit der Schnittseite nach oben auf das Blech legen und mit ca. 2 TL Salz gleichmäßig bestreuen. Chilis waschen und im Ganzen auch auf das Blech legen. Zwiebel schälen, achteln und ebenfalls auf das Blech legen. Wenn das Backrohr heiß ist, den Grill einschalten und das Blech auf der obersten Schiene hineinschieben. 15 Minuten lang schmoren lassen, dann Hitze auf 225° erhöhen und noch weitere 5 Minuten weitergaren bis die Zwiebelstücke und Jalapenos beginnen, schwarz zu werden. Dabei ein bisschen im Auge behalten, damit das Gemüse nicht zu stark verbrennt. Dann herausnehmen und 20 Minuten lang auskühlen lassen.

Inzwischen Koriandergrün waschen, Blättchen abzupfen und fein hacken. Die ausgekühlten Tomaten und Zwiebeln in den Zerkleinerer geben, von den Chilis das obere Ende mit Stiel abschneiden und ebenfalls in den Zerkleinerer geben. Pürieren, aber nicht zu fein! Gehackte Korianderblätter, Limettensaft und Knoblauchgranulat nach Geschmack unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Geschmack auch noch 2 TL Zucker dazumischen.

(Wenn ihr frische Knoblauchzehen verwenden wollt, dann kommen die mit in den Ofen. Nach dem Backen erst schälen und dann mitzerkleinern.)

Wenn ihr es nicht so scharf mögt, könnt ihr die Chilis nach dem Backen aufschneiden und die Kerne entfernen, ich habe sie aber drin gelassen.

Dieses Rezept ergibt eine ganze Menge Salsa. Wie gesagt könnt ihr sie aber nicht nur zum Dippen verwenden sondern auch in anderen Rezepten weiterverarbeiten, wie in den oben im Text verlinkten Enchiladas. Für eine Auflaufform Enchiladas würde ich etwa die Hälfte dieser Salsa-Menge einrechnen, dann habt ihr auch noch genug für die Chips 🙂

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13 Comments

  • Reply
    lieberlecker
    5. September 2012 at 20:00

    das tönt jetzt aber echt lecker, vor allem, weil ich geröstete Tomaten liebe – danke 🙂
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  • Reply
    Tandlerin
    6. September 2012 at 09:17

    Das Rezept kommt gerade richtig zu meiner Tomatenschwemme. Sieht wirklich großartig aus und wird bestimmt dieses Wochenende noch probiert!

  • Reply
    Sylvia
    6. September 2012 at 20:12

    Klingt wirklich lecker und wird probiert! Aber so gings mir mit meinem selbstgemachten Ketchup, ich konnte es nicht glauben, dass es tatsächlich funktioniert. Tagelang gabs selbstgemachte, dicke (!) Fritten – und jetzt bin ich wohl süchtig *grins* Nie mehr Ketchup aus der Flasche!

    • Reply
      homemadedeliciousness
      26. September 2012 at 16:27

      Das mit dem Ketchup fand ich ja auch schon interessant, als ich das bei Dir gesehen habe 😉 Ich bin nämlich eigentlich auch kein großer Ketchup Fan. Das werd ich dann wohl auch mal testen müssen!

  • Reply
    .
    16. September 2012 at 16:24

    das klingt sehr gut!! für mich vielleicht ein bisschen zu scharf… bin da etwas empfindlich aber kann man ja individuell abwandeln….
    weißt du ob die sauce in einem Einmachglas/ Kühlschrank wohl lagerfähig ist?

    http://turdusmerulaundvulpes.blogspot.de/

    • Reply
      homemadedeliciousness
      26. September 2012 at 16:26

      ja klar, einfach weniger Chili nehmen, oder keine, oder vielleicht stattdessen Paprikaschoten 🙂 Zur Lagerung im Kühlschrank oder Einmachglas kann ich leider nichts sagen, weil ich da keine Erfahrung habe. Ich schätze, dass ein paar Tage im Kühlschrank kein Problem sind, wenn Du im Glas aufbewahren willst, müsste denke ich die ganze Soße nach dem Mixen nochmal ordentlich erhitzt werden, Koriander und Limettensaft kommen ja roh dazu.

      • Reply
        Turdus Merula
        26. September 2012 at 19:55

        mit den paprikaschoten ist eine gute idee:)
        mhh ja stimmt. wenn man sie erhitzen würde und anschließend wie marmelade in gläser füllt…müsste es aber eigentlich gehen!
        ach, vielleicht teste ich das mal 😉 dann werde ich berichten.
        ( . war ich. eigentlich sollte da von anfang an Turdus Merula stehen…)

  • Reply
    Juliane
    8. Oktober 2012 at 14:25

    wooooow, samstag nachgemacht! und umgehauen worden!
    ich habe schon oft überlegt, wie ich salsa selbermachen könnte, da mir die fertigprodukte ein komisches brennen (und ich meine nicht von der schärfe) im mund verursachen!
    das ist sooo lecker! danke für das super rezept!
    Juliane

  • Reply
    cookies
    26. Dezember 2012 at 22:00

    Das klingt super gut und ich muss es nachmachen!

  • Reply
    Kirsten
    3. März 2013 at 18:14

    Liebe Elisabeth,

    es hat zwar ein bisschen gedauert, aber vor einigen Wochen hab ich Deine leckere Salsa nachgemacht und jetzt auch verbloggt: http://sugarandspice-foodblog.blogspot.de/2013/02/roasted-tomato-salsa.html

    Uns hat sie wirklich phantastisch geschmeckt und war, wie Du schon sagst, überhaupt kein Vergleich zu den fertig gekauften, so viel frischer und raffinierter im Geschmack! Auch bei uns ist es reichlich Salsa geworden, so dass ich noch eine Portion eingefroren habe und mich schon auf deren nächsten Einsatz freue 🙂

    Danke für das tolle Rezept!
    Kirsten

  • Reply
    Tore
    12. August 2013 at 20:38

    Endlich kam ich dazu, das Rezept nachzukochen. Wow, schmeckt wirklich klasse. Die Tomaten haben geduftet, die Zwiebeln waren schön süss. Die Kerne habe ich aus der Jalapeno rausgekratzt und es war immer noch scharf genug. Die Sauce werde ich auch mal zu anderen Gerichten probieren.
    Danke für das tolle Rezept.

    Gruß
    Tore

  • Reply
    Sabine von Wos zum Essn
    4. Juni 2016 at 20:32

    Sooo, bei uns gabs inzwischen auch die krasse Salsa 🙂 Echt saulecker! Wird unsere Standardsalsa :3 :3 Da ich keinen Koriander hatte, kam eben Petersilie rein, auch guut. Die Salsa gabs bei uns zu Fajitas, schön zum selber basteln und dosieren, kam sehr gut an.
    Danke für das coole Rezept!
    Liebe Grüße, Sabine

    • Reply
      Elisabeth
      5. Juni 2016 at 11:21

      Hey Sabine,
      juhu ich freu mich riesig, dass sie dir auch so gut geschmeckt hat! Ich mach auch keine andere Salsa mehr 🙂 Als Koriander-Junkie muss ich dir unbedingt auch ganz dringend empfehlen, sie bei Gelegenheit nochmal mit Koriander auszuprobieren, ich finde das wird nochmal extra lecker!
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

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