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Rezensionen

Rezension: Heilsames Basenfasten mit „BOWLs – Alles aus einer Schüssel“

Transparenz: Ein Rezensions-Exemplar für „BOWLs – Alles aus einer Schüssel“ von Elisabeth Fischer wurde mir vom Kneipp-Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Ein weiterer Titelzusatz für diesen Post: Diätversuch einer Diätunfähigen. Das ist mir dann aber doch zu lang geworden 😉 Fest steht: Ich bin eigentlich nicht diättauglich. Meine Laune hängt zu 99% von meinem gut gefüllten Magen ab und bevor ich hungern muss, werde ich lieber dick. Leider kann man ja auch vegan sehr effektiv zunehmen, und dafür war ich im letzten Quartal 2016 der beste Beweis. Zu viel Süßkram, Fettiges und anderes Klumpert. Gleichzeitig zu wenig Sport weil Winterschlaf. Oder mein Körper bereitet sich schon auf meinen 30. Geburtstag vor? Ich weiß es nicht, aber wie dem auch sei, ich könnte ein paar Kilo weniger vertragen, und sei es nur, um nicht in Kürze meine gesamte Garderobe erneuern zu müssen (nicht sehr nachhaltig wäre das 😉 ).

Dafür kam mir das neue Buch von Elisabeth Fischer „Bowls – Alles aus einer Schüssel“ genau recht. Es verspricht basische, vegane Küche, die außerdem nicht viel Arbeit macht. Alles wird aus einer Schüssel gegessen – daher auch der Titel des Buches. Und die verheißungsvollste Versprechung: Dabei soll man nicht hungern. Das ist doch einen Versuch wert, oder?

Das Konzept

Mir gefällt das einfache Konzept des Buches: 3x am Tag gibt es eine gut gefüllte Schüssel und jede Portion hat 300kcal, somit kann man sie gut untereinander austauschen. Alle Rezepte sind vegan, basisch und fettarm und enthalten eine Menge frisches Obst und Gemüse. Anstelle von Zucker, setzt die Autorin für leichte Süße lieber auf Trockenfrüchte. Bei Hungergefühl gibt es warmes Zitronenwasser mit einem Löfffelchen Chia-Samen.

Die Rezepte sind in fünf Kategorien unterteilt:

  1. Frühstück (verschiedene Overnight Oats – Varianten, Smoothie Bowls, Porridge-Variationen)
  2. Salate (abwechslungsreich und mit viel Gemüse)
  3. Suppen und Eintöpfe
  4. Gemüse- und Kartoffelgerichte – One-Pot-Rezepte
  5. Süßes ohne Zucker (fruchtige Süßspeisen)

Zu jedem Kapitel gibt es auch noch je zwei Infoseiten mit Tipps und Tricks.

In den Frühstücksrezepten ist meistens Getreide enthalten, in den herzhaften Bowls dienen meist Kartoffeln als basische Sattmacher, entweder in Form von ölfreien Pommes aus dem Ofen oder als Zutat in Eintopf oder Suppe. Das Fasten-Programm ist für eine oder zwei Wochen gedacht. Ich denke, es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass es in diesem Buch nicht um eine langfristige Diät geht sondern tatsächlich um’s Fasten mit massiv reduzierter Kalorienzufuhr.

Das habe ich ausprobiert

Ich habe 1,5 Tage lang gefastet (danach ging es mir super aber ich hatte zu viel Hunger, um länger weiterzumachen). Es gab „Angenehm cremige Apfel-Hafer-Suppe“, „Asia-Sprossen-Salat“ mit ölfreien Ofen-Pommes und „Cremige Pilz-Kartoffeln mit Radieschen-Rucola-Topping“.

Basenfasten-Rezension-Ausprobiert

Alle Gerichte haben mir sehr gut geschmeckt, vor allem die Apfel-Hafer-Suppe (einfach ein supercremiger Apfelporridge) war ein Traum und es gab sie schon mehrmals zum Frühstück. Auch die anderen beiden Gerichte waren sehr gut, aber für mich leider mehr Arbeit als erwartet.

Was ich an dem Buch gut finde

  • Wie bereits erwähnt, hat jede Portion 300 kcal. Man kann sich also frei entscheiden, ob man lieber Suppe, Salat, ein warmes Gemüsegericht oder eine süße Bowl essen möchte. Diese Flexibilität finde ich super!
  • Die Zutaten für die Rezepte sind sehr vielfältig und es gelingt durchaus, auch jetzt im Winter Rezepte zu finden, die zumindest großteils mit saisonalen Obst- und Gemüsesorten funktionieren.
  • Die Rezepte, die ich ausprobiert habe, waren wirklich lecker und die Geschmackszusammenstellungen sehr gelungen. Durch die Toppings werden auch gesunde Fastengerichte interessant und sind kein fader Einheitsbrei.
  • Kartoffeln zu jeder Mahlzeit, juhu! Ich liebe Kartoffeln aus dem Ofen und dieser Punkt hat mich maßgeblich motiviert, die Fastenrezepte auszuprobieren.
  • Durch die oben erwähnte Flexibilität kann man das Fasten auch sehr simpel gestalten, und z.B., wie auch im Buch vorgeschlagen wird, nur Suppen essen, die man eventuell sogar vorkocht und einfriert, um Zeit zu sparen.

Was mir nicht so gut gefallen hat

  • Der Anteil von exotischen Früchten und Sommerfrüchten war für einen Geschmack ein bisschen hoch, zumindest dann, wenn man die Rezepte, wie ich, im Februar kochen will. Wie gesagt finden sich aber sehr wohl auch Rezepte, die ohne Pfirsiche, Melonen und Mangos auskommen, sie sind nur etwas in der Unterzahl.
  • Die Rezepte sind zwar sehr interessant, viele davon sind dann aber doch aufwendiger als erwartet, weil viele verschiedene Zutaten für Hauptgericht und Topping vorbereitet werden müssen. Für die beiden Hauptgerichte, die ich ausprobiert habe, habe ich jeweils etwa eine Stunde gebraucht, was jetzt nicht übermäßig viel ist, aber mir für jeden Tag doch zu lang. Gegensteuern kann man aber natürlich, indem man zum Beispiel gleich die doppelte Menge macht und das Gericht am nächsten Tag noch einmal isst. Ist wohl alles eine Frage der Planung.

Mein Fazit

Die niedrige Kalorienmenge ist für mich persönlich wohl nicht so gut geeignet und, dass man mit dem Programm nicht hungert, kann ich leider nicht bestätigen. Ich bin da aber wohl auch kein faires Testobjekt, denn mein Mann hat mitgemacht und hatte im Gegensatz zu mir keinen Hunger, obwohl er die gleiche Menge gegessen hat und um einiges größer ist als ich – das scheint also je nach Konstitution zu variieren. Ich war an meinem Fastentag (länger habe ich es ja nicht durchgezogen) doch sehr hungrig, trotz Chia-Wasser. Möglicherweise geht das besser, wenn man nicht so viel kochen muss, ich denke, ich werde es nochmal ausprobieren und eher auf Suppen setzen, von denen ich dann gleich eine große Menge vorbereiten werde. Irgendwie stört es mich, viel Zeit in der Küche zu verbringen, wenn ich mich danach nicht richtig satt essen kann. Einen zweiten, längeren Versuch möchte ich aber definitiv starten, denn schon nach meinen 1,5 Tagen habe ich mich fantastisch gefühlt und ich denke, so ein kleiner Reset in Form von ein paar Fastentagen wäre gut, um schlechte Gewohnheiten abzuschütteln, die sich in den letzten Monaten eingeschlichen haben.

Übrigens: Die Rezepte funktionieren natürlich nicht nur im Rahmen einer Fastenkur sondern lassen sich auch einfach so in den Speiseplan einbauen, wenn man mal ein leichtes Abend- oder Mittagessen möchte. Den cremigen Apfel-Porridge hatten wir jetzt schon drei- oder viermal zum Frühstück und auch die geschmorten Pilz-Kartoffeln wird es bald wieder geben.

Ich finde das Buch somit durchaus empfehlenswert und mit ein paar Adaptierungen gut für mich nutzbar.

Wie haltet ihr es mit Fastenkuren? Pro oder contra?

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