Süßes

Für die Kaffeepause zwischendurch: Buchweizen-Walnuss-Kuchen mit Kirschen

28. April 2016

Kennt ihr den englischen Begriff „coffee cake“? Ich bin das erste mal vor einigen Jahren auf einem amerikanischen Foodblog darüber gestolpert. Als ich dann das Rezept las war ich verwirrt, denn Kaffee war nicht auf der Zutatenliste zu finden. Das liegt daran, dass es sich beim „coffee cake“ nicht unbedingt um Kuchen handelt, in den Kaffee verarbeitet wurde, sondern ganz generell um Kuchen, der gut zum Nachmittags-Kaffee passt. Coffee Cakes sind meistens recht unkompliziert um nicht zu sagen simpel und definitiv auch für das Verspeisen an ganz normalen Wochentagen gedacht. Und genau darum geht es heute: Um saftigen, simplen und dabei umso besseren Kuchen, den man gerne täglich essen kann.

Ich backe zwar eher am Wochenende mal Kuchen, aber hin und wieder habe ich unter der Woche unbändige Lust auf einen simplen Kuchen zum Kaffee und wenn ich etwas Zeit habe, schnappe ich mir ein schnelles Rezept und werfe den Backofen an. Dieser Kuchen hier ist dafür genau das Richtige. Das Rezept habe ich von dem ganz wunderbaren Blog „Kirschbiene kocht“ und ich teile Biancas Begeisterung für den Kuchen voll und ganz. Ich bin ja eigentlich nicht so ein großer Fan von „vollwertigen Kuchen“ aber dieser hier besteht aus Buchweizenmehl und Walnüssen und Buchweizen hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen – ich liebe seinen nussigen Geschmack!

Ich lese zur Zeit Bücher von John McDougall („The starch solution“) und Neal Barnard (Titel fällt mir gerade nicht ein) und die beiden sprechen sich sehr dafür aus, raffinierte Öle möglichst aus der Ernährung zu streichen, also habe ich das Rezept leicht abgewandelt und das Öl durch Apfelmus ersetzt – funktioniert wunderbar!. Durch die vielen Nüsse ist ja ohnehin schon reichlich gutes Fett enthalten. Außerdem habe ich Biancas Rezept auf eine große Springform (26cm) umgerechnet, da ich leider keine kleine Springform besitze. Zuletzt hatte ich leider zu wenige Kirschen da, davon würde ich das nächste Mal auf jeden Fall mehr kaufen und die Menge verdoppeln.

Buchweizen-Walnuss-Kuchen 4

 

Der Kuchen ist außerdem  – tadaaa – glutenfrei! Ich habe zwar kein Problem mit Gluten, aber ich bin trotzdem dafür, die Getreidevielfalt, die uns zur Verfügung steht, besser zu nutzen. Ich habe außerdem den Eindruck, dass Buchweizen einen Kuchen viel saftiger werden lässt als Weizen- oder Dinkelmehl, obendrein macht er einen ganz besonderen Geschmack und ist auch relativ leicht zu bekommen, anders als z.B. Hafermehl. Super finde ich übrigens auch Biancas Tipp, das Buchweizenmehl einfach selbst herzustellen und den Buchweizen in der elektrischen Kaffeemühle zu mahlen! Geniale Idee, denn die wenigsten haben eine Getreidemühle zuhause stehen – Kaffeemühlen hingegen sind klein, handlich und für wenig Geld zu haben. Ich persönlich habe heute fertig gemahlenes Mehl verwendet, aber diese Möglichkeit merke ich mir für das nächste Mal, wenn das Buchweizenmehl aus ist!

Wenn ich mir Biancas Fotos anschaue, denke ich, dass ich die Walnüsse wohl noch etwas feiner mahlen hätte können. Geschmacklich haben meine etwas gröberen Nüsse aber natürlich keinen Abbruch getan und der Kuchen hält auch so perfekt seine Form.

Zu guter Letzt ist der Kuchen wirklich unkompliziert und schnell gemacht und damit bestens geeignet, akuten Kuchenhunger auch werktags schnell zu stillen. Mein Cappuccino hat heute damit gleich doppelt so gut geschmeckt 🙂 Den wird es noch öfter geben!

Buchweizen-Walnuss-Kuchen 3

Rezept für eine Springform mit 26cm Durchmesser:

(Rezept von dem Blog „Kirschbiene kocht“ – leicht abgewandelt)

350 g Buchweizenvollkornmehl
250 g Walnusskerne, gerieben
4 leicht gehäufte TL Weinsteinbackpulver
2 TL Zimt
1 TL gemahlene Vanille
2 Prisen Salz
220 ml Ahornsirup
160 ml Mandelmilch
160g Apfelmus, ungesüßt
2 EL Apfelessig
190g Sauerkirschen aus dem Glas (Abtropfgewicht) => würde ich das nächste Mal verdoppeln auf rund 400g abgetropfte Kirschen
ggf. ein paar Mandelsplitter oder Mandelblättchen zum Bestreuen

Backrohr auf 175° Umluft vorheizen. Springform mit Backpapier auslegen. Sauerkirschen in ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Mehl, Nüsse, Backpulver, Salz, Vanille und Zimt gut mischen. In einer Schüssel Ahornsirup, Mandelmilch, Apfelmus und Apfelessig mit dem Schneebesen verquirlen. Die Mehlmischung unterrühren und zuletzt die abgetropften Kirschen unterheben. Teig in die vorbereitete Form füllen und gleichmäßig glattstreichen. Mit Mandelblättchen bestreuen und im vorgeheizten Backrohr 45 Minuten backen. Nach Ende der Backzeit Stäbchenprobe machen (es sollte nichts mehr kleben) und den Kuchen vollkommen auskühlen lassen.

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  • Reply
    Jenni
    28. April 2016 at 21:33

    Hallo Elisabeth!

    Ich habe es auf Facebook ja bereits lautstark verkündet: Was für schöne Fotos! Man verliebt sich gleich Hals über Kopf in den Kuchen. Und die Seite von Bianca ist wirklich klasse, oder? Ich liebe ihre Rezepte und ihre sympathische, ungezwungene Art und habe mir schon so manches von ihr abgeschaut.
    Allerdings muss ich doch eine Lanze für die gesunden Kuchen brechen – sie sind, wenn sie so gut gemacht sind wie zum Beispiel deiner hier oder die, die man sonst noch bei Bianca findet – in ihrer Leckerheit fast nicht zu unterscheiden von den konventionellen (so möchte ich sie jetzt einmal nennen). Man muss sich natürlich erst wieder von dem starken (Zucker-)Geschmack weggewöhnen, aber ich persönlich kann mir keinen „ungesunden“ Kuchen auf meiner Kaffeetafel mehr vorstellen! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Elisabeth
      29. April 2016 at 08:39

      Liebe Jenni, danke dir für dieses große Lob, das freut mich sehr! Ich bin auch ein großer Fan von Biancas Blog 🙂 Toller Schreibstil, tolle, Bilder und tolle Rezepte und einfach total sympathisch 🙂
      Tja das mit den gesunden Kuchen ist so eine Sache 😉 Es ist ja nicht so, dass sie mir nicht schmecken, aber sie haben oft eine gewissen Schwere. An den meisten Tagen der Woche ist mir das sogar lieber weil es mir nach so einem „Vollwertkuchen“ einfach besser geht und ich es ohnehin lieber mag, wenn es nicht zu süß ist. Aber manchmal hab ich schon gerne einen flauschig leichten Weißmehlkuchen. Da hast du aber Recht, das ist auch Gewöhnungssache, ich merke ja zum Beispiel auch, dass mein Geschmack sich immer weiter weg von zu aggressiver Süße entwickelt.
      Was ich mit meinem Satz zu den „gesunden Kuchen“ auch noch meinte: Ich denke, auch vermeintlich gesunde Kuchen sind oft nicht soooo gesund wie wir meinen. Viel Zucker ist ja trotzdem drin, auch wenn er hier in Form von Ahornsirup vertreten ist, ich finde, das muss man trotzdem im Kopf behalten. Ansonsten in ich aber sehr motiviert auch in Zukunft noch mehr vollwertig zu backen! 🙂

    • Reply
      Kirschbiene
      29. April 2016 at 12:14

      Huhu Jenni,
      danke, meine Liebe :-). Ich freue mich sehr über deine Worte zu meinem Blog, meinen Rezepten, ach überhaupt :-).
      Mir geht’s übrigens wie dir – ich bin total verliebt in vollwertige, gesündere Kuchen und Törtchen. Klar, lecker müssen sie sein, aber das steht ja außer Frage, gell :-).
      Liebe Grüße
      Bianca

  • Reply
    Kirschbiene
    29. April 2016 at 12:08

    Huhu Elisabeth,
    wenn du mich jetzt hier sehen könntest – mei, ich bin ganz rot vor Freude und Stolz. DANKE für deine warmherzigen und lobenden Worte – ich hüpfe gerade ganz freudig auf und ab :-). Es ist mir eine kleine Ehre, meinen Buchweizenkuchen hier bei dir vorzufinden – in ganz neuem Gewand, mit abgewandelter Zutatenliste, hübsch und ganz anders in Szene gesetzt. Ehrlich, ganz, ganz, ganz tolle Sache!

    Ich werde diese Version bestimmt mal nachbacken, also sozusagen die „große Schwester“ von meinem kleinen Kuchen zubereiten. Denn ich finde ja, so ein Kuchen ist ganz schön schnell verdrückt … Da ist es ganz wunderbar, dass ich bei dir nun die passend umgerechnete Menge für eine große Springform vorfinde :-).

    Ach ja, und dass deine Kuchenversion ohne Öl auskommt, finde ich eine spannende Sache. Wie du schon richtig geschrieben hast – die Nüsse liefern ja bereits jede Menge gesunde (;-)) Fette.
    Ich finde es toll, dass du Gefallen an „gesunden“ Backwerken findest und sehe es wie Jenni, dass die gesunden (oder sagen wir „gesünderen“?) Backwerke sich geschmacklich echt nicht verstecken müssen. Man kann übrigens auch locker-flaumige Kuchen in vollwertiger Version backen. Hast du z. B. schon einmal mit Hirsemehl experimentiert? Das ist mein neuer Liebling in der Küche, vollwertig, weil aus dem ganzen Hirsekorn gemahlen, hell, relativ leicht und locker von der Konsistenz – I’m in love :-)!

    Was das Süßen angeht, hast du natürlich vollkommen Recht. Ahornsirup ist sicherlich kein gesundes Superfood ;-), auch hier sollte man natürlich aufpassen, dass man mit seinem Zuckerkonsum im Rahmen bleibt. Was aber wirklich funktioniert: Schrittweise immer weniger süß werden ;-). Ich merke zum Beispiel, dass ich oft viel weniger süßen muss als noch zu den Zeiten, als ich raffinierten Zucker verwendet habe.

    Weiterhin frohes Backen!

    Liebe Grüße
    Bianca

    • Reply
      Elisabeth
      30. April 2016 at 18:09

      Liebe Bianca, hach du bist so lieb :-* Unser Lob hast du dir mehr als verdient!
      Bei uns hat der Kuchen keine 24 Stunden überlebt 🙂
      Hirsemehl hatte ich tatsächlich schon , allerdings nicht pur, ich habe es nur in eine Mehlmischung aus verschiedenen glutenfreien Mehlen verarbeitet. Danke vielmals für den Tipp, das werde ich mir nochmal genauer anschauen!
      Was das Süßen angeht hast du vollkommen recht, wenn man sich mal an wenig süße Speise gewöhnt hat, hält man es so zuckersüß gar nicht mehr aus! Ich werde sicher noch einige andere deiner tollen Rezepte nachbacken, als nächstes kommt der Kuchen mit Schoko-Mousse-Topping dran, denn ich habe jetzt endlich Xanthan, yay!
      Alles Liebe,
      Elisabeth

      • Reply
        Kirschbiene
        4. Mai 2016 at 21:51

        Huhu Elisabeth,
        nochmals: Einfach danke :-). Wir sind auch solche Kuchenmonster, daher „muss“ ich mir ständig Neues einfallen lassen. Ohne Kuchen ginge bei mir einfach nicht ;-). Oh ja, probiere den Schokomousse-Kuchen mal aus – ich mag die Kombination aus trockenem Boden und cremigem Topping wirklich gern.
        Klasse, dass du Xanthan bekommen hast, Jenni meinte, man bekäme es ganz gut im Reformhaus (ich hatte meines im Internet bestellt, werde aber dann auch mal im Reformhaus Ausschau danach halten).
        Hirsemehl verwende ich gern auch kombiniert – am liebsten mit etwas Kichererbsenmehl, das bindet so schön. Ich bin gespannt, welche Kuchenideen dir noch so einfallen werden :-).
        Liebe Grüße
        Bianca

        • Reply
          Elisabeth
          5. Mai 2016 at 18:56

          Hallo Bianca 🙂
          Ich hab mein Xanthan tatsächlich dann auch im Reformhaus entdeckt, hat allerdings nicht jedes bei uns.
          Leider sind wir die nächsten Wochenenden ziemlich verplant, deshalb muss der Kuchen noch etwas warten 🙁 Aber bald, bald ist es so weit! 😀

  • Reply
    Kreativ-Links, Teil 49 – Abraxandria
    6. Mai 2016 at 19:48

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