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Süßes Vorspeisen und Snacks

Ölfreie Okara-Cookie-Bites – meine Vorstellung von Detox

13. Januar 2017

Im Januar verfolgen ja doch die meisten den einen oder anderen Gesundheits-Vorsatz und auch ich kann mich dem verheißungsvollen Glanz des neuen Jahres nicht entziehen und habe mir vorgenommen, gesünder zu essen. Was genau „gesund“ bedeutet, ist eine andere Frage, denn darüber gehen die Ansichten ja bekanntlich weit auseinander.

Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass eine vegane, vollwertige und fettarme Ernährung, wie sie von zahlreichen amerikanischen Ärzten und z.B. auch in der China Study propagiert wird, für mich das beste ist. Wer nach dieser Ernährungsform isst, nimmt viele, viele Kohlenhydrate zu sich und verzichtet dafür möglichst komplett auf zugesetzte Öle. Außerdem wird der Genuss von Nahrungsmitteln, die von Natur aus recht viel Fett enthalten, wie Nüsse und Avocados, nur in Maßen empfohlen. „High carb – low fat“ heißt das Ganze dann.

Warum ich High Carb – Low Fat so toll finde, werde ich euch  vielleicht einmal in einem anderen Beitrag erzählen, denn heute geht es ja eigentlich um Chocolate-Chip-Cookie Bites! Die sind ganz #hclf-konform nämlich ölfrei und auch sonst bestehen sie aus großteils durchaus anständigen Zutaten.

Was in dem Schüsselchen aussieht wie blasses Kartoffelpüree, ist übrigens Okara 🙂

Der zweite Faktor, der (neben meinen guten Vorsätzen) die Entstehung dieser gesunden Snack-Bällchen begünstigt hat, ist die Tatsache, dass ich in die Sojamilch-Produktion eingestiegen bin. Wenn man Sojamilch herstellt, dann werden die Feststoffe aus der fertigen Milch abgeseiht. Zurück bleibt also eine Art Bohnen-Püree, das man natürlich irgendwie verwenden will, denn zum Wegwerfen ist es viel zu schade. Glücklicherweise gibt es für dieses Püree, auch „Okara“ genannt, eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel in Kuchenteig, Kekse oder Gemüsepfannen. Ich hab mich für mein erstes Okara-Rezept natürlich für etwas Süßes entschieden 😉

Wenn in eurer Küche kein Okara anfällt, dann könnte ich mir vorstellen, dass es auch mit pürierten weißen Bohnen funktioniert. Habe ich zwar noch nicht ausprobiert, aber ich denke die Konsistenz müsste ähnlich sein.

Die Cookie Bites sind mit dem Buchweizen-Vollkornmehl, sowie den Haferflocken und knackigen Walnüssen voll gepackt mit gesunden Zutaten. Ich snacke sie gerne zwischendurch für den kleinen Hunger oder nachmittags zum Kaffee. Ganz perfekt gesund sind sie natürlich nicht: Immerhin enthalten sie Zucker und Chocolate Chips. Doch ich persönlich bin durchaus bereit, ein wenig Schokolade in meinen gesunden Snacks willkommen zu heißen. Ach und für alle, die sich insgeheim ein wenig Sorgen machen, bei einer veganen Ernährung nicht genug Eiweiß zu bekommen, hier ein Fun Fact: Okara enthält anscheinend ähnlich viel Eiweiß wie Tofu! Wer hätte das gedacht? Somit könnte man die Cookie Bites fast als Protein-Bites betiteln. Ach ja, und glutenfrei sind sie auch noch, yeah!

Von der Konsistenz sind die Bites nicht wie Cookies sondern eher wie Kuchen im Mini-Format – herrlich!

Oh und hab ich schon erwähnt, dass die kleinen Kerle auch noch extrem lecker sind? Manchmal mache ich frische Sojamilch, nur um Okara für Cookie Bites zu bekommen 😉

Habt ihr schon mal mit Okara gekocht?

5.0 from 2 reviews
Ölfreie Okara-Cookie-Bites - meine Vorstellung von Detox
 
Vorbereitungszeit
Kochzeit
Zeit gesamt
 
Die Inspiration für die Cookie Bites war das Rezept für Okara Chocolate Chip Cookies auf der AndSoy Webseite, das ich nach meinen Vorstellungen abgewandelt habe.
Portionen: 25
Zutaten:
  • 300g Okara (nach dem Kochen der Sojamilch abgeseiht, hatte bei mir die Konsistenz von Kartoffelpüree)
  • 160g Buchweizenmehl
  • 40g Haferflocken (Feinblatt)
  • 50g Walnüsse, grob gehackt
  • 50g Schoko-Tröpfchen, vegan
  • ½ TL Salz
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1 TL Backpulver
  • 85g Rohrzucker (alternativ Birkenzucker - der war bei mir nur gerade aus)
  • 3 EL Ahornsirup
So wird's gemacht:
  1. Das Backrohr auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Alle Zutaten zu einem Teig verrühren.
  3. Ein Backblech mit Backpapier belegen oder einfetten. Mit angefeuchteten Händen kleine Portionen vom Teig abzwacken und zu Kugeln formen. Diese auf das Backblech setzen (es muss nicht allzu viel Abstand sein, denn die Cookie Bites gehen weder stark auf noch fließen sie auseinander).
  4. Im vorgeheizten Backrohr 15 Minuten backen.
  5. Am besten schmecken die Bites frisch. Danach lagere ich sie in einem verschließbaren Gefäß im Kühlschrank (weil ich so gut wie alles im Kühlschrank lagere), doch auch bei Raumtemperatur sollten sie sich luftdicht verschlossen ein paar Tage halten.

 

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  • Reply
    Brigitte von B.B.'s Bakery
    13. Januar 2017 at 10:07

    Liebe Elisabeth,

    Deine Bällchen sehen klasse aus und ich kann mir perfekt vorstellen, wie sie nacheinander in den Mund rollen, hihi.
    Es ist schon eine Zeitlang her, dass ich Okara verarbeitet habe, aber ich erinnere mich an richtig leckere Bratlinge. Mein Problem war eher, dass ich am Ende viel zu viel Okara hatte und gar nicht mehr wusste, wohin damit. 🙂 Aber jetzt mit Deinen Bites bekomme ich wieder richtig Lust darauf.

    Süße Grüße
    Brigitte

    • Reply
      Elisabeth
      13. Januar 2017 at 17:06

      Liebe Brigitte,

      vielen Dank! Ja die rollen fast von selber in meinen Mund, die Schlingel 😉
      Bratlinge mit Okara habe ich noch nicht versucht, aber die stehen auch schon auf der Test-Liste. Bisher hatten wir nur Cookie Bites und Okara angebraten mit Gemüse in Burritos, was auch lecker war.
      Ich werde in nächster Zeit auf jeden Fall noch mehr Okara-Rezepte testen, denn mindestens 1x pro Woche habe ich jetzt eine Portion zu verarbeiten.

      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Krisi von Excusemebut...
    14. Januar 2017 at 09:58

    Ich wusste erst gar nicht was Okara ist, hab zuerst an die Okra- Bohnegedacht;) Wo bekommst du den die Sojabohnen für deine Milch her? Habe bisher noch nirgends Sojabohnen entdeckt…
    Die Cookies sehen jedenfalls seeehr lecker aus, und ich kann mir richtig gut vorstellen was du mit der Konistenz meinst!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Reply
      Elisabeth
      14. Januar 2017 at 10:37

      Hey Krisi,
      bevor ich angefangen habe, Sojamilch zu machen, wusste ich auch nicht, was Okara ist 😉 Sojabohnen sind hier in Wien ziemlich leicht zu bekommen. Man kann sie eigentlich in jedem Reformhaus/Bioladen kaufen (einfach im Regal bei den Hülsenfrüchten) und ich bekomme sogar sowohl geschälte aus auch ungeschälte Sojabohnen unverpackt.
      Danke dir! Die Bites fallen definitiv in die Kategorie gesund und lecker 😀
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Anna
    14. Januar 2017 at 11:18

    Hallo Elisabeth,

    Wahnsinn, ich bin nicht der einzige Freak, der Okara verarbeitet 😀 Seit einem Jahr mache ich meine Sojamilch jetzt selber und finde es immer noch super 😀 Vor allem, dass ich damit schon über 150 Tetrapaks eingespart habe! Bisher habe ich auch fast alles davon verarbeiten können, ich mache damit Aufstriche (Freischnautze Mischen mit Tomatenmark+Gewürze oder Currypaste+Gewürze), Brownies, Quiche, Omlettes, Bratlinge, Falafel…. Und wenn ich das jetzt alles so aufschreibe, hört es sich noch schräger an… Ich nehme dafür eigentlich einfach Rezepte, in denen Bohnen vorkommen und ersetze das so ziemlich 1:1 mit Okara. Manchmal etwas weniger und etwas Wasser dazu, weil ich mein Okara sehr trocken ausdrücke (mit einem Wäschenetz). Meine Lieblingsrezepte sind diese hier, vielleicht ist da auch was für dich dabei:
    http://vegweb.com/recipes/okara-falafel
    http://www.healthyongreen.de/gemuesekuchen-mit-bohnen/
    Ich habe aber auch schonmal eine mediterranen Tofubällchen damit gemacht und den Tofu einfach durch mein trockenes Okara ersetzt. Da muss man dann einfach mit der Menge Semmelbrösel schauen, dass man die richtige Konsistenz hinkriegt 🙂
    Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf weitere Okararezepte von dir!

    Liebe Grüße
    Anna

    • Reply
      Elisabeth
      15. Januar 2017 at 17:59

      Liebe Anna,
      juhu, Freak-High-Five! 😀 Ich freue mich, dass du mit Okara-Rezepten etwas anfangen kannst! Und wow viele Dank für deine Tipps!! An Aufstrich hatte ich noch gar nicht gedacht, auch eine tolle Idee!
      Ich habe auch mit der Pflanzenmilchproduktion angefangen, weil ich die vielen Tetrapaks loswerden wollte und bin bisher wirklich zufrieden. Ich habe mir zu Weihnachten einen Kochmixer für genau diesen Zweck gewünscht, mit dem ist das Ganze wirklich ein Kinderspiel!
      Die Okara-Falafel und vor allem der Gemüsekuchen klingen toll! Das muss ich bald mal ausprobieren.
      Cool, dass Okara auch in den Tofubällchen funktioniert! Ich hatte auch schon im Kopf, dass ich gerne Okara-„Fleisch“-Bällchen machen möchte. Als nächstes ist ein Bratling dran, der kommt morgen online 🙂
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

      • Reply
        Anna
        26. Februar 2017 at 13:53

        Hallo Elisabeth,

        jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen, sie nachzumachen und ich finde sie super! Ich hab mich an das Originalrezept gehalten, also mit Weizen-VK-Mehl und mit Kokos, weil ich das beides noch da hatte. Den nächsten Anlauf werde ich dann aber auch mit Walnüssen machen. Ich bin echt begeistert von der Konsistenz! Kleine runde Minikuchen 🙂 Yummy 🙂 Vielen Dank für deinen Artikel!

        Gruß
        Anna

        • Reply
          Elisabeth
          26. Februar 2017 at 14:22

          Liebe Anna,
          oh toll das freut mich! Kokos ist sicher super drin, das war damals bei mir einfach aus 😉 Lass es dir schmecken 🙂
          Liebe Grüße,
          Elisabeth

  • Reply
    Karin
    20. Februar 2017 at 07:30

    Liebe Elisabeth,
    als Sojadrink-Selbermacherin bin ich immer auf der Suche nach Okara-Rezepten (Wink mit dem Zaunpfahl -> bitte noch mehr davon!). Die Bites habe ich mit einem Eisportionierer geformt, so bekommt man lauter gleich große Stücke und es sind so halbrunde Bällchen, die nett aussehen. Nach dem Backen waren sie recht „chewy“, aber nachdem sie ordentlich ausgekühlt waren, waren sie richtig lecker und haben auch unseren nicht-veganen Gästen geschmeckt. Verziert habe ich sie noch mit Schokoglasur-Streifen.

    Herzlichen Dank für das Rezept,
    lg, Karin

    • Reply
      Elisabeth
      20. Februar 2017 at 14:55

      Liebe Karin,
      haha ok ich gebe mir Mühe! Aktuell ist ein Kuchen in Arbeit aber der will noch nicht so recht wie ich mir das vorstelle…
      Das mit dem Eisportionierer ist ein super Idee, vielleicht sollte ich mir sowas mal zulege, der scheint ja für einiges recht praktisch zu sein…
      Wie schön, dass es euch und euren Gästen geschmeckt hat! Besonders das Lob von nicht-veganen Gästen hört man doch gerne 😀 Tolle Idee auch mit den Schokoglasur-Streifen, damit schauen die Bites sicher gleich interessanter und edler aus, den Trick merke ich mir 🙂
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Karin
    25. Februar 2017 at 13:31

    Liebe Elisabeth,
    jetzt wo ich wieder öfter Sojamilch mache gibt’s immer genug Okara zu verarbeiten. Aktuell fällt mir ein, dass man vielleicht auch diese Kekse einfach vom Geschmack her abändern könnte. Ja, der Eisportionierer ist praktisch, wenn man gleich große Mengen oder gleiche Formen haben kann, hab‘ so einen alten aus Metall von meiner Oma geerbt 🙂 Die Glasurstreifen – natürlich aus selbstgemachter Schoki 😉 machen es noch einen Tick schokoladiger und schauen nett aus…

    Liebe Grüße,

    Karin

    • Reply
      Elisabeth
      26. Februar 2017 at 11:01

      Ja du hast recht, geschmacklich kann man da sicherlich super abwandeln! Okara schmeckt ja selbst nicht nach viel, ich glaube da sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt 🙂

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