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Allgemein Nachhaltigkeit

Minimalismus für Anfänger: Aufräumen nach der KonMari-Methode

11. Juni 2016

Der heutige Post ist Teil zwei meiner Mini-Serie zum Thema Minimalismus. Nachdem ich euch im ersten Artikel erzählt habe, was Minimalismus für mich bedeutet, geht es heute an’s Eingemachte. Aufräumen, Ausmisten, Entrümpeln ist angesagt!

Die Idee mit dem Minimalismus ist ja schön und gut, doch wie kommen wir hin zu einer aufgeräumten Wohnung ohne überflüssiges Zeug wenn uns Aktionen wie die Packing Party zu aufwendig und unpraktikabel sind?

Ich habe schon einige Aufräum- und Ausmist-Aktionen hinter mir und meine Erfahrung war bisher leider, dass es nach einiger Zeit wieder genauso unordentlich ist wie vorher. Am Aufrechterhalten der neuen Ordnung bin ich gescheitert. Umso interessierter war ich, als ich das Buch „Magic Cleaning“ von der Japanerin Marie Kondo entdeckte, denn Marie verspricht: Wenn man einmal richtig nach ihrer Methode Ordnung schafft, gibt es keine Rückfälle mehr!

Klingt doch ziemlich verlockend! Laut Marie Kondo, die sich selbst gerne KonMari nennt, ist es wichtig in einem Rutsch, also in kurzer Zeit (max. 6 Monate) und wirklich perfekt aufzuräumen. Dann sei der Effekt so umwerfend, die Veränderung so frappant, dass wir nie wieder in alte Muster zurückrutschen.

Das Aufräumen geht grob in zwei Schritten vonstatten. Der erste Schritt ist das Entsorgen sämtlicher Gegenstände, die wir nicht mehr brauchen. Im zweiten Schritt bekommt dann jeder verbleibende Gegenstand einen festen Platz. Soweit alles klar.

Und so geht’s:

Zu Beginn des Prozesses lädt KonMari ein, sich Gedanken über die eigene Motivation zum Aufräumen zu machen. Warum wollen wir überhaupt Ordnung schaffen? Dazu sollen wir uns überlegen, wie der Lebensstil aussieht, den wir uns schon immer gewünscht haben. Möglichst intensiv und plastisch sollen wir uns vorstellen, wie unser ideales Leben aussieht.

Was ich an einem reduzierteren Lebensstil so toll finde, habe ich ja bereits im ersten Teil meiner Minimalismus-Serie anklingen lassen. Noch konkreter klingt das in meinem Fall etwa so:

Ich wünsche mir klare aber gemütliche Räume, die stets ordentlich und einsatzbereit, dabei aber nicht steril sind. Durch die herrschende Ordnung kann ich mich zuhause gut entspannen. Ich muss keine Energie für das Management von herumliegendem Krempel und das Verschieben von Papierstößen aufwenden. Wenn ich etwas brauche, weiß ich sofort, wo es ist. Ich habe ein schönes und funktionelles Arbeitszimmer in dem ich mich gut auf meine täglichen Aufgaben konzentrieren kann. Mein Besitz ist sorgfältig ausgewählt, macht mir Freude und belastet mich nicht, und ich habe dadurch genug Energie und Zeit, mich endlich um Projekte zu kümmern, die mir schon lange im Kopf herumschwirren, wie z.B. eine intensivere Auseinandersetzung mit Themen wie Zero Waste und Fair Fashion.

Außerdem finde ich einfach den Gedanken wunderschön, dass alles bis hin zur Handtasche einen festen Platz hat und nicht etwa beim Nachhausekommen in eine Ecke gepfeffert oder halt da abgelegt wird, wo gerade noch eine freie Fläche ist.

Foto via kaboompics.com

Foto via kaboompics.com

Gestärkt von meiner schönen Vision habe ich mich also an die Arbeit gemacht.

Glücksgefühl gibt den Ausschlag

Das Besondere an der KonMari-Methode: Das Entscheidungskriterium ist Glücksgefühl. Anstatt nach komplizierten Regeln zu bestimmen, ob ein Ding bleibt oder geht (z.B.: seit einem Jahr nicht getragen? – weg damit!) sollen wir jeden Gegenstand einzeln in die Hand nehmen und in uns hineinspüren, welches Gefühl er in uns hervorruft. Bringt er uns beim Berühren Glück und Erfüllung? Dann bleibt er! Wenn nicht, dann können wir uns von ihm verabschieden. Das Ziel ist, sich ausschließlich mit Dingen zu umgeben, die einem wirklich Freude machen.

Diese Herangehensweise der intuitiven Entscheidung war für mich etwas ganz Neues. Wenn wir uns bei der Entscheidung unsicher sind, liegt das oft daran, dass das Ding uns nicht glücklich macht, wir aber aus anderen Gründen denken, dass wir es nicht weggeben können/sollten/dürfen. Häufige Gedanken sind: „Das ist doch nützlich, vielleicht brauche ich das nochmal…“, „Das ist zu schade zum Wegwerfen und ich bin zu faul, es zu verkaufen“, „Das gefällt mir nicht aber es war ein Geschenk“.

Gretchen Rubin drückt es in ihrem Buch „The Happiness Project“ sehr treffend aus: Nur weil etwas grundsätzlich nützlich ist, heißt das nicht, dass es MIR nützlich ist! Natürlich kann es sein, dass wir das eine oder andere Ding weggeben und dann doch einmal gebrauchen können. Lieber besorge ich mir dann aber ein neues Exemplar (vielleicht kann ich es mir ja auch vom Nachbarn leihen), als vorbeugend den wertvollen Platz in meiner Wohnung Bergen von Dingen zu überlassen, nur um alle Eventualitäten abzudecken.

Zum Thema „zu schade für den Müll“: Wir denken, dass wir Dinge wertschätzen, wenn wir sie nicht wegwerfen. Bis zu einem gewissen Grad stimmt das auch, es ist schöner und ressourcenschonender, wenn wir für ungeliebte Gegenstände einen neuen Besitzer finden. Oft ist das aber gar nicht so leicht und mit einigem Aufwand verbunden, weshalb wir den Gegenstand aus Trägheit halt selbst behalten. Wertschätzung ist das aber nicht! Ich plädiere deshalb dafür, es sich zu erlauben auch mal noch brauchbare Gegenstände in den Müll zu werfen, denn das ist besser als wenn sie unseren Lebensraum verstopfen und damit am Ende auch keinem etwas Gutes tun. Ich zumindest hätte Aufräumen im nötigen Ausmaß nicht geschafft, wenn ich mich nicht das ein oder andere Mal über mein schlechtes Gewissen hinweggesetzt hätte.

Das Gleiche gilt natürlich auch für Geschenke. Der Zweck des Dings ist oft einfach die Freude darüber, dass ein lieber Mensch uns etwas schenkt. Diese Aufgabe hat es somit bereits erfüllt und den Gegenstand selbst müssen wir deshalb nicht für immer und ewig aufbewahren.

Durch das intuitive Entscheiden kommt man beim Ausmisten schnell voran und ich bekam rasch ein Gespür dafür wann mich ein Gegenstand glücklich machte und wann nicht. KonMari hat eine fast spirituelle Beziehung zu Gegenständen: Entscheiden wir uns gegen ein Ding, dann bedanken wir uns bei ihm für seine Dienste und können es danach in den Müllsack oder die Spenden-Box entlassen. Wie befreiend!

Foto via pixabay.com

Foto via pixabay.com

Für den erfolgreichen Prozess ist übrigens dieser taktile Kontakt zu jedem einzelnen Gegenstand unerlässlich. Sich einfach vor das Bücherregal oder den Kleiderschrank stellen und hineinschauen gilt nicht! Nur beim Berühren merken wir deutlich, wie wir uns mit einer Sache fühlen, so KonMari, und es stimmt tatsächlich!

Alles eine Frage der Perpektive

Auffallend ist bei diesem Konzept außerdem, dass der Fokus nicht darauf liegt, zu entscheiden, was wir entsorgen wollen und sollen. Vielmehr geht es darum, die Dinge auszuwählen, die uns wirklich Freude bringen und nur diesen einen Platz in unserem Leben zu geben. Das ist nämlich viel leichter! Dieser Effekt kommt mir bekannt vor vom Fotos-Aussortieren: Es ist fast unmöglich, Foto-Massen effektiv zu verringern, wenn man sich überlegt, welche gelöscht werden können. Wenn ich es so anfange, sitze ich ewig und am Ende sind es nicht viel weniger geworden. Suche ich aber stattdessen nach meinen Lieblingen und speichere die in einem separaten Ordner, kann ich danach meist die restlichen Fotos löschen da ich dann sehen kann, dass ich sie gar nicht brauche. Geht es euch auch so? Es macht absolut Sinn, diese Strategie auch bei allen anderen Dingen anzuwenden. Merke: Wir entscheiden uns nicht GEGEN sondern FÜR etwas!

Dieser einfache Perspektivenwechsel macht einen Riesen-Unterschied!

„Um die Dinge, die wir behalten, richtig wertzuschätzen, müssen diejenigen, die ihre Aufgabe erfüllt haben, weggeworfen werden.“ – Marie Kondo

Auf „Los“ geht’s los!

Zwei Regeln gibt es beim Aufräumen:

  1. Es wird immer nach Kategorie und nicht nach Zimmer oder Aufbewahrungsort aufgeräumt. Wir tragen also z.B. sämtliche Bücher aus der ganzen Wohnung zusammen an einen Platz und sehen dadurch erst so richtig, wie viele wir eigentlich haben.
  2. Marie Kondo empfiehlt für ein erfolgreiches Ausmisten die Kategorien in einer festgelegten Reihenfolge abzuarbeiten. Wir fangen mit der leichtesten Kategorie (Kleidung) und arbeiten uns nach und nach weiter vor bis zu der Kategorie von der wir uns am schwersten trennen können (Erinnerungsstücke). Sind wir bei der letzten und schwierigsten Kategorie angelangt, haben wir bereits Übung im Loslassen von Dingen und haben Vertrauen in unsere Intuition entwickelt.

Die Kategorien:

  1. Kleidung, Schuhe, Accessoires
  2. Bücher
  3. Papiere und Unterlagen (weg mit den 1.000 Bedienungsanleitungen!)
  4. Kleinzeug (dazu zählt alles vom Inhalt der Küchenschränke über technische Geräte bis hin zu Kosmetikprodukten etc. – alles, was sich so in einem Haushalt ansammelt eben)
  5. Erinnerungsstücke (in diese Kategorie fällt alles, was für uns Erinnerungswert hat und uns nostalgisch werden lässt, also Dinge wie Fotos, Jahrbücher, Souvenirs, Geschenke an denen wir hängen etc.)

Marie gibt zu jeder Kategorie eine Menge Tipps und Tricks. Am wichtigsten: Nicht das Ziel aus den Augen verlieren – unser ideales Leben.

Mein Fazit:

Ich habe noch nie so erfolgreich ausgemistet und mich so gründlich von Ballast befreien können wie nach der Lektüre von „Magic Cleaning“. Noch ist mein Prozess nicht abgeschlossen aber es hat sich schon viel bewegt und mein Leben ist deutlich leichter, freier und ja, tatsächlich glücklicher geworden.

Etwas gestört hat mich, dass Marie sich nicht für die möglichst gute Weiterverwertung der ausgemisteten Dinge interessiert. Sie wirft anscheinend alles ohne Ausnahme auf den Müll und damit kann ich mich nicht anfreunden. Wo es gut möglich ist, bin ich auf jeden Fall dafür, ausgemistete Gegenstände zu spenden oder weiterzuverkaufen.

Kennt ihr die KonMari-Methode schon? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Oder habt ihr eine andere Methode, auf die ihr schwört? Erzählt mir mehr davon in den Kommentaren!

So, das war es schon mit Teil zwei der Minimalismus-Mini-Serie. Im nächsten Teil berichte ich euch von meinen persönlichen Erfahrungen und fasse die Tipps und Tricks zusammen, die mir am besten geholfen haben, Ordnung und Übersicht zu schaffen.

 

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  • Reply
    M21
    12. Juni 2016 at 09:50

    Liebe Elisabeth,

    vielen Dank für die tolle Zusammenfassung! Ich habe Marie Kondo ja auch soeben erst für mich entdeckt.

    Da wir bald umziehen, werde ich ihren Ansatz ebenfalls ausprobieren: nur das in die Hand zu nehmen, was mir lieb und teuer ist. Ich bin gespannt, wie viele Dinge sich danach noch in meinem Besitz befinden werden.

    Herzliche Grüße
    M21

    • Reply
      Elisabeth
      13. Juni 2016 at 11:10

      Liebe M21,
      ich freue mich, dass mein Artikel dir gefallen hat! Viel Erfolg beim Aussuchen der Lieblingsstücke! Gerade bei einem Umzug ist ja jede Kiste weniger ein Segen 🙂 Ich bin schon gespannt, was du dann berichtest.
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Sabine
    12. Juni 2016 at 19:21

    Danke dir für die schöne Inspiration! Super geschrieben! Ich hab dieses Buch letztes Jahr gelesen, mag das „Feng shui des Alltags“ auch sehr gern. Du hast es super auf den Punkt gebracht… Ich mache mich ab Montag an die Arbeit.

    • Reply
      Elisabeth
      13. Juni 2016 at 11:12

      Liebe Sabine,
      danke dir, ich freue mich, dass ich dich auch zu neuen Ausmist-Taten inspirieren konnte 🙂 Feng Shui des Alltags kannte ich noch gar nicht, vielen Dank für den Tipp! Das scheint ja auch ein richtiger Klassiker auf dem Gebiet zu sein. Werde ich mir demnächst auf den Kindle laden!
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Jenni
    13. Juni 2016 at 08:43

    Liebe Elisabeth!

    Da ist er ja schon – der erste Beitrag zur Inspiration! 🙂
    Ich finde diese Methode sehr interessant und kannte sie bis dato noch gar nicht – danke für’s Vorstellen! Ich muss gestehen, dass ich bei meinen Ausmist-Aktivitäten nach einem ähnlichen Muster vorgegangen bin: Erst die Kleidung – das ist irgendwie immer am einfachsten. Am schwierigsten sind für mich tatsächlich Bücher und solche Dinge, an denen Erinnerungen hängen. Bisher habe ich zwei Runden durch unsere Wohnung gedreht und dabei immer wieder von vorne angefangen: Kleidung, Schuhe, Bücher, Erinnerungsstücke, Alltagsmüll…Es haben sich mittlerweile insgesamt wahrscheinlich 6 oder 7 Umzugskartons angesammelt – und ich habe noch nicht einmal den Keller ausgeräumt. Ein bisschen ist mir das wirklich peinlich…
    Ich bin aber ebenfalls auf jeden Fall dafür, die aussortierten Sachen sachgemäß weiterzuverwenden – alles andere ist nun wirklich nicht ökologisch und da sie Sachen nun einmal im Konsumentenkreislauf sind, sollte man sie auch so lange wie möglich dort behalten, also verschenken oder verkaufen. Es findet sich immer jemand, der sich über solche Dinge freut. 🙂

    Ich bin schon gespannt auf deine weiteren Artikel!

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Elisabeth
      13. Juni 2016 at 11:19

      Liebe Jenni,
      ich finde Kleidung auch schon immer am einfachsten, wobei ich durch die KonMari-Methode echt nochmal ebachtlich größere Erfolge hatte 🙂 In Runden Aufräumen finde ich auch nicht schlecht, auch da wird man durch die gesammelte Erfahrung immer gründlicher und greift mit der Zeit härter durch 😉 Mein Keller ist übrigens auch noch nicht ausgeräumt, das steht mir noch bevor!
      Ich finde es wie gesagt auch wichtig, die Sachen wenn möglich nicht wegzuwerfen. Andererseits schaffe ich es auch nicht, für alles einen neuen Besitzer zu finden. In den Fällen erlaube ich mir dann das Wegwerfen, denn wenn das Ding bei mir im Schrank verstaubt, ist der Erde damit auch nicht geholfen. Besonders wichtig finde ich deshalb eine gute Defensiv-Strategie für die Zukunft, damit ungeliebte, ungewollte und nicht benötigte Sachen gar nicht erst zur Tür hereinkommen.
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Kirschbiene
    14. Juni 2016 at 01:56

    Huhu Elisabeth,
    ich finde diese Methode echt interessant – und bin bisher oft intuitiv so vorgegangen :-). Ich sehe es wie du, dass manchmal nur Wegwerfen hilft, denn wenn ich für jedes ausgemistete Schätzchen erst einen neuen Besitzer finden müsste, würde ich wohl leider ewig auf manchen Sachen hocken … Hemmungen habe ich vor allem beim Ausmisten von Büchern und Zeitschriften, einfach ist es bei Kleidung. Hast du einen Tipp, was ich mit Kosmetik- und Pflegeprodukten machen kann, die sich im Bad angesammelt haben? Du kennst ja sicherlich diese Gratisproben oder alte, angebrochene Cremes und Co? Künftig werde ich bei solchen Dingen selektiver sein und gar nicht erst nach Hause schleppen – doch um jetzt Luft zu bekommen, hilft wohl nur der Restmüll?
    Liebe Grüße
    Bianca

    • Reply
      Elisabeth
      14. Juni 2016 at 07:42

      Hey Bianca,
      ja ich komme mit dem Ansatz echt gut zurecht 🙂 Bei Fotos hatte ich die Strategie ja auch schon im Einsatz aber irgendwie ist es mir nie in den Sinn gekommen, das auch auf andere Bereiche auszuweiten. Vermutlich weil ich da oft noch zu viel schlechtes Gewissen habe, etwas wegzuwerfen.
      Hmmm Pflegeprodukte… mir fällt da auch nur Müll ein, vor allem weil sich die Sachen ja oft gar nicht sooo lange halten und nach einiger Zeit schon ranzig werden. Aber verschlossene Produkte kann vielleicht eine Sammelstelle für Flüchtlinge o.Ä. gebrauchen? Viel Erfolg beim Ausmisten!
      Alles Liebe,
      Elisabeth

  • Reply
    Jenni
    16. Juni 2016 at 09:02

    Liebe Elisabeth, liebe Bianca!

    Ich schalte mich da einmal kurz ein: Ich habe bei meinen Runden durchs Haus auch mehrere Kosmetikprodukte in die Hände bekommen, die noch ungenutzt waren. Einige davon habe ich meiner Familie geschenkt, andere habe ich an die Flüchtlinge weitergegeben. Die Menschen freuen sich wirklich über solche Dinge (gehören sie wahrscheinlich doch eher weniger zu den Dingen, die gespendet werden) und waren sehr dankbar. Ich glaube, vor allem für die Frauen sind solche Dinge wichtig – ich habe mich einmal damit beschäftigt, wie wichtig Schönheit auch und vor allem in Kontexten von Krisensituationen im Leben sein kann. Ohne ins Hobbypsychologische abdriften zu wollen: Ich wäre auf jeden Fall dafür, es mit solchen Produkten einmal bei der örtlichen Tafel oder so zu versuchen! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Elisabeth
      16. Juni 2016 at 16:59

      Liebe Jenni,
      danke für deinen Kommentar! Ich habe auch gehört, dass gerade Kosmetik-Produkte von Flüchtlingen gerne angenommen werden. Ich denke also auch, dass man die gut anbringen kann, wenn die Produkte noch gut sind 🙂
      Deinen neuen Artikel muss ich mir gleich mal durchlesen!
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

    • Reply
      Kirschbiene
      19. Juni 2016 at 21:15

      Huhu Jenni,
      danke für deinen Einwurf. Ich werde mich mal schlau machen, wo man hier Pflege- und Kosmetikprodukte abgeben/spenden kann. Diesen Gedanken finde ich sehr gut. Ich habe vor längerer Zeit mal von einem Spendenaufruf im Radio gehört, bei dem es nämlich genau darum ging, Lotions, Cremes & Co für geflüchtete Frauen zu spenden. Jetzt, wo du davon schreibst, ist mir dieser Aufruf wieder eingefallen :-).
      Liebe Grüße
      Bianca

  • Reply
    Saskia
    18. Januar 2017 at 19:04

    Liebe Elisabeth,

    Vielen Dank für die schöne Zusammenfassung. Tatsächlich hatte ich vor einiger Zeit schon von dem Buch „Magic Cleaning“ gehört und spielte seitdem mit dem Gedanken dieses zu kaufen. Jetzt weiß ich, dass es eine Investition wert ist. Danke dafür. 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Saskia

    • Reply
      Elisabeth
      18. Januar 2017 at 20:09

      Liebe Saskia,
      oh super, ich freue mich sehr, dass dir mein Artikel gefallen und weitergeholfen hat! Es ist echt so befreiend, endlich all die Dinge loszulassen, die zwar theoretisch nützlich sind, praktisch aber nur die Wohnung verstopfen <3 Viel Spaß beim "Magic Cleaning" 🙂
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Susann Winkel
    31. Januar 2017 at 17:56

    Liebe Elisabeth,

    eben bin ich auf deinen Post und den wirklich tollen Blog gestoßen – Kompliment! Seit Jahresbeginn versuche ich mich auch an einer grundsätzlich neuen und vor allem stark reduzierten Ordnung. Die KonMari-Methode kannte ich zwar in groben Zügen, es war allerdings fast eine Offenbarung, als ich mir vorige Woche die Bücher geholt habe. Das Aufräum-High, das du beschreibst, kenne ich mittlerweile auch. Was mir sehr an der Methode daran gefällt, ist der ganzheitliche Ansatz. Mit der Reduktion der Überfülle geht eine größere Achtsamkeit für das Verbliebene einher und gleichzeitig wird man selbst befreiter, ruhiger, konzentrierter.

    Meine Aufmerksamkeit für die Dinge in der Wohnung und im gesamten Haus ist enorm gesteigert. Auch dafür, wie lieblos ich doch mit manchen Sachen bisher umgegangen bin. Nachdem ich mit der Kleidung, den Büchern, Zeitschriften und einem Teil des Papierkrams fertig nun fertig, fahre ich mittlerweile zweigleisig. Eines meiner beiden Arbeitszimmer ist zur „Entrümpel-Zentrale“ geworden. Dorthin schleppe ich jetzt alle Mögliche vom gesammelten Bestand an Stoffbeuteln bis zur Kiste mit den Kugelschreibern und arbeite mich mit der KonMari-Methode tapfer durch. Gleichzeitig verändere ich jeden Tag hundert Kleinigkeiten im übrigen Haus sozusagen nebenbei. Mal verbanne ich hässliche Werbegeschenke und Probepackungen, dann befreie ich Dinge aus ihren Umverpackungen und oder von Etiketten/ Aufklebern, die sie noch immer auspreisen.

    Es klingt vielleicht seltsam, aber ja, das macht Spaß. Vor allem mit der Aussicht, dass das Aufräum-Fest ja nicht ewig dauern wird. In der kurzen Phase bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Aufräumen und das Putzen nicht mehr so ein Krampf sind wie davor. Dass Entrümpeln ansteckend ist, dass man tolle Dinge (wieder-)entdeckt und dass unter all dem Zeugs doch eine ganz wunderbare Wohnung wieder zum Vorschein kommt.

    Liebe Grüße
    Susann

    • Reply
      Elisabeth
      1. Februar 2017 at 10:12

      Liebe Susann,

      es freut mich, dass du den Weg zu mir gefunden hast und dir mein Blog gefällt, und vielen Dank für deinen Kommentar und deine Erfahrungen!

      Das klingt ja fantastisch! Mir ging es da ganz ähnlich wie dir 🙂 Für mich war diese Erkenntnis auch sehr wichtig, dass man eben erst dann die nötige Aufmerksamkeit für seine liebsten Dinge hat, wenn das ganze Gerümpel rundherum endlich weg ist. Bei uns in der Wohnung hat sich mittlerweile eine ganz gute Grundordnung eingestellt, die irgendwie automatisch kam, als nach und nach jedes Ding seinen festen (gut zugänglichen) Platz bekam. Verbesserungsbedarf gibt es nach wie vor in so manchen Zonen, aber es ist wie du sagst: Ausmisten und Aufräumen mit dieser Methode macht Spaß und gibt einen richtigen Energieschub 😀

      Die Idee mit der Entrümpel-Zentrale finde ich gut und ja diese vielen kleinen Schritte summieren sich ziemlich schnell!

      Noch viel Freude und Erfolg beim weiteren Ballast-Abwerfen!

      Liebe Grüße,
      Elisabeth

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