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Brot & Gebäck

Mein erstes Sauerteigbrot: Pain Bordelaise

23. Juni 2016
Sauerteigbrot

Nach drei Artikeln zum Thema Minimalismus, Aufräumen und Ausmisten ist es mal wieder höchste Zeit für einen Food-Post! Eine schöne Nebenwirkung von mehr Ordnung ist praktischerweise, dass ich endlich die Energie habe, Projekte anzugehen, die schon lange in meinem Hinterkopf darauf warten, dass ihre Zeit gekommen ist. Zum Beispiel Sauerteigbrot!

Früher war ich keine große Brot-Esserin aber seit ich das göttliche Brot von Joseph Brot kenne, bin ich irgendwie auf den Geschmack von wirklich tollem Sauerteig-Brot gekommen. Kann man natürlich (für eine stolze Summe) regelmäßig kaufen, aber selber machen ist sehr spannend und ein Erfolgserlebnis der ganz besonderen Art. So „zurück zum Ursprung“ und selbstversorgermäßig fühlt man sich als Stadtbewohnerin selten 😀

Das passende Rezept hatte ich schon vor ein paar Monaten abgespeichert: Pain Bordelaise, entdeckt bei Melissa von Gourmandises Végétariennes, die es wiederum vom Milchmädchen hat.

Zuerst musste natürlich ein Sauerteig her. Wenn man sich die detaillierten Anleitungen im Internet so anschaut, ist die Sauerteigherstellung erst mal recht einschüchternd, obwohl es ja eigentlich um nichts anderes geht, als Mehl mit Wasser zu verrühren, und abzuwarten. Mit moralischer Unterstützung einer Freundin hab ich mich schließlich doch herangewagt und nach einigen Tagen päppeln, füttern und gut zureden hatte ich tatsächlich mein eigens produziertes „Anstellgut“. Ich konnte es kaum glauben 😉

Sauerteig

Meinen Sauerteig habe ich aus Dinkelvollkornmehl gezüchtet. Als nächstes will ich es aber mal mit Roggen versuchen. Bis mein Anstellgut so richtig auf Trab war, hat es ca. 5 Tage gedauert. Zwischendurch dachte ich schon, es wird nichts mehr und habe versucht, mit der Wärmeflasche und Einpacken in Geschirrtücher nachzuhelfen. Anleitung sowie Tipps und Tricks hab ich mir bei’m Pötzblog geholt. Am Anfang klingt das alles unglaublich kompliziert aber mit ein bisschen Herumexperimentieren wird vieles schnell klarer. Das Schöne ist, dass das auch nicht viel Zeit und Mühe kostet, höchstens 2-3 Minuten täglich.

Nach dem Backen war ich furchtbar ungeduldig und konnte leider nicht warten, bis das Brot vollkommen ausgekühlt war. So schaut’s innen aus:

Sauerteigbrot 2

Leider ist es nicht so großporig geworden wie erhofft. Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte? Ich hatte nicht die richtige Mehltype, nämlich T 480 statt T 550. Auch bei Sauerteig hatte ich ein anderes Mehl, nämlich Dinkelvollkorn, das auch im Hauptteig anstelle des Weizenvollkorns zum Einsatz kam (hatte kein Weizen-VK-Mehl da). Außerdem kam mir beim Kneten in der Küchenmaschine der Teig erst zu fest vor, also kam etwas Wasser dazu. Anschließend fand ich ihn zu weich, also hab ich noch etwas Mehl eingeknetet. Da verschieben sich natürlich die Mengenverhältnisse. Pizzastein hab ich auch (noch) keinen, vielleicht beeinflusst auch der das Ergebnis?

Naja, verdammt lecker ist es trotzdem! Ein Hochgenuss einfach mit (veganer) Butter bestrichen und etwas Salz bestreut. Das ist der wahre Brot-Himmel! <3 Ich bin jetzt gespannt, wie es mit der Haltbarkeit aussieht, also wie lange es frisch bleibt.

Wenn ich mehr herausgefunden habe bezüglich Haltbarkeit und dem Grobporigkeits-Thema, gibt’s hier ein Update!

Bis dahin für das Rezept einfach auf die beiden oben verlinkten Blogs rüberklicken.

Ich habe übrigens, wie gesagt, weder Pizzastein, noch Schwadenfunktion im Ofen, noch Gärkörbchen oder Brotschieber. Geklappt hat es trotzdem überraschend gut! Anstelle des Gärkörbchens kam ein mit Kartoffelstärke und Universalmehl bemehltes Geschirrtuch in eine Schüssel. Besprüht habe ich mit einer ganz normalen Plastik-Sprühflasche.

Der gesamte Brotbackprozess mit all den Gehzeiten und Reifezeiten ist zwar recht lang, die tatsächliche Arbeitszeit dabei aber relativ gering. Ich glaube für uns gibt es jetzt öfter selbstgebackenes Brot!

Habt ihr schon Erfahrung mit Sauerteig-Bäckerei? Ich bin echt begeistert, ist halt schon nochmal was anderes als Brot aus Hefeteig.

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  • Reply
    Melissa
    23. Juni 2016 at 17:58

    Hui, na das ging ja schnell mit dem Bloggen. 😉
    Juhuuu, das erste Sauerteigbrot ist immer was besonderes. Toll, dass du deinen Sauerteig sogar selbst herangezüchtet hast!

    Ich bin auch nicht so firm in Brotbacktheorie, aber eins der wenigen Dinge, die ich weiß (von Günther Weber, falls dir der Name ein Begriff ist): Nachträglich Wasser an den Teig ist nie ein Problem, nachträglich Mehl hinzufügen aber schon. Du knetest das Mehl ja, damit sich Klebstoffe entwickeln und wenn die mal da sind, dann ist es schwer, noch mehr Mehl unterzubringen.
    Mein Tipp für große Löcher außerdem: Mut haben zum weichen Teig! Hab ich schon einige Male gelesen und kann es aus eigener Erfahrung auch bestätigen.

    Liebe Grüße
    Melissa

    • Reply
      Elisabeth
      23. Juni 2016 at 22:31

      Liebe Melissa,

      haha, ja ich war voll der Brot-Energie und die Fotos waren auch schnell gemacht, also ging mir der Post leicht von der Hand 😉
      Ich bin auch noch immer ganz beeindruckt, dass das mit dem Sauerteig tatsächlich geklappt hat.
      Danke dir für deine Tipps! Die Mehl-Wasser-Sache macht definitiv Sinn, da hätte ich selber gar nicht dran gedacht. Nächstes Mal werde ich mich um einen feuchteren Teig bemühen 🙂

      Und danke nochmals für die tolle Rezept-Inspiration!

      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Susanne
    23. Juni 2016 at 21:04

    Nur Mut! Feuchter Teig und Gußeisen Topf 🙂 habe das Brot auch mal zusammen mit dem ‚milchmädchen’gebacken. Lecker aber mir fehlte das Fluffige 🙂 LG Susanne

    • Reply
      Elisabeth
      23. Juni 2016 at 22:34

      Liebe Susanne,

      danke für deinen Kommentar! 🙂 Das mit dem feuchten Teig schreib ich mir definitiv hinter die Ohren, da achte ich das nächste Mal drauf! Vom Brot im Topf hab ich auch schon gehört, leider hab ich (noch) keinen aus Gusseisen. Geht es auch mit Emaille?
      Welches Brotrezept würdest du denn empfehlen für mehr Fluffigkeit? Nach meinem Anfangserfolg bin ich ganz motiviert, noch mehr auszuprobieren 😉

      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    milchmädchen
    24. Juni 2016 at 09:47

    Auch von mir nochmals: herzliche Gratulation!
    Zusätzlich zu dem, was meine Vorrednerinnen gesagt haben: Das Dinkelmehl könnte ein Problem gewesen sein – Dinkel hat nicht ganz so gute Klebergerüsteigenschaften wie Weizenmehl. Viel hängt wiegesagt auch vom derzeitigen Zustand des Sauerteigs ab – vielleicht sieht das Ergebnis nach zwei, drei Wochen Pflege auch schon ganz anders aus.
    Mit der Frische des Pain bordelaise ist es leider nicht weit her: mir war’s immer zu schnell zu trocken.

    • Reply
      Elisabeth
      24. Juni 2016 at 21:31

      Dankeschön! 😀
      Danke für deinen Kommentar! Ich hab auch schon überlegt, ob es am Dinkel liegen könnte, das nächste Mal versuch ich es mal exakt nach Rezept mit Weizen. Unser angeschnittener Laib war heute Morgen auch schon etwas trocken leider, aber egal, wir haben ihn aufgegessen 😉

  • Reply
    Jenni
    25. Juni 2016 at 15:35

    Liebe Elisabeth!

    Das ist ein wirklich toller Artikel – ich finde frisches Brot immer so unfassbar ästhetisch!
    Ich backe mein Brot ausschließlich selbst, habe aber schon lange keines mehr mit Sauerteig (und noch längeres keines mehr mit selbst angesetztem Sauerteig) gemacht. Das wird sich in nächster Zeit aber definitiv ändern – nun werden die letzten Fertigpackungen Sauerteig verbacken und dann geht es minimalistisch wieder an Eigenzüchten. 🙂
    Ich freue mich schon darauf! Sowieso backe und koche ich aktuell nach dem Prinzip des Möglichst-schnell-alle-alten-Packungen-Aufbrauchens. Aber das kennst du ja von der Use-up-along-Challenge auch sehr gut. 😉

    Supertoll, dass du dein eigenes Brot gebacken hast – ich kann dich nur ermuntern, das weiter zu tun! Man gewöhnt sich so schnell daran und es ist auch gar nicht schwer. 🙂

    P.S.: Der Plötzblog ist in dieser Hinsicht wirklich Gold wert! Ich glaube, das ist der beste Brotblog, den es gibt.

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Elisabeth
      27. Juni 2016 at 17:56

      Liebe Jenni,

      danke dir! Ich finde frisches Brot auch immer einen wunderschönen Anblick 😀 Und wenn es dann auch noch selbst gemacht ist… Ich wusste gar nicht, dass du so eine fleißige Brot-Bäckerin bist! Ich will mir das regelmäßige Backen auch definitiv zu Gewohnheit machen, allein für das regelmäßige Erfolgserlebnis lohnt es sich bestimmt!
      Die Anleitungen im Pötzblog fand ich auch mit Abstand am besten!
      An’s Packungen aufbrauchen könnte ich mich auch mal wieder machen, damit der Vorratsschrank nicht in’s alte Chaos zurückfällt! Inzwischen haben sich schon wieder ein paar Sachen angesammelt…
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Kirschbiene
    26. Juni 2016 at 03:12

    Huhu Elisabeth,
    das Brot sieht fantastisch aus! Für mich leider nur zum Anschauen geeignet, da mein Körper bei Gluten streikt. Ich finde das Selbermachen aber einfach unglaublich toll – da erfährt das Brot, das heute so oft zu einem Massenprodukt von der SB-Theke geworden ist, eine ganz andere Wertschätzung. Weiterhin viel Erfolg bei deinen Brotbackversuchen!
    Liebe Grüße
    Bianca

    • Reply
      Elisabeth
      27. Juni 2016 at 17:59

      Liebe Bianca,

      hach ja das Gluten… es geht ja viel ohne aber gerade beim Brotbacken liebe ich es doch sehr. Ich stimme dir total zu, ich finde es auch unglaublich toll, etwas so Alltägliches selbst zu machen. Es macht mich jedes Mal richtig zufrieden, meine eigenen Backwerke zu verspeisen, besonders bei Brot, Brötchen generell Hefe-Gebäck.
      Danke dir! Ich bleib auf jeden Fall dran am Sauerteigbrot :-)))
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

      • Reply
        Kirschbiene
        27. Juni 2016 at 22:22

        Ja, es erfüllt einen mit Stolz und Freude, wenn man sein eigenes, duftiges Brot aus dem Ofen holt. Das geht mir selbst bei glutenfreien Broten nicht anders. Im Selbermachen steckt einfach unglaublich viel Potenzial zum Glücklichsein, wie ich finde :-).
        Liebe Grüße
        Bianca

        • Reply
          Jenni
          28. Juni 2016 at 07:07

          Liebe Bianca!

          Das hast du wirklich schön gesagt! „Potenzial zum Glücklichsein“. Ich glaube, besser kann man das nicht formulieren.
          Danke für diese schönen Worte. 🙂

          Liebe Grüße
          Jenni

        • Reply
          Elisabeth
          28. Juni 2016 at 10:06

          Liebe Bianca,
          Brot backen macht wirklich glücklich und stolz! Und klar, ob mit oder ohne Gluten spielt da keine Rolle dafür 🙂 Selbermachen ist Glück, da hast du vollkommen recht <3

  • Reply
    Ben
    10. Juli 2016 at 15:58

    Kennst du ploetzblog.de und ketex.de?

    • Reply
      Ben
      10. Juli 2016 at 15:59

      ok, sry, überlesen… kannste beides löschen -.-

      • Reply
        Elisabeth
        14. Juli 2016 at 08:21

        Hallo Ben! Ketex.de kannte ich tatsächlich noch nicht 🙂 Danke für den Tipp!

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