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Geschenke aus der Küche Süßes Vegetarisch

Mandel-Lavendel-Kekse

8. Oktober 2010

Endlich bin ich nun dazugekommen, Katharinas Lavendelkekse nachzubacken! Das Rezept dazu hat sie in den Kommentaren zu den Schwedischen Zimtschnecken gepostet. Backen mit Lavendel, oder generell das Essen von Blumen, hat doch irgendwie etwas Exotisches, das war also ein großer Anreiz für mich. Außerdem liebe ich Lavendelduft! Die ätherischen Öle beruhigen in Stresssituationen und machen einfach glücklich. Hmmm, und zu guter Letzt bin ich ein Määädchen und mag Lila. Ich habe mich ziemlich genau an Katharinas Rezept gehalten, nur die Mengen leicht an meine Vorratssituation angepasst und Vanillezucker hinzugefügt. Neu ist bei mir der Lavendel-Zitronen-Sirup mit dem die Kekse nach dem Backen bestrichen werden: Da ich für den Lavendelzucker keinen Staubzucker sondern feinkörnigen Rohrohrzucker genommen habe, hatte ich Angst, dass der nicht richtig haften bleibt. Mitbacken wollte ich ihn auch nicht, also hab ich mir einen „Klebstoff“ überlegt. Der erste Sirupversuch ließ noch zu wünschen übrig, weil ich die Lavendelblüten mitgekocht hatte und das Ergebnis dann etwas bitter im Nachgeschmack war. Beim zweiten Anlauf hat es aber geklappt, ich habe einfach einen Zitronensirup gekocht, den kurz abkühlen gelassen und die Lavendelblüten dann erst reingeworfen, zum Durchziehen.

Das mit dem Lavendelzucker war auch ein etwas umständlicher Lernprozess: Ich wollte den Zucker mit den Lavendelblüten drin rezeptgetreu zermörsern, und irgendwie ging das nicht. Möglicherweise lag das daran, dass ich zwar die Blütern zermörsern wollte, den Zucker in seiner hübschen Kristallform aber erhalten… manchmal bin ich unlogisch. Ich habe die Blüten dann rausgesiebt und separat zermörsert (Vorher- und Nachherbilder siehe oben), dann nur noch 1 TL des somit entstandenen Lavendelstaubes zurück in den Zucker getan (damit nichgt allzuviel grün-gräulicher Staub meine Kekse verunstalten möge). Den Teig musste ich übrigens auch zweimal machen, weil ich beim ersten Mal aus unerfindlichen Gründen die doppelte Menge Zucker genommen hatte. Nach so vielen Mühen ist es nur recht und billig, dass die Kekse auch hervorragend schmecken. Der Lavendelgeschmack ist zwar nur sehr zart, aber wer will schon aufdringlich sein. Trotz des großzügigen Zuckerbelages sind die Kekse gerade richtig süß, schmecken sehr angenehm nach Mandeln haben dank Lavendel das gewisse Etwas und einen Hauch Exotik. Eine schöne Abwechslung und ein außergewöhnliches Mitbringsel!

Hier also das Rezept (danke Katharina!) inklusive meiner Änderungen und Ergänzungen:

Mandel-Lavendel-Kekse

Ein paar Tage bis zu mehrere Wochen vorher:

Lavendelzucker:

Zucker (bei mir feinkörniger Rohrohrzucker) mit getrockneten Lavendelblüten mischen. Ich weiß das Verhältnis nicht mehr, aber so in etwa 2 EL Lavendelblüten auf 5 EL Zucker waren es bei mir.  In ein verschließbares Glas füllen und mindestens ein paar Tage lang stehen lassen, bei mir waren es aber 5 Wochen glaube ich. Immer wieder schütteln.

Vor dem Verwenden Lavendelblüten heraussieben, in einem Mörser zermahlen und 1 TL davon wieder mit dem Zucker mischen.

Der Teig:

Zutaten:

250g Butter

150g Zucker (inklusive 1 Päckchen Vanillezucker)

300g Mehl

200g geriebene Mandeln

1 Ei

1,5 EL getrocknete Lavendelblüten (meine sind von Sonnentor)

Alle Zutaten miteinander verkneten, Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank eine Stunde lang rasten lassen.

Der Sirup:

3/16 l Wasser

4-5 TL Zitronensaft

1/2 TL abgeriebene Zitronenschale

2 EL Zucker

4 TL getrocknete Lavendelblüten

Wasser, Zitronensaft, Zitronenschale und Zucker in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und 10 Minuten lang unbedeckt einkochen lassen. Vom Herd nehmen und beiseite stellen, kurz abkühlen lassen und Lavendelblüten unterrühren, abdecken und 30 Minuten lang ziehen lassen. Dann durch ein Sieb gießen.

Das Backrohr auf  180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze). Backbleche mit Backpapier belegen oder mit Butter fetten. Teig aus dem Kühlschrank holen, auf leicht bemehlter Fläche portionsweise 5 mm dick ausrollen und beliebige Formen ausstechen. Alternativ kann man den Teig auch zur Rolle formen und Scheiben abschneiden, habe ich auch versucht, war aber mit dem optischen Ergebnis nicht zufrieden.

Kekse auf den vorbereiteten Backblechen (immer nur eines auf einmal) im vorgeheizten Rohr 18 Minuten lang backen. Sie sollen möglichst nicht braun werden weil der Geschmack von gerösteten Mandeln zwar lecker ist, aber den Lavendelgeschmack, der ohnehin schon so schwach ist, zu sehr überlagert.

Nach dem Backen auskühlen lassen, dünn mit dem Sirup bepinseln, diesen ein paar Sekunden lang antrocknen lassen, und mit dem Lavendelzucker bestreuen. Vor dem Verpacken noch ein paar Stunden offen liegen lassen, damit der Sirup gut antrocknen kann.

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  • Reply
    Kirsten
    8. Oktober 2010 at 16:28

    Ach Gott, ich könnt echt jedes Rezept von Dir nachmachen ;o) Die Kekse sehen fantastisch aus und lila find ich auch toll…!

    • Reply
      homemadedeliciousness
      13. Oktober 2010 at 12:05

      vielen dank, das ehrt mich :-))
      besonders lila ist das endprodukt ja leider nicht, aber ich hab sie dann in durchsichtigen Säckchen verpackt und mit lila Band verziert :-)) kam sehr gut an

  • Reply
    Katharina
    8. Oktober 2010 at 18:16

    Hey, die sehen aber deutlich hübscher aus als meine! 🙂 Der pulverisierte Lavendelzucker ist nach dem Abkühlen der Kekse überhaupt nicht mehr zu sehen.
    Man kann sicher mehr Lavendel reinmachen (vielleicht auch gemörserte Blüten in den Teig), aber ich finde, es wird dann schnell seifig.
    Den Sirup werd ich mal ausprobieren!
    Vanillezucker mach ich eigentlich fast überall mit rein, aber hab ich wohl vergessen zu sagen. Allerdings auch selbst gemacht, irgendwie muß man so alte ausgekratzte Vanilleschoten ja für verwenden können.

    • Reply
      homemadedeliciousness
      13. Oktober 2010 at 12:03

      oh danke 🙂
      da mein zucker ja nicht pulverisiert war hatte ich ein bisschen Angst, dass der nicht hält, das nächste Mal versuch ich es vielleicht mit Staubzucker oder mehr Geduld beim Mörsern 😉
      Vanillezucker hab ich noch nie selbst gemacht, ich kann nicht so gut mit Vanilleschoten, total mühsam, die auszukratzen… hab ich aber stark vor für die Vanillekipferl dieses jahr zu Weihnachten… ich denke wenn ich einfach pulverisierte vanille in Zucker werfe sollte das doch auch funktionieren, oder?

      • Reply
        Katharina
        21. Oktober 2010 at 20:08

        Ja, das geht auch, hab ich letztens noch irgendwo gelesen…
        Meine Vanillekipferl sind bislang immer mit Vanillezucker aus Tüten entstanden, aber mittlerweile hab ich beschlossen, daß ich sowas gar nicht mehr kaufen werde.
        Vanillestangen gehören zu den Dingen, die ich immer im Haus hab, man weiß ja nie, wofür man sie mal braucht… letztens z.B. ganz spontan zur Herstellung von Schokosirup (das war ein echter Notfall! 😉 )

        • Reply
          homemadedeliciousness
          28. Oktober 2010 at 19:02

          Ja, Vanillezucker für vanillekipferl will ich dieses jahr unbedingt selbst machen, bald ist es soweit und die weihnachtsbäckerei kann losgehen!

  • Reply
    Christina
    17. Oktober 2010 at 11:43

    Hübsch sieht das aus! Ich liebe Lavendel total, das hat irgendwie sowas „heimeliges“.

    • Reply
      homemadedeliciousness
      28. Oktober 2010 at 19:01

      Danke 🙂
      ich liebe lavendel auch total weil er so beruhigend und, wie du ja sagst, heimelig wirkt.

  • Reply
    Ulrike
    13. Januar 2013 at 15:22

    Ich hatte im Web nach einem Lavendelkeksrezept gesucht und bin auf diesen Blog gestoßen. Das Rezept las sich gut, und so habe ich im Oktober den Lavendelzucker angesetzt.

    Im gar nicht so schönen Monat November war es dann soweit: Es ging ans Nachbacken.
    Den Sirup habe ich nach dem Ziehen mit einem entsprechend geformten Stampfer durch ein Spitzsieb getrieben, und siehe da, es entstand eine rötliche Färbung, die ich nicht erwartet hatte.

    Auch hatte ich Zweifel, ob denn die Menge des entstandenen Sirups wirklich für alle Plätzchen reichen würde, aber sie war tatsächlich ausreichend.
    Der Zucker betörte dach dem Durchsieben und Mischen mit den zerstoßenen Blüten durch einen intensiven Duft.

    Da auch ich finde, daß der duftigen Eigenschaft des Aromas Monde und Sterne am besten entsprechen, habe ich solche ausgestochen und akribisch darüber gewacht, daß sie mir nicht bräunen.

    Das Ergebnis lohnt die Mühen wirklich, die Plätzchen waren ausgesprochen fein im Aroma, und ich habe sie in meine private Rezeptsammlung aufgenommen, weil ich sie auch in Zukunft gerne wieder machen werde.

  • Reply
    Lavendel-Shortbread - Golden Cup Of Tea
    12. Juni 2017 at 11:23

    […] von Homemade Deliciousness hat Mandel-Lavendel-Kekse gebacken und Unterfreundenblog eine Birnentarte mit Lavendel. Für die Liebhaber von herzhaften […]

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