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Hauptgerichte Vegetarisch

Linsen-Pecan Burger mit Apfel und Gorgonzola

1. März 2010

Ich bin eigentlich kein besonderer Freund von all diesen Fleischersatzprodukten. Ich finde, die vegetarische Küche sollte nicht versuchen, Fleisch zu imitieren, besser finde ich kreative Neuschaffungen, die gar nicht erst zulassen, dass Appetit auf Fleischgerichte aufkommt. Aber: diese vegetarischen Burger sind hier die große Ausnahme! Nein, sie schmecken nicht wie Fleisch, sie haben vielmehr einen wunderbaren Eigengeschmack. Das liegt vielleicht daran, dass sie nicht aus Soja bestehen, das ja an sich mehr oder weniger geschmacklos ist, sondern aus einer Reihe von Zutaten, die auch einzeln für sich schon gut schmecken: gedünstete Zwiebel, Champignons, Pecannüsse, Linsen… gewürzt mit Balsamico, Thymian und Rosmarin… Da kann doch gar nichts Schlechtes rauskommen dachte ich! Was mich endgültig überzeugt hat, das Rezept zu testen, war die Kombination der Burger mit Apfel und blue cheese, diese Idee fand ich einfach total spannend. Aber auch ohne diese beiden eher ungewöhnlichen Zutaten schmecken die Burger toll. Mit etwas Ketchup und/oder mit Toastkäse oder Cheddar belegt sind sie genauso gut. Fazit: Der erste vegetarische Burger, der mich in jeder Hinsicht überzeugt und dabei auch noch relativ einfach und schnell zuzubereiten ist.

Als Beilage gab es knusprige Rosmarinkartoffeln, die ich auch nur wärmstens empfehlen kann, und Salat. Das Rezept unten ergibt 6 Burger, und ich würde pro Person auf jeden Fall 2 Burger rechnen, vor allem dann, wenn es eher wenige Kartoffeln als Beilage gibt.

Das Rezept habe ich hier auf dem Blog „Cara’s Cravings“ gefunden und etwas ergänzt und vereinfacht.

Linsen-Pecan Burger mit Apfel und Gorgonzola

Zutaten für 6 Burger (= für 3 hungrige Personen)

300g (Abtropfgewicht) gekochte braune Linsen aus der Dose (oder selbstgekocht, aber ich war zu faul)

2 EL Balsamicoessig

1 EL Butter

1 Tasse fein gehackte Zwiebel (ich denke, das sind 2 kleinere Zwiebeln)

4 Knoblauchzehen, gepresst (oder etwas Knoblauchgranulat)

1 Tasse fein gehackte Champignons

2 Handvoll Pecannüsse, fein gehackt

Salz und Pfeffer

etwas Thymian und Rosmarin, getrocknet oder frisch, gehackt bzw. zerrieben

1/2 Tasse feine Haferflocken

1 EL Maisstärkemehl

4 EL Wasser

1 Apfel, davon 6 dünne Scheiben aus denen das Kerngehäuse entfernt wird

100 – 150g Gorgonzola oder anderer Blauschimmelkäse

Salat (ich hatte Rucola) für die Burger und als Beilage

6 Burger-Buns

Für die Rosmarinkartoffeln:

pro Person vll 80-100g Kartoffeln (aber das ist nur eine Schätzung, ich wiege das eigentlich nicht ab, also nach Hunger und Augenmaß vorgehen)

2 EL Butter

1 EL gehacktes Rosmarin, frisch oder getrocknet

Salz

Die gehackten Zwiebeln und Champignons mit 1 EL Butter über mittlerer Hitze etwa 10-15 min lang dünsten. Kräuter und Knoblauch dazu und noch etwas weiterrösten. Vom Herd nehmen. In einer Schüssel Linsen zusammen mit Essig mit einer Gabel zermatschen, sodass eine Paste entsteht. Zu genau muss man dabei aber nicht sein, es können ruhig auch ein paar Linsen unzerstört bleiben. Die Zwiebel-Champignonmischung, die gehackten Nüsse und die Haferflocken zu der Linsenpaste geben und gut mischen. Salzen und pfeffern. Stärkemehl und Wasser dazu und alles zu einer Masse verarbeiten, die beim Zusammendrücken gut zusammenhält. Nach Bedarf noch etwas mehr Mehl oder Wasser hinzufügen. Dann abdecken und für eine Stunde kühlstellen.

Währenddessen genügend Kartoffeln für die Beilage schälen und in Schnitze schneiden. Je nach Dicke der Schnitze etwa 15 bis 20 min lang in Salzwasser kochen. In ein Nudelsieb abgießen. Den Backofengrill auf 225 Grad vorheizen. Die Burgermasse aus dem Kühlschrank holen und mit den Händen 6 gleich große Burger formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backrohr auf mittlerer Schiene 8 min lang backen, dann umdrehen und nochmals 8 min lang backen. Währenddessen Kartoffelschnitze in einer Pfanne über großer Hitze mit Butter, Rosmarin und Salz knusprig braten. Dafür ist es wichtig, nicht zu häufig zu rühren, die Kartoffeln werden nur schön braun wenn sie immer eine Zait lang an einer Stelle liegen können. Sind die Burger fertig gegrillt, alle Burger mit Apfelscheiben und etwas Gorgonzola belegen und nochmal für 1 oder 2 min ins Backrohr schieben bis der Käse geschmolzen ist.

Die Burger auf getoasteten Burger-Buns mit Rucola (oder anderem Salat) anrichten, Deckel drauf und mit Rosmarinkartoffeln und Salat servieren.

Guten Appetit!

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  • Reply
    Kochfrosch
    1. März 2010 at 09:09

    Oh, die klingen hervorragend! Ich mag auch keine Ersatzprodukte aka Tofuwürstchen, Veggie-Gyros etc. Viel besser: Linsen, Feta, Pilze, Grünkern – es gibt tausend Möglichkeiten. Burger wollte ich lange schon mal machen, das Rezept hier kommt definitiv auf die Liste.. yammi!

  • Reply
    linnea
    1. März 2010 at 18:52

    mmh, das klingt toll! ich liebe ja süß-pikant-kombinationen.
    linnea

  • Reply
    kekstester
    8. März 2010 at 18:30

    Obwohl direkt drunter das Cookie-Rezept – diesen Burger muss ich probieren!

  • Reply
    Martina
    7. Februar 2011 at 14:57

    Was waren die lecker! Haben sogar einen richtigen Fleischesser überzeugt!
    Übrigens – ich kann vor Soja nur warnen, denn auch Bio- Soja kann krank machen. Nur wegen diesem Zeug muss ich fleischig essen, was ich gar nicht mehr wollte, nun, und Vollkorn geht auch nicht mehr, mindestens für ein Jahr nicht. Soja enthält Phytohormone, die definitiv schädlich sind. Ersatzprodukte sind es also nicht, nie wieder.
    Trotzdem, weiter so gute Rezepte … und ein dickes Lob für dieses!
    Liebe Grüße Martina

    • Reply
      homemadedeliciousness
      7. Februar 2011 at 20:58

      erstmal schön, dass es euch geschmeckt hat!
      dass soja so schlimm sein soll wusste ich gar nicht!? ich dachte, man sollte wohl nicht allzuviel davon essen aber dass es krank macht?
      was ist mit weizeneiweiß? diese glutenersatzprodukte schmecken mir teilweise gar nicht schlecht…

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