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Leichter leben, besser essen: Das Wunderwerkzeug Meal Plan

Heute geht es um ein Thema, das euch sicherlich schon ein Begriff ist, aber von vielen unterschätzt wird: Die Rede ist von „Meal Planning“, sprich von einem Essens-Plan. Ich zeige euch die viele Vorteile, die so ein Plan bringt und gebe meine besten Tipps für die erfolgreiche Umsetzung. Der Artikel ist ziemlich umfangreich geworden, also macht es euch mit einem Kaffee oder Tee gemütlich 🙂

Meal Plan, Essens-Plan – Was ist das?

Ein Essens-Plan ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Plan darüber WAS und WANN gekocht und gegessen wird. So ein Plan kann ganz unterschiedliche Ausprägungen annehmen. Er kann eine akribische Liste sein, die detailliert jedes Frühstück, Mittagessen, Abendessen sowie Desserts und Snacks vorausplant. Oder ein loser Plan nur für die Abendessen der nächsten drei Tage.

Das Image des Essens-Plans ist etwas angestaubt und lässt an Hausfrauenratgeber aus den 60ern denken. „Spontan sein“ klingt cooler und es scheint auf den ersten Blick attraktiver, sich immer am selben Tag erst zu überlegen, worauf man zum Abendessen Lust hätte.

Für mich hat das so leider gar nicht funktioniert. Vor allem als ich begann, 40 Stunden/Woche im Büro zu verbringen, war an selbstgekochtes und wenigstens einigermaßen gesundes Essen unter der Woche nicht mehr zu denken. Auf dem Speiseplan standen fast ausschließlich Nudeln mit Pesto, Brot und Tiefkühlpizza. In der Mittagspause musste ich mir etwas aus dem teuren und vegetarisch eher unattraktiven Angebot der umliegenden Geschäfte und Fastfood-Restaurants aussuchen.

Meine Ernährungsgewohnheiten waren langweilig und ziemlich einseitig, durch das qualitativ nicht sehr hochwertige Essen fühlte mich nicht mehr wohl und bezahlte dafür zu allem Überfluss auch noch eine Menge Geld.

Ich wollte etwas ändern und nahm mir vor, wieder mehr selbst zu kochen, mehr Frisches und Gemüse zu essen und weniger Weißmehl und Fertigprodukte. Doch sämtliche guten Vorsätze scheiterten an der Umsetzung. Wenn ich um 18:00 das Büro verließ, war ich müde und wälzte oft im Kopf noch das eine oder andere Problem des Tages. Ich hatte 30 Minuten Heimweg in der vollen U-Bahn vor mir und null Bock, eine zusätzliche halbe Stunde im ebenfalls vollen Supermarkt zu verbringen, um anschließend auch noch zu kochen.

Ehrlich gesagt war ich oft sogar schon davon überfordert, mir überhaupt etwas für’s Abendessen einfallen zu lassen, und meine abendlichen Supermarktbesuche waren dadurch planlos und noch länger.

Ich erkannte, dass es mir in erster Linie wichtig war, Abends etwas Wohltuendes und Gesundes zu essen und am besten mit der übergebliebenen Portion gleich das Mittagessen des nächsten Tages abzudecken. Die „Freiheit“ sich jeden Tag auf’s Neue Gedanken zu machen, was denn als nächstes auf den Tisch kommen sollte, empfand ich in meinem vollen Arbeitsalltag eher als Belastung. Außerdem hatte ich keine Lust mehr, so viel Geld für Fastfood auszugeben, das mir weder schmeckte noch gut tat. Die Lösung für meine Probleme entdeckte ich schließlich auf amerikanischen Blogs: „Meal Planning“.

Ich glaube ja fest daran, dass der Schlüssel für die erfolgreiche Umsetzung von Vorhaben darin liegt, sich nicht auf seine Willenskraft zu verlassen. Willenskraft benötigt viel Energie und die ist bald verpufft. Stattdessen müssen wir es uns leicht machen und Systeme implementieren, die uns unterstützen und Arbeit abnehmen. Ein Essens-Plan ist genau so ein System. Er macht das Leben einfacher und hilft mir ganz enorm dabei mein Ziel zu erreichen das da wäre: Gutes, gesundes Essen essen, möglichst jeden Tag. (Außerdem noch: Geld sparen, denn sonst könnte ich mein Ziel auch durch auswärts essen erreichen.)

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Wie ich plane


Für eine Woche

Ich erstelle den Essensplan immer für eine Woche, meistens am Freitag. Anschließend erledigen wir entweder Freitag Nachmittag oder Samstag Vormittag den gesamten Einkauf und müssen den Rest der Woche keinen Fuß mehr in den Supermarkt setzen. In unserem 1°C- Fach im Kühlschrank bleibt das Gemüse locker eine Woche frisch.


Keine fix auf Wochentage festgeschriebenen Gerichte

Für 7 Tage plane ich meist 6 x Abendessen, denn 1x werden wir garantiert keine Zeit oder Lust haben, zu kochen. Wann wir dann welches Gericht essen, entscheiden wir spontan. Nur aufwendigere Kochvorhaben bleiben natürlich dem Wochenende vorbehalten. So erhalten wir uns trotz Plan auch noch Raum für Spontanität.


Multitasking

Während ich die Speisen-Auswahl der Woche plane, checke ich, welche Zutaten für das jeweilige Rezept noch fehlen und schreibe gleich weiter unten auf dem selben Blatt Papier die Einkaufsliste. So verhindere ich, dass ich etwas Wichtiges vergesse und beim Einkaufen ist es praktisch, das „Wochen-Menü“ mit dabei zu haben. So haben wir den Überblick und können abhängig davon, was an dem Tag im Supermarkt angeboten wird (oder auch nicht), noch umplanen.


Die Zeit- und Energieersparnis lohnt sich

Nach meiner Schätzung spare ich mir im Lauf einer Woche durch die Erstellung eines Essensplans mindestens 3 Stunden, die ich sonst damit verbringen würde, nachzudenken, was es zum Abendessen geben soll, mich durch die Gänge im Supermarkt zu schieben und an der Kasse zu warten. In diesen drei Stunden kann ich mich anderen Dingen zuwenden, die mir wichtig sind. Vielleicht investiere ich sie, um Ideen zu recherchieren, wie ich mein Frühstück gesünder gestalten kann. Vielleicht nutze ich die gewonnene Zeit, um den Umweg zum Unverpackt-Laden zu machen und damit endlich weniger Plastikmüll zu produzieren. Vielleicht gönne ich mir auch einfach eine Pause, lege die Füße hoch und lese ein gutes Buch.

Worauf ich hinaus will: Getreu dem Minimalismus-Gedanken zielt auch der Essens-Plan darauf ab, das Leben EINFACHER zu machen und auf das Wichtige zu reduzieren. So können wir es besser genießen und haben mehr Aufmerksamkeit, Zeit und Fokus für die Dinge haben, die uns am Herzen liegen.

 

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  1. Shop the pantry

    Mach eine Bestandsaufnahme im Vorratsschrank, Kühlschrank und TK-Fach. Was ist bereits da? Was muss dringend aufgebraucht werden? In welchen Rezepten könnten diese Lebensmittel in der kommenden Woche Verwendung finden?

  2. Kauf saisonal

    Das ist freundlich zur Umwelt, schmeckt besser und spart euch eine Menge Geld – und mit einem Essens-Plan ist dieser Vorsatz leichter umsetzbar! Außerdem bringen die Jahreszeiten so automatisch Abwechslung in den Speiseplan. Eine halbe Stunde Planung und Recherche von Rezepten mit saisonalen Zutaten ist gut investiert und macht es leichter, nicht immer wieder blind zu den gleichen drei Sorten zu greifen weil man keine Idee hat, was zum Teufel man mit Blumenkohl machen könnte.

  3. Back to Basics

    Einfache Rezepte mit nicht zu vielen ausgefallenen Zutaten sind das A und O. Grundzutaten wie Kartoffeln, Nudeln, Hülsenfrüchte, Reis und heimische Gemüsesorten sind vielseitig, günstig und überall zu bekommen.

  4. Erstelle eine Favoriten-Liste

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    Aktuell auf unserer Favoritenliste: Pizza, Nudelauflauf, Käferbohnensalat, Erbsensuppe, Chili, Thai-Pilzgulasch…

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich sehr schnell in eine Kochroutine einfahre und dann mit einigen Ausnahmen immer das gleiche koche – einfach weil mir gar nicht mehr einfällt, was ich denn anderes kochen könnte. Irgendwann kommt es mir dann – da war doch dieser fantastische Auflauf, den hatte ich ganz vergessen! Mein Tipp daher: Erstellt euch nach und nach eine Liste mit 25 – 30 Alltags-Favoriten, die schnell zu kochen sind und immer schmecken und spart euch die zukünftig freie Hirnkapazität für etwas anderes.  Die Favoritenliste ist nicht dazu da, besonders ausgefallene Ideen zu sammeln, sondern dient wirklich nur dazu, dem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Nämlich dann, wenn es mal wieder denkt, außer Nudeln mit Pesto und Butterbrot gibt’s keine schnellen Gerichte. Wenn ich euch jetzt Lust auf die Liste gemacht habe, findet ihr hier auf meiner brandneuen Download-Seite ein von mir gestaltetes Template zum Ausdrucken und an den Kühlschrank hängen!

  5. Hilf deinen Ideen mit einer Struktur auf die Sprünge

    Diesen Tipp wende ich selbst nicht an, kann mir aber vorstellen, dass das Konzept gut funktioniert und der Kreativität super auf die Sprünge helfen kann. Wenn ihr oft ideenlos seid, was ihr für die kommende Woche auf den Essens-Plan stellen könntet, und einen recht regelmäßigen Wochenablauf habt, kann eine grundlegende Struktur hilfreich sein. Diese Struktur besteht aus einem Motto bzw. einer Speisenkategorie für jeden Wochentag. Ihr wisst selbst am besten, wie viel Zeit und Lust zu kochen ihr an den jeweiligen Wochentagen normalerweise habt und was für die einzelnen Tage ein passendes Thema sein könnte. Man könnte die Idee auch nur für einzelne Wochentage umsetzen und zum Beispiel den Freitag zum Pizza-Abend erklären, und an allen anderen Tagen auf ein festes Thema verzichten. Als Beispiel hier ein Vorschlag, den ich vor Jahren schon einmal auf dem Blog „The art of simple“ gesehen habe:

    1. Montag: Pasta
    2. Dienstag: Suppe, Salat und/oder Sandwiches
    3. Mittwoch: Stir Fry
    4. Donnerstag: Crock Pot / Slow Cooker
    5. Freitag: Pizza
    6. Samstag: Etwas Neues
    7. Sonntag: Etwas Einfaches
  6. Meal Prep Sunday

    Das „Meal Prep“ Konzept geistert schon seit einiger Zeit durch’s Internet. Hinter dem fancy Begriff verbirgt sich schlicht die Idee, an einem Tag, z.B. Sonntag Nachmittag, für den Rest der Woche schon mal Mahlzeiten oder einzelne Elemente davon vorzubereiten und sich so die Arbeitswoche zu entlasten. Das kann zum Beispiel Baked Oatmeal sein, das man schon man für einige Tage im Voraus bäckt und sich dann an den folgenden Tagen keine Gedanken um’s Frühstück machen muss. Oder man schnippelt schon mal eine Ladung Gemüse damit die Hürde, das Gemüsecurry nach Feierabend tatsächlich noch zu kochen, so gering wie möglich ist.

  7. Convenience-Produkte selbstgemacht

    TK-Pizza, Suppen, Chili, Linseneintopf und Lasagne – das alles kann man an einem freien Tag leicht selbst machen und für hektische Zeiten einfrieren. Ich bin keine Verfechterin für das ständige Essen aus dem Tiefkühlfach, aber manchmal ist so eine Portion eingefrorenes Chili ein Lebensretter.  Würzmischungen, zum Beispiel für das Lieblingscurry, kann man auch mit wenig Aufwand vorbereiten – das spart Zeit in der Hitze des Küchengefechts. Und natürlich der gute alte Tipp: Hülsenfrüchte selbst kochen. Der Aufwand ist fast Null, man muss nur etwas mitdenken und abends eventuell ab und zu nach den köchelnden Bohnen sehen. (Und auch Bohnen kann man übrigens super einfrieren, wenn ihr mal zu viel gekocht habt.)

  8. Flexibel bleiben

    Der Plan steht, so weit so gut. Doch egal wie genau man plant, es kommt doch immer mal anders als man denkt. Ein spontanes Abendessen mit Freunden, Überstunden und keine Zeit zu kochen oder der plötzliche Heißhunger auf Pizza – irgendwas kommt fast jede Woche zwischen mich und meinen Plan. Und das ist vollkommen OK! Ich plane schließlich nicht, um mich selbst zu geißeln, sondern um besser und mit weniger Aufwand zu essen – der Plan soll nicht zur Last werden sondern das Leben leichter machen! Deshalb plane ich nie für 7 Tage sondern maximal für 6 und habe immer mindestens ein Gericht aus nicht verderblichen Zutaten dabei, das bei Bedarf einfach ausfallen oder auf die nächste Woche verschoben werden kann. Gut dafür geeignet ist alles, wo kein frisches Obst oder Gemüse drin ist, ein Paradekandidat ist zum Beispiel mein ceylonesisches Kichererbsen-Curry.

  9. Realistisch bleiben

    Schätzt die Zeit und Energie, die ihr für das Kochen erübrigen könnt realistisch ein. Ein ambitionierter Plan, bei dem es täglich ein neues und aufregendes Gericht gibt, mag auf dem Papier toll aussehen, aber wenn man dann abends hungrig in der Küche steht und es an’s Kochen gehen soll, hat man plötzlich gar nicht mehr so große Lust darauf (und schon gar nicht auf das große Aufräumen danach). Also konsultiert bei der Planung eure Favoritenliste von erprobten und alltagsfreundlichen Rezepten und achtet generell darauf, die etwas umständlicheren Kochvorhaben auf’s Wochenende zu verlegen. Kochen soll schließlich auch Spaß machen und das geht nur mit der nötigen Muße.

  10. Zum Geld sparen

    Nicht jedes Gericht kostet gleich viel. Nudeln mit selbstgemachter Tomatensauce, das oben erwähnte Kichererbsencurry oder ein einfacher Linseneintopf kosten pro Portion geschätzt etwa 50 Cent. Rezepte, in denen viele Spezialzutaten oder ausgefallenere Gemüsesorten benötigt werden, schlagen schnell mit deutlich höheren Kosten zu Buche. Diese Überlegung lässt sich auf alle Mahlzeiten des Tages anwenden: Selbstgemachtes Oatmeal ist zum Beispiel deutlich günstiger als gekauftes Knuspermüsli. Wenn ihr eure Lebensmittelausgaben senken wollt oder müsst, lohnt es sich deshalb, auch eine Favoritenliste von günstigen Rezepten aus Grundnahrungsmitteln zu erstellen, von denen ihr dann jede Woche zwei oder drei in den Speiseplan einbauen und so eure Lebensmittelkosten ganz automatisch niedrig halten könnt.

  11. Doppelt hält besser

    Da der Mensch ja nicht nur ein Abendessen sondern auch ein Mittagessen braucht, kochen wir meistens am Abend eine doppelte Portion und essen diese zweite Portion am nächsten Tag zu Mittag. Meal-Planning-Pros berücksichtigen deshalb bei der Erstellung der Wochen-Liste auch noch, ob sich ein Gericht gut zum Mitnehmen und Aufwärmen eignet.

  12. Vergiss nicht, Spaß zu haben!

    Der Essens-Plan ist nicht dazu da, dich in enge Regeln zu pressen. Im Gegenteil, er soll dein Leben leichter machen und Raum schaffen, für die schönen Seiten des Kochens. Er schaltet unnötige Zeitfresser einfach aus und schraubt das Stresslevel herunter. So können wir wieder Spaß daran haben, in Kochbüchern zu schmökern und die Rezepte, die uns gefallen auch tatsächlich mal ausprobieren.

So das war es mit meinen Weisheiten für heute 🙂 Wie handhabt ihr das? Plant ihr? Plant ihr nicht? Plant ihr anders? Ich freue mich auf eure Erfahrungen, Tipps und Tricks!

 

 

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9 Comments

  • Reply
    Krisi von Excusemebut...
    14. September 2016 at 20:27

    Ich plane nie meine Essen, aber es ist sehr interessant und anregend deine Tipps zu lesen. Ich glaube ich werde nach wie vor keine Plannerin, aber so ein bisschen schadet nicht;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Reply
      Elisabeth
      16. September 2016 at 09:55

      Liebe Krisi,
      das schöne ist ja, dass man es sich genau so einrichten kann, wie es für einen selbst am besten funktioniert 🙂 Da gibt es ja kein richtig oder falsch. Ich glaube jeder plant irgendwie individuell anders und mehr oder weniger detailliert.
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Jenni
    15. September 2016 at 11:36

    Liebe Elisabeth!

    Zunächst einmal: Ein wundervolles neues Logo hast du – ich bin ganz begeistert! 🙂
    Und einige Anpassungen am Design hast du ebenfalls vorgenommen, nicht wahr? Es schaut auf jeden Fall alles klasse aus!

    Deinen Artikel fand ich sehr gut, schön ausführlich und eingängig beschrieben. So konnte selbst ich, die abends in der Küche meist relativ spontan entscheidet, was es denn nun gibt, die ganze Angelegenheit gut nachvollziehen. Ich finde den Ansatz auch sehr interessant, muss ich gestehen, obwohl ich – wie gesagt – eher die Spontanköchin bin. Aber im Moment kann ich mir das auch einigermaßen leisten von der Zeit her – ich denke, wenn ich wirklich voll im Arbeitsleben drinstecke, sieht das Ganze auch noch einmal vollkommen anders aus und vielleicht greife ich dann ebenfalls auf so einen Plan zurück.

    Wir kaufen übrigens Frischware auch nur einmal in der Woche auf dem Markt und beim türkischen Gemüsehändler ein – das hält sich bei uns auch locker eine Woche im Kühlschrank frisch. Mittwochs oder donnerstags (zum Beispiel heute 😉 ) bin ich dann im Unverpackt-Laden, um die übrigens Sachen, die fehlen, einzukaufen. Bisher klappt das auch ganz gut – nur einen Mehlvorrat muss ich mir einmal anlegen, damit ich nicht jede Woche kurz vor dem Einkaufen etwas panisch vor dem Regal stehe, in dem sich nur noch leere Gläser befinden. 😀

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Elisabeth
      16. September 2016 at 10:01

      Liebe Jenni,
      oh vielen Dank! Dann hat sich die Bastelei am Logo und das stundenlange Fonts ausprobieren ausgezahlt 😀
      Als reine Studentin mit nur Nebenjob ging das bei mir auch noch ohne Planen (obwohl ich mich damals sicher auch abwechslungsreicher hätte ernähren können). Ich glaube bei mir liegt das auch ein bisschen am Typ, ich unterzuckere recht schnell, hab dann riesigen Heißhunger und zitternde Hände und brauche dann ziemlich schnell was zu essen. Wenn der Punkt erst mal erreicht ist, ist es meistens zu spät sich in die Küche zu stellen 😉 Auch ein Grund warum ich den Plan brauche, er bringt mir schneller Essen, haha.
      Ja ein guter Mehlvorrat muss schon sein 🙂 Für dich könnte ich mir aber auch vorstellen, dass sich eine Getreidemühle auszahlt! Meine Eltern haben schon seit vielen Jahren eine, kaufen dann einfach Getreide und mahlen frisch so viel wie sie gerade brauchen, das ist toll! Das frisch gemahlene Mehl ist auch viel hochwertiger weil keine Nährstoffe durch Oxidation verloren gehen. Also das Getreide müsstest du natürlich trotzdem heranschaffen aber da lohnt es sich, mal einen großen Sack vom Bauern auf Vorrat zu holen, das hält sich ja ewig.
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

      • Reply
        Elisabeth
        16. September 2016 at 10:02

        P.S.: Das beste an der Getreidemühle: Die Hände in das warme, frisch gemahlene Mehl stecken 😀 Ach, jetzt hab ich so davon geschwärmt, dass ich auch eine will! 😉

  • Reply
    Kirsten
    16. September 2016 at 20:57

    Liebe Elisabeth,

    nun hatte ich Zeit, deinen Artikel in Ruhe zu lesen und find ihn ganz toll 🙂 Wir ähneln uns in unserer Vorgehensweise schon sehr. Die ersten Jahre meines Arbeitslebens hab ich zweimal in der Woche eingekauft, also immer für drei Tage geplant, das war überschaubar und ich konnte berücksichtigen, worauf ich relativ spontan Lust habe. Als ich dann angefangen hab, regelmäßig zum Sport zu gehen und noch andere Hobbies zu betreiben, war es mir aber zu schade drum, einen Abend in der Woche noch mit einkaufen verbringen zu müssen. Daher bin ich vor ca. zwei Jahren auch dazu übergegangen, einen Essensplan für die ganze Woche zu machen und nur noch einmal einzukaufen. Bei mir läuft es so ab, dass immer freitags meine Gemüsekiste geliefert wird. Da schaue ich dann, was ich so habe für die Woche (also die Sorten weiß ich vorher, aber ich muss das Gemüse sehen, um ne Vorstellung davon zu haben, wie viel denn nun 400g Aubergine oder 700g Pastinaken sind…) und suche entweder Freitagabend oder Samstagvormittag Rezepte für die kommende Woche raus, schreibe meinen Plan und gehe dann alle noch benötigten Zutaten einkaufen. Das klappt super! Ich plane auch immer eine Mahlzeit weniger als ich bräuchte, da irgendwas immer dazwischen kommt. Und falls das mal nicht so ist, kaufe ich noch was spontan oder es kommt was Vorgekochtes aus dem TK-Fach zum Einsatz. Mittagessen wird bei mir auch mit geplant, entweder aus den Gerichten vom Vorabend oder wenn die sich nicht zum Aufwärmen eignen, auch was extra Zubereitetes, z.B. ein Salat, den ich mir dann am Vorabend oder aber direkt im Büro zubereite. Den Essensplan hab ich früher auf Papier gemacht, mittlerweile habe ich dafür ein Trello-Board. So geht das Plan erstellen schnell und wenn sich unter der Woche was ändert, lassen sich die Karten im Board ganz einfach verschieben.

    Soweit erst mal von mir zu dem Thema, aber wie gesagt, ein ausführlicherer Post dazu ist auch bei mir gerade in Arbeit (kommt aber evtl. erst nach dem Urlaub) 🙂

    Liebe Grüße,
    Kirsten

    • Reply
      Elisabeth
      20. September 2016 at 07:57

      Liebe Kirsten,

      vielen Dank! Ich freue mich, dass dir der Artikel gefallen hat!
      Wir scheinen uns ja wirklich ganz schön ähnlich zu sein in unserer Vorgehensweise 🙂 Bei mir kam es wie gesagt auch mit dem Arbeiten und weil ich eben auch noch Zeit für Sport etc. haben wollte. Toll, dass es mit deiner Gemüsekiste so gut klappt! Wir hatten auch mal eine aber die konnte nur am Dienstag geliefert werde und es war immer eine Überraschung was drin war, das hat unsere Planung dann oft etwas durcheinander gewirbelt.
      Ich bin schon gespannt auf deinen Post zum Thema, du lieferst da sicher noch einige neue Einblicke für mich. Das Trello Board musste ich erst mal googeln. Sieht interessant aus, so ganz hab ich es noch nicht verstanden aber eine papierlose Listenführung wäre natürlich schon zu begrüßen!
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Claudi
    17. September 2016 at 16:45

    Hallo 🙂
    ich hatte jetzt endlich Zeit den Artikel ganz in Ruhe zu lesen.
    Ich hatte ja letztens auf Instagram geschrieben, dass wir uns da grad besser organisieren wollen.
    Da waren deine Tipps jetzt auf jeden Fall hilfreich!
    Eine zeitlang haben wir sonntags oft eine Sorte Pseudo-Getreide/Reis/etc und eine Sorte Bohnen oder LInsen vorgekocht. Die konnte man dann im Kühlschrank aufbewahren und unter der Woche schnell mit Gemüse anbraten oder als Suppeneinlage verwenden. Das wollen wir auf jeden Fall anfangen.
    Außerdem haben wir vor, eine Liste zu machen mit Essen, die schnell und einfach zuzubereiten sind, so dass man sie nach dem Arbeiten schnell fertig machen kann und dann auch nicht mehr so lange in der Küche steht und aufräumt.
    Mal schauen, was da so raus wird.

    lg,
    Claudi

    • Reply
      Elisabeth
      20. September 2016 at 08:01

      Liebe Claudi,

      schön, ich freue mich, dass mein Artikel für dich von Nutzen war! Die Idee mit dem Getreide und Hülsenfrüchte vorkochen ist super! Die werde ich auch gleich in mein Trick-Arsenal aufnehmen. Vor allem für besonders stressige Wochen stelle ich mir das toll vor, da ist eine gesunde und einfache Mahlzeit immer in Reichweite und der Aufwand bleibt minimal.
      Das Erstellen einer Liste mit einfachen Gerichten kann ich auch sehr empfehlen weil mir ohne schriftliche Unterstützung immer nur die selben 3 Sachen einfallen. Mit so einer Liste essen wir gerade wenn weniger Zeit ist definitiv abwechslungsreicher.

      Liebe Grüße,
      Elisabeth

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