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Brot & Gebäck Vegetarisch

Irish Soda Bread

15. November 2010

Zuerst ein kleiner Hinweis: Mir ist aufgefallen, dass mir im Rezept für Kürbislasagne ein Fehler unterlaufen ist: etwas Tomatenmark und Ketchup kamen auch noch in die rote Sauce. Das Rezept ist ausgebessert, und ohne die beiden Zutaten funktioniert es sicher auch, aber ich wollte nochmal kurz darauf aufmerksam machen. Sorry!

Und jetzt zu einem Brot!

Auf Brot backen hatte ich ehrlich gesagt noch nie wirklich Lust. Erstens esse ich Brot nicht mal besonders gerne, vor allem diese Schwarzbrote oder Mischbrote, die so stark nach Sauerteig schmecken, sind nicht meins. Mildere Brote mag ich schon eher und als Beilage esse ich gerne Ciabatta oder Baguette, aber einen Grund, Brot selbst zu backen habe ich noch nie gesehen. Zweitens fand ich immer, dass das den Aufwand nicht wert ist, wenn ich das Brot für ein paar Euro auch kaufen kann, damit null Arbeit habe und besser schmeckt es wahrscheinlich auch. (Ok, hier habe ich vielleicht auch Vorurteile aufgrund der eher misslungenen Brotbackversuche meiner Mutter , sorry Mama :-O )

Aber: Zu jeder Regel gibt es auch eine Ausnahme und hier ist meine! Das Irish Soda Bread ist ja schon durch einige Blogs gegeistert und irgendwann habe ich beschlossen, es zu versuchen. Überall wird beteuert, wie einfach und schnell die Zubereitung ist, also gab es nicht viel zu verlieren. Und ich bin begeistert! Die Zubereitungszeit für den Teig beträgt gerade mal 5 Minuten, Kneten und Gehzeiten kann man sich nämlich sparen. Die vier Zutaten Mehl, Salz, Natron und Buttermilch werden einfach zusammengerührt, mit den Händen grob zu einem Laib geformt, über Kreuz eingeritzt und 35 Minuten lang gebacken. Fertig. Es geht so schnell, dass man sogar vor dem Frühstück frisches Brot backen könnte anstatt beim Bäcker Gebäck zu kaufen. Backsessions müssen nicht lange geplant werden, sondern können einfach dann eingeschoben werden, wenn man gerade Zeit hat. Perfekt für gleichzeitig faule und ungeduldige Menschen wie mich.

Das Brot schmeckt mild und fein, so wie ich es mag. Noch lauwarm mit Butter bestrichen: eine Offenbarung. Besonders praktisch ist es auch für Menschen, die keine Hefe vertragen.

Das Rezept habe ich von epicurious.com, dort gibt es auch diesen interessanten Artikel über das Irish Soda Bread.

Irish Soda Bread (Bon Appétit, Mai 1996 via epicurious.com)

Zutaten für einen Laib:

420g Mehl (weiß oder auch Vollkorn oder gemischt, Achtung, Vollkorn braucht etwas mehr Flüssigkeit!)

1 TL Natron

3/4 TL Salz

360 ml Buttermilch (bei mir waren es eher 400 ml, ich wollte nicht, dass das Brot zu trocken wird. Einfach soviel zufügen, dass sich der Teig mit Hilfe von etwas Mehl zu einem Laib formen lässt)

Das Backrohr auf 220 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Wenn das Backrohr heiß ist, die trockenen Zutaten gut mischen.  Buttermilch zugeben, alles verrühren, wenn nötig noch etwas mehr Buttermilch zugeben. Zu weich und klebrig sollte der Teig aber auch nicht werden! Auf einer bemehlten Fläche den Teig zu einem Laib formen, NICHT KNETEN ! dazu ist er nämlich zu weich, es ist laut Epicurious sogar besser, den Teig so wenig wie möglich zu bearbeiten.  Einfach den Teig von außen mit Mehl bestäuben und so zu einem Laib zusammendrücken. Den Laib auf das mit Backpapier belegte Backblech setzen, die Oberfläche über Kreuz ca. 1 cm tief einritzen. Im vorgeheizten Backrohr 35 Minuten lang backen. Dass das Brot fertig ist, erkennt man daran, dass es hohl klingt, wenn man darauf klopft.

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  • Reply
    Katharina
    15. November 2010 at 20:54

    Oh, das hört sich ausgesprochen praktisch an! Ist das das Brot, was es im Irish Pub gibt? Das ist eh so lecker!

    • Reply
      homemadedeliciousness
      16. November 2010 at 08:32

      Puh, keine Ahnung, ich habe im Irish Pub noch nie Brot gegessen, aber kann schon sein 🙂

  • Reply
    Katharina
    16. November 2010 at 19:47

    Wie praktisch, dass ich Buttermilch gekauft hab- mein Brot ist nämlich schimmlig. Also wird jetzt wohl der Ofen angeworfen *seufz*

  • Reply
    Katharina
    21. November 2010 at 16:44

    Und falls doch wer das Brot im Irish Pub kennt- es ist genau dieses 🙂

  • Reply
    Kirsten
    23. November 2010 at 13:36

    Nachdem ich Deinen Post gelesen hab, MUSSTE ich dieses Brot unbedingt probieren! Denn auch ich mag eigentlich nicht so gerne Brot, vor allem kein dunkles mit Sauerteig etc. Das Irish Soda Bread hat mich nun aber endgültig zum selbstgebackenen Brot bekehrt ;o) Es ist echt super lecker und schnell und ich hab innerhalb weniger Tage gleich zwei gebacken, weil wir so begeistert davon waren 🙂

  • Reply
    Christian
    5. Dezember 2010 at 09:47

    Okay, ich habe so eben versucht dieses Brot zu backen und kann nur sagen: ACHTUNG ! Die größte Sauerei die meine Küche jemals gesehen hat 😉

    Also, die Konsistenz und Hartnäckigkeit des Teiges sucht seinesgleichen. Unfreiwillige Assoziationen an den Film „Flubber“ und die dämonisch-unberechenbare gallertartige Masse kamen in mir auf. Ja, ich hatte Angst !

    Ganz im Ernst: Wie hast du das geschafft den Teig zu verarbeiten? Ich musste meinen Backversuch leider abbrechen und den Teig in den Müll befördern, weil er sich einfach nicht formen geschweige denn Kneten ließ. Der klebte einfach ohne Ende an den Händen, am Backpapier, in der Schüssel.. Nun klebt er auf allem was ich angefasst habe! 😀

    Nachdem ich meine Hände grade unter heißem Wasser abgeschrubbet habe, kann ich nun wenigstens wieder tippen und dir die folgende, essentielle Frage stellen:

    Was für Buttermilch hast du verwendet? „Reine Buttermilch“ oder „Buttermilch“. Ich vermute mal du meinst BUttermilch – also eine Buttermilch der bis zu 10-15 Prozent Wasser / Milch / MIlchpulver zugesetzt werden dürfen (zumindest ist das hier in DE so). Der „reinen Buttermilch“ hingegen dürfen keine Zusätze mehr beigefügt werden. Mit der habe ich es versucht, und es ging grandios in die Hose 🙁

    Schöne Grüße
    .. vom Verklebten

  • Reply
    homemadedeliciousness
    5. Dezember 2010 at 12:24

    Lieber Christian,

    Wie ich in meinem Post bereits geschrieben habe muss der Teig weder geknetet noch sonstwie großartig bearbeitet werden. Mit Hilfe von etwas Mehl zu einem Laib zusammendrücken reicht.

    Verwendet habe ich ganz normale Buttermilch aus dem Supermarkt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Art der Buttermilch den Ausschlag gibt.

  • Reply
    tina
    26. Januar 2011 at 09:39

    oh, ich hab da so eine idee wieso es geklebt haben könnte 🙂 klick
    (ich hab mit den fiesen volumenmaßen auch immer so meine schwierigkeiten…)

    • Reply
      homemadedeliciousness
      26. Januar 2011 at 17:57

      Ja die cup-Umrechnung kann tükisch sein, ich hab mich aber meines Wissenes nach nicht vertan. Umgerechnet habe ich anhand dieser Tabelle:

      http://www.jsward.com/cooking/conversion.shtml

      Die Menge hat für mich einwandfrei funktioniert.
      Noch einmal: der teig soll weich sei und es ist nicht notwenig ihn zu kneten 😉

  • Reply
    tina
    26. Januar 2011 at 10:06

    ach ja, und ich hab gelesen daß das Soda Bread ja „nur“ die amerikanisierte version des Brown Bread ist. hier gibt’s ein originalrezept für schnelle bäcker. da steht sogar drin wie man die buttermilch selber macht 🙂

    • Reply
      homemadedeliciousness
      26. Januar 2011 at 18:01

      vielen dank für den link!
      anderer name und vollkornmehl oder? (und natürlich selbstgemachte buttermilch aber ich fürchte dazu bin ich leider zu faul :-O )

  • Reply
    Martina
    3. Februar 2011 at 20:16

    Ha, endlich ein Blitzbrot, wenn man mal keine Lust hat, zehn Tage lang Weizensauer aufzusetzen. Habe so einige schnelle Rezepte, aber von denen schmeckte kaum eins. Klingt so, als sollte ich warten, bis göttlicher Gatte auf Dienstreise ist, wegen klebs. Mehr Mehl hilft da gewöhnlich weiter … hoffe ich mal sehr.
    Super Idee, jedenfalls. Werde Haferflocken reinmischen, weil ich derzeit kein Vollkorn essen kann/ darf …
    Martina

    • Reply
      homemadedeliciousness
      4. Februar 2011 at 11:32

      ich hoffe es schmeckt dir! keine angst vor klebendem teig, der stellt kein problem dar wenn man nicht darauf besteht, ihn zu kneten 😉

  • Reply
    Bloggeburtstag! « Homemade deliciousness
    7. Februar 2011 at 10:07

    […] Irish Soda Bread […]

  • Reply
    Remy
    23. August 2011 at 08:28

    Vielen Dank für den Link zu dem tollen Interview. Das Soda Bread ist ein Traum und mit der Konsitenz ist es gar nicht so schlimm. Allerdings benutze ich auch 540gr Mehl (das zeigt die Waage, wenn ich 3 1/2 Cups abmesse) mit 400ml Buttermilch.Zum Formen ist aber auch eine ganze Menge Mehl vonnöten.
    Wie auch immer, es schmeckt absolut fantastisch.
    Liebe Grüße, Remy

  • Reply
    nicolle9
    13. Mai 2012 at 06:31

    Ich hab heute dein blog gefunden – und gestern selber ueber mein Versuch, Irish soda bread zu machen gebloggt. 🙂 Mein Rezept ist ein bissi anders – wir geben immer ein paar Essloeffel Haferflocken, Leinsamen und Weizenkleie hinein. Schmeckt echt super! Ich habe auch gelesen, dass man Rosinen oder Nuesse auch hineintuen kann!

  • Reply
    Ina
    12. Februar 2014 at 21:43

    Danke für das Rezept schmeckt super und ist echt einfach!!! Werde morgen das ganze mal.mit glutenfreiem Mehl für meine Schwigermutter versuchen.

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