Nachhaltigkeit Urlaub & Reisen

Ich bin dann mal hier – oder: What would a tourist do?

1. März 2018
Stadtwanderweg 6 Rodaun

Es ist März! Hurrah! Ich hoffe, das war es dann mit minus 10°C für dieses Jahr, ich bin bereit für Iced Coffee, Frühlingsgrün und T-Shirt-Wetter.

Mit dem wärmeren Wetter wird es auch wieder interessanter, draußen was zu unternehmen. Ich bin schon voller Vorfreude und möchte heute zur Einstimmung auf die wärmere Jahreszeit über ein Thema schreiben, das mich schon länger beschäftigt: Das Reisen bzw. das Nicht-Reisen.

Für 2018 habe ich mir nämlich nicht nur vorgenommen, so gut wie gar nicht einzukaufen, sondern auch meine Reiselust ein wenig umzufokussieren. Frei nach dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ möchte ich dieses Jahr bewusst meine Heimat entdecken.

Ich reise gerne und mir ist aufgefallen, dass ich immer insgeheim denke: Je weiter weg, desto besser. Lieber will ich mehrere Tage in den Anden zu Machu Pichu trekken als in Österreich mal eine ordentliche Wandertour in den Alpen zu erleben.

Als wir letzten September in England waren, haben wir uns in den zwei Wochen fünf oder sechs Burgen angesehen. In Österreich stehen auch überall hübsche Burgen herum, aber ich bin bislang nicht auf die Idee gekommen, sie zu besuchen.

Wenn ich mir das so überlege, finde ich es total schade, dass ich meine nächste Umgebung einfach links liegen lasse und als uninteressant abstemple. Deshalb ist eines meiner Ziele für 2018 auch, meine Heimat wie eine Touristin zu erkunden.

Corfe Castle

Blick aus einer der englischen Burgen. Schon hübsch.

Woher kommt der Sinneswandel?

Den Anstoß gegeben hat ein Vortrag von Niko Paech, den ich auf Youtube gesehen habe, und das, was Niko da über Flugreisen gesagt hat. Ich wusste ja, dass Fliegen nicht gerade toll für die Umwelt ist, aber die tatsächliche Größenordnung war mir nicht bewusst.

Ich habe mal unsere Hochzeitsreise 2016 nach Kalifornien und Hawaii in den CO2-Rechner von arktik.de eingegeben.

Da hätten wir die folgenden Flüge (jeweils für 2 Personen berechnet):

  1. Flug: Wien nach San Francisco via London – 5.093,52 kg
  2. Flug: L.A. nach Maui – 2.039,7 kg
  3. Flug: Maui nach Big Island – 91,98 kg
  4. Flug: Big Island nach Oahu – 118,14 kg
  5. Flug: Oahu nach Wien via L.A. und London – 7.246,46 kg

Gesamt macht das rund 14,5 Tonnen CO2 (7.294,9 kg pro Person), das allein für unsere Flüge im August 2016 in die Atmosphäre gepumpt wurde.

Um das in Relation zu setzen: Das CO2-Budget, das uns pro Person bei fairer Verteilung im Jahr zur Verfügung stünde (wenn wir das Klimaziel von maximal 2°C Erwärmung einhalten wollen) beträgt nur 2,5 Tonnen CO2. Ups!

Allein durch diese Flüge haben wir damit schon mal locker 3 gesamte Jahresbudgets verbraten – unser sonstiger „Verbrauch“ ist noch gar nicht eingerechnet.

Das hat mich schon richtig schockiert und auf den Boden der Tatsachen gebracht, und ich habe begonnen, mich zu fragen, ob das wirklich sein muss.

Der Reiz von Urlaub und Reisen ist ja schon teilweise das Fremde  und Ungewohnte, aber für mich kommt ein großer Teil der Freude auf Reisen von Aspekten, die nicht unbedingt ortsgebunden sind. Mir tut es einfach gut, Zeit in schöner Natur zu verbringen, den Tag danach auszurichten, worauf wir Lust haben, und nicht danach, was zu erledigen ist, Neues auszuprobieren und lecker zu essen. Deshalb frage ich mich, ob sich Urlaubsglück und Abenteuer nicht vielleicht auch direkt vor der Haustür, oder zumindest in einem Umkreis finden lassen, in dem man nicht ins Flugzeug steigen muss.

(Eine sehr gute Übersicht über die verschiedenen Reisemöglichkeiten und deren jeweilige CO2-Bilanz findet ihr übrigens in diesem Artikel von Wasteland Rebel.)

What would a tourist do?

Dieses Jahr will ich mich deshalb ganz oft fragen: „Was würde eine Touristin tun?“

Ich will bewusst zuhause ganz viel Neues erkunden, viele Wanderungen unternehmen und genau so viele Fotos schießen, wie ich das auf Reisen auch immer mache. Kennt ihr diese aktuelle dm-Werbung? – „XYZ ist wie alle anderen Menschen: Besonders“. Das lässt sich auch super auf Orte umlegen. Wien (und Österreich allgemein) ist wie alle anderen Orte auf der Welt: Besonders. Exotik ist nicht inhärent sondern abhängig vom Betrachter.

Wo es für uns toll und aufregend ist, in die USA zu reisen, träumen die US-Amerikaner von Europareisen. Schon komisch, wie man immer denkt, dass das Gras auf der anderen Seite grüner ist. Ich habe mir schon von australischen Touristinnen erzählen lassen müssen, wie wunderschön Slowenien und die Slowakei sind. Beides Nachbarländer, in denen ich bisher nur am Flughafen oder auf Autobahn zur Durchreise war – weil zu nah und damit uninteressant.

Und langsam beschleicht mich der Verdacht: Ich verpasse da was!

Deshalb heißt es dieses Jahr: Scheuklappen runter und auf Entdeckungstour gehen.

Stadtwanderweg 6 Wien

Ausblick 2018

Ins europäische Ausland wird es für uns auch dieses Jahr gehen. Ich habe schon im Januar einen Juni-Roadtrip nach Italien geplant und freue mich auf hoffentlich viel, viel Sonne und Wärme.

Darüber hinaus steht Heimattourismus auf dem Programm. Ich möchte in Saus und Braus genießen, was Österreich so zu bieten hat, vor allem an Naturerlebnissen. Begonnen habe ich sogar schon. Den ganzen Februar hindurch war ich mit wechselnder Begleitung jeden Sonntag draußen in der Natur und wir haben sowohl bekannte als auch für uns neue Wanderwege in und um Wien erkundet.

Ich bin überrascht, dass sich diese Ausflüge tatsächlich anfühlen wie Mini-Urlaube. Ich glaube, es liegt daran, dass ich plötzlich zuhause tue, was ich sonst nur an fremden Orten mache: Mich bewusst mit der Umgebung auseinandersetzen, schauen, wo es am schönsten ist und überlegen, was man unternehmen könnte.

Ich genieße mein Wien-und-Österreich-Jahr jetzt schon sehr und kann es kaum erwarten, mit steigenden Temperaturen endlich auch längere Touren zu machen!

Wie steht ihr zum Thema reisen und wie passt es für euch in ein an Nachhaltigkeit orientiertes Leben? Ich bin gespannt auf eure Strategien und Blickwinkel! Lasst es mich in den Kommentaren wissen 🙂

Abonniere neue Beiträge und meinen Newsletter!
So verpasst du keinen Beitrag mehr! Erhalte neue Posts und den monatlichen Newsletter direkt in dein Postfach!
Ich mag auch keinen Spam. Deine Email Adresse wird selbstverständlich nicht verkauft oder an Drittparteien weitergegeben.
  • Reply
    Karin
    2. März 2018 at 17:48

    Ich finde beide deiner Projekte großartig, die du dir für 2018 vorgenommen hast, Elisabeth! Bin schon gespannt, was du dazu berichten wirst!

    Wir kaufen seit einiger Zeit bewußt weniger und es fasziniert und erschreckt uns, wie lange wir mit dem auskommen können, was wir schon haben, egal ob Kleidung, Lebensmittelvorräte oder Toilettesachen.

    Was das Fliegen betrifft ist das auch bei mir der Punkt, wo ich ewig hadere, da Reisen meine größte Leidenschaft ist. Wir versuchen zumindest, das Fliegen möglichst zu reduzieren und wenn direkt zu fliegen. Städte-Kurz-Trips haben wir schon vor Jahren gestrichen.

    Ab Juli 2018 werden wir ein Jahr mit dem Wohnmobil unterwegs sein in Europa und voraussichtlich auch Marokko. Dabei haben wir uns vorgenommen so weit wie möglich vegan und zero waste unterwegs zu sein. Unseren Van rüsten wir mit Solaranlage und Komposttoilette aus und hoffe mit diesen Maßnahmen unseren Fußabdruck trotz den vielen Kilometern halbwegs im Zaum zu halten.

    Deine geplanten Entdeckungen vor der Haustür finde ich großartig. Sowas Ähnliches habe ich vor rund zwei Jahren gemacht und das „Urlaub im Alltag“ genannt. Dafür habe ich mir z. B. angeschaut, welche Nationalparks im Umkreis von rund 4 Stunden von uns entfernt sind. So hat es uns unter Anderem zum 1. Mal in den bayrischen Wald verschlagen … Ich könnte noch ewig weiterschreiben.

    Jedenfalls wünsche ich dir viel Erfolg und freu‘ mich sehr auf deine Entdeckungen!

    Liebe Grüße,

    Karin

    • Reply
      Elisabeth
      3. März 2018 at 10:29

      Liebe Karin,

      viele lieben Dank! Ich bin auch gespannt, wie es wird 🙂
      Ich bin auch ein bisschen geschockt, dass ich echt gar nichts kaufen muss. Das macht erst so richtig bewusst, wie viele Einkäufe in der Vergangenheit wahrscheinlich vollkommen überflüssig waren.
      Das mit dem Fliegen ist für mich echt auch die härteste Nuss. Schmeckt mir gar nicht, wo ich doch so gerne die Welt bereisen möchte 😉 Eure Idee mit dem Wohnmobil finde ich mega cool! Ich hoffe, ihr berichtet dann ganz viel von euren Erfahrungen!

      Tatsächlich ist mein langfristiger Plan auch, mir Zeit zu „kaufen“, um langsamer reisen zu können. Ich fände den Flug in die USA zB nicht so schlimm, wenn ich dann Zeit hätte einige Monate lang oder vll gleich ein Jahr, auf dem Kontinent zu verbringen. Für läppische 2-3 Wochen möchte ich möglichst nicht mehr so weit fliegen. Mal sehen, wie ich durchhalte 😉
      Und auch bei kürzeren Strecken innerhalb Europas ist es halt toll, wenn man Zeit hat, weil über Land ist ja echt nur der Zeitfaktor ein Grund ins Flugzeug zu steigen, sonst könnte man die Wege einfach über mehrere Tage auf Etappen bewältigen.
      Deswegen hängt mein „No Spend Year“ auch definitiv mit dem Reisen zusammen, denn das gesparte Geld könnte längere Reisen ermöglichen.
      Die Städtetrips per Flugzeug stehen bei mir auch auf der Abschussliste. Ganz werden wir dieses Jahr leider nicht drum herumkommen ohne Familie vor den Kopf zu stoßen.

      Und dein Urlaub im Alltag ist echt genau, was ich bei meinen Entdeckungen vor der Haustür erlebe. Es ist echt unglaublich was man alles findet wenn man nur mal aktiv danach schaut. Den bayrischen Wald merke ich mir auch gleich mal vor! Ich freu mich schon sehr auf das, was das Jahr noch bringt 🙂

      Vielen Dank dir für deine Erfahrungen, Tipps und die Inspiration!

      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Karin
    3. März 2018 at 13:44

    Liebe Elisabeth,

    ja, wenn man dann versucht minimalistischer zu leben, fallen einem die ganzen Fehlkäufe, Hamsterkäufe und Co. erst richtig auf! :-O Da wir in vier Monaten wegfahren ist das ein guter Anlaß, möglichst viel zu verbrauchen und dann stiegen wir ja praktisch auf Tiny House Größe um. Da wird die Capsule Wardrobe und der Minimalismus richtig auf die Probe gestellt, bin schon sehr neugierig.

    Das Fliegen ist bei mir auch das größte Problem, das ich bis jetzt nicht lösen konnte. Wir versuchen halt jetzt so wenig wie möglich zu fliegen und eben auch zu versuchen, wenn dann zumindest länger zu bleiben.

    In Europa haben wir mittlerweile auch schon viel mit dem Nachtzug gemacht (England mit Stopp in Brüssel, Italien, Polen, Amsterdam, Berlin, München, Hamburg und weiter mit der Fähre nach Helgoland) … da geht oft mehr, als man denkt. Etwas weiter weg, aber trotzdem gut erreichbar sind die böhmische und sächsische Schweiz, da ihr ja gerne wandert.

    Wir haben definitiv vor, über unser Vanlife und den Versuch das möglichst umweltfreundlich zu gestalten ausführlich zu berichten und freu‘ mich natürlich sehr, wenn du uns virtuell begleitest! 🙂

    Dann wünsch ich dir weiterhin viel Spaß mit dem Urlaub im Alltag. Kennst du das Konzept der Micro-Adventures von Alastair Humphreys? http://www.alastairhumphreys.com/microadventures-3/ Vielleicht findest du da noch Anregungen für euer lokales Jahr 🙂

    Sehr gern geschehen! Oft ist es so, dass du Artikel postest zu Themen, die mich auch gerade beschäftigen und das ist dann immer so schön zu lesen, was du dir für Gedanken machst und spannende Projekte vornimmst 🙂

    Ich werd mir sicher Anregungen holen bei dir, wenn wir mal Zeit haben in Österreich wieder mehr unterwegs zu sein.

    Liebe Grüße und ich hoffe, du wirst hier auch mehr über deine Urlaub im Alltag Erlebnisse berichten!

    Karin

  • Reply
    Elisabeth
    3. März 2018 at 18:31

    Liebe Karin,

    ich muss zugeben, mit Nachtzug hab ich noch nicht viel gemacht, habe ich aber definitiv vor! Auf eure Vanlife-Berichte bin ich schon besonders gespannt, das finde ich nämlich einerseits total faszinierend, andererseits habe ich Zweifel, ob ich es selbst aushalten würde. Auf jeden Fall großes Interesse!

    Micro-adventures kannte ich noch nicht, aber das ist echt genau das, worauf ich aus bin 🙂 Werde mich mal weiter durch die Seite klicken und inspirieren lassen.

    Böhmische und Sächsische Schweiz sehen wunderschön aus! Ich merke jetzt schon bei der Recherche, dass es so viele Möglichkeiten in nächster Nähe gibt, da kann man sich locker ein Leben lang damit beschäftigen…
    Ich möchte definitiv berichten, wie es mir geht mit meinen Experimenten und bin neugierig, wie sie sich über das Jahr entwickeln!

    Liebe Grüße und nochmals danke für deine vielen Tipps!
    Elisabeth

  • Reply
    Karin
    4. März 2018 at 09:18

    Liebe Elisabeth,

    der Nachtzug eröffnet wirklich viele Möglichkeiten! Ich bin auch schon gespannt, wie wir das in unserem „Tiny House auf Rädern“ aushalten werden, bin ich auch schon gespannt 😉

    Freut mich, dass ich dir mit den Micro Adventures und der böhmischen/sächsischen Schweiz neue Tipps geben konnte.

    Sehr gern geschehen und liebe Grüße retour,

    Karin

  • Reply
    Ela
    12. März 2018 at 15:49

    Liebe Elisabeth, ich verstehe dich sooo gut und bin auch seit Jahren auf dem „Heimat entdecken“ Trip. Gerade bei meinem derzeitigen Wohnort München gibt es in der Umgebung unfassbar viel zu entdecken. Wunderschöne Seen, die Alpen und spannende Städte.. Ich mache deshalb immer öfter „Urlaub daheim“ bzw. in Deutschland oder Österreich. Ich liebe aber als Anthropologin auch Fernreisen, das werde ich nie aus mir rausbekommen. Ich habe alle 2 Jahre eine Fernreise gemacht, letztes Jahr das erste Mal zwei in einem Jahr. Da kann man schon ein schlechtes Gewissen bekommen 🙁 Die CO2 Rechnung geht nämlich nicht auf, wenn man so viel reist…
    Ich weiss aber, dass ich früher nie geflogen bin (meinen ersten Langstreckenflug hatte ich mit 20) und im Alter vielleicht auch nicht fliegen kann/möchte, deshalb möchte ich diese Zeit irgendwie auch nutzen. Absurde Listen a la „156 Länder der Welt bereist“ brauche ich aber nicht. Dieses Abhaken von Ländern finde ich ehrlich gesagt furchtbar und bleibe lieber länger an einem Ort, um wenigstens einen Einblick von der Kultur, den Menschen, dem Essen usw. zu bekommen…
    Ich bin gespannt, was du dieses Jahr alles in deiner Heimat entdeckst!
    Liebe Grüße,
    Ela

    • Reply
      Elisabeth
      12. März 2018 at 17:10

      Liebe Ela,

      vielen Dank für deinen Input! Es freut mich, dass ich mit meinem Vorhaben nicht alleine dastehe 🙂 Bei uns gibt es auch sooo viel zu entdecken, das merke ich erst jetzt wo ich mich bewusst damit beschäftige.
      Das mit den Fernreisen ist für mich auch echt ein Dilemma. Ich nehme mir gar nicht vor, nie wieder eine Fernreise zu machen oder gar nicht mehr zu fliegen, weil mich das wahnsinnig stressen und deprimieren würde. Meine Strategie ist deshalb im Moment, einfach mal den Fokus anders zu setzen und ich hoffe, dass mein Wunsch nach fernen Reisezielen weniger stark ist, wenn ich zuhause gut beschäftigt bin und öfter mal was Neues erlebe 🙂
      Ich bin auch schon sehr gespannt, was sich durch den neuen Fokus alles auftut!

      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Kirsten
    2. April 2018 at 17:09

    Liebe Elisabeth,

    da sprichst du sehr richtige und wichtige Punkte an. Meine Leidenschaft ist ja auch das Reisen und in den letzten Jahren sind wir ca. alle drei Monate verreist. Manchmal nur ein paar Tage oder eine Woche, manchmal 2 – 3 Wochen, häufig Flugreisen. Ich möchte das Reisen und auch Flugreisen tatsächlich auch in Zukunft nicht missen, aber auch bei mir stellt sich der Gedanke ein, dass wenige und dafür längere Reisen viele Vorteile haben. Das fängt mit der Ökologie an, geht aber auch weiter dahin, dass man sich mit einer Stadt/Region/Land viel intensiver beschäftigen kann und nicht einfach nur alles mal kurz „anreißt“.

    Dieses Jahr können wir aus verschiedenen Gründen (neue Jobs, Sparen für anstehende größere Anschaffungen) ohnehin nicht so viel reisen und daher haben wir uns auch vorgenommen, mehr Ziele in der Nähe zu erkunden. Es ist wirklich erschreckend, wie wenig man teilweise von der eigenen Umgebung kennt. Seit einem Monat z.B. arbeite ich in einem anderen Stadtteil von Dresden, nur 20 Min. Fahrtzeit von meiner Wohnung entfernt, wo ich aber Jahre nicht war, weil es einfach nie „auf dem Weg lag“. Und ich bin absolut fasziniert davon, was ich dort schon alles in nur einem Monat entdecken konnte. Und mit an unseren Wohnort angrenzenden kleineren Städten, Natur, Nationalparks, etc. ist es zum Teil genauso. Da habe ich auch sehr viel Nachholbedarf…

    Liebe Grüße,
    Kirsten

    • Reply
      Elisabeth
      2. April 2018 at 19:18

      Liebe Kirsten,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Wir werden auch nicht komplett auf Flugreisen verzichten, aber eben so wie du es auch sagst, den Fokus ein wenig anders setzen. Gerade längere Aufenthalte finde ich sehr sinnvoll, weil dieses Gefühl, einen Ort nur „angerissen“ zu haben, wie du das sehr treffend beschreibst, mich immer ein bisschen unzufrieden macht.
      Du hast total recht, gerade die eigene Umgebung ist oft total fremd. In Wien gibt es so viele Teile, wo ich noch überhaupt nie war, und auch die Orte in der Umgebung kenne ich großteils gar nicht. Da gibt es noch viel zu tun 😉

      Liebe Grüße,
      Elisabeth

Leave a Reply

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen