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Vegan Lifestyle Weihnachten

Das Leben nach der Weihnachtsgans? – 10 Ideen für das vegane Weihnachtsmenü

Plant ihr ein veganes Weihnachtsmenü? Wenn ihr noch auf der Suche nach einem passenden Hauptgericht seid, dann bitte weiterlesen, denn hier seid ihr richtig! Vielleicht steht ihr einem veganen Menü gerade zu Weihnachten eher skeptisch gegenüber? Auch dann ist dieser Beitrag für euch!

Seien wir mal ehrlich…

Auch wenn man sich mittlerweile in der allgemeinen Öffentlichkeit mit Chiapudding, grünen Smoothies und veganem Kuchen angefreundet hat, so gibt es doch ein paar Anlässe, zu denen sich die meisten ein veganes Essen ÜÜÜBERHAUPT nicht vorstellen können. Meistens hat das mit Traditionen und den damit verbundenen Emotionen zu tun und ganz besonders betroffen ist natürlich das Fest aller Feste in der westlichen Welt: Weihnachten.

Ist Weihnachten ohne Weihnachtsgans noch Weihnachten?

Wenn es auf einmal darum geht, mit Essenstraditionen wie der Weihnachtsgans, dem Braten oder dem Karpfen an Heiligabend zu brechen, dann wird vielen Menschen doch etwas mulmig zumute. Mir ging es da früher nicht anders!

Gerettet hat mich der wunderbare Jonathan Safran Foer. In „Tiere essen“ schreibt er über Thanksgiving:


„Und trotz der Freude, die uns üppige Mahlzeiten bereiten, geht es bei Thanksgiving nicht um das große Fressen – es geht genau um das Gegenteil. […] Und was wäre, wenn es keinen Truthahn gäbe? Wäre damit die Tradition gebrochen oder verletzt […]? […] Stellen Sie sich Ihre Lieben um den Tisch versammelt vor. Hören Sie die Geräusche, riechen Sie, wie es duftet. Es gibt keinen Truthahn. Wird der Feiertag dadurch ruiniert? Ist Thanksgiving dann immer noch Thanksgiving?
    Oder würde Thanksgiving dadurch besser? Wäre die Entscheidung, keinen Truthahn zu essen, nicht ein energischerer Ausdruck unserer Dankbarkeit?“


Weihnachten wird gerne „das Fest der Liebe“ genannt. Ich schätze damit ist das Zusammensein mit den liebsten Menschen und das gegenseitige Beschenken gemeint? Die Feiertage haben ja eigentlich einen religiösen Hintergrund, der aber immer unwichtiger zu werden scheint. Mein Punkt ist: Fragen wir uns doch – „Was macht Weihnachten zu Weihnachten?“ Ist es das schöne Zusammensein mit unsere Lieben, ist es die religiöse Bedeutung?

Ziemlich sicher ist der Kern von Weihnachten für alle, die es feiern, mehr als das tote Tier, das traditionell auf unserem Tisch liegt. Und das ist ein befreiender Gedanke.

Wenn keine Gans – was dann?

Da es aber selbst den routiniertesten Vegan-Köchen unter uns manchmal an Inspiration für ein festliches Essen fehlt (das ja meist auch Omnivoren überzeugen soll), habe ich mal überlegt, was es bei uns in den letzten Jahren alles gab.

Meine Liste besteht aus 10 Hauptgerichten, denn meiner Erfahrung nach finden sich passende, vegane Vor- und Nachspeisen auch für festliche Anlässe ziemlich leicht. Was mir eher Kopfzerbrechen bereitet ist, eine Hauptspeise zu finden, die meinen Erwartungen an ein Weihnachts-Festessen gerecht wird, und möglichst nicht aus Fleischersatz-Fertigprodukten besteht.


Also, Bahn frei für fünf aufwendigere Festtagsgerichte und fünf Optionen für alle, die es eher einfach mögen:


Übrigens: Jedes der folgenden Rezepte hat den Familien-Test bestanden 😉


1.) Maronen-Rotwein-Pastete im Blätterteigmantel

Maronen-Rotwein-Pastete

Das war vor Jahren mein erstes veganes Weihnachtsessen und es hat die Pastete nicht nur einmal gegeben! Mit Blätterteig kann man eigentlich nie etwas falsch machen, finde ich 🙂 Das Rezept habe ich von hier. Dazu gibt es immer eine leckere Bratensauce und weihnachtliche Beilagen, z.B. geröstete Kohlsprossen (Rosenkohl) mit Walnüssen und Ahornsirup, Süßkartoffelpüree, ….

2.) Portobello-Pilze mit Maronen-Sellerie-Füllung

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Ein weiterer Favorit! Ich liebe Pilze einfach und hier, mit der feinen Füllung, sind sie ein besonderer Gaumenschmaus! Dazu auch hier wieder: Sauce und Beilagen, in unserem Fall Kartoffelknödel und Apfel-Rotkraut. Hier ist das Rezept!

3.) Gefüllte Kartoffeltaler mit Maronen-Rotkraut und Bratensauce

Kartoffeltaler-mit-Maronen-Rotkraut

Dieses Rezept habe ich ja erst vor ein paar Tagen gepostet, aber der Vollständigkeit halber nehme ich es trotzdem in die Liste auf. Unser Familien-Weihnachtsessen 2015.

4.) Linsenbraten mit Gemüse in cremiger Sauce und Kartoffelpüree mit Kren (Meerrettich)

Linsenbratn-mit-Kartoffelpüree-und-Bratensauce

Einen Linsenbraten wollte ich schon ganz lange mal ausprobieren. Dieses Jahr war es endlich soweit und ich habe ein tolles Rezept getestet. Das Rezept findet ihr bei Claudia auf ihrem Blog Totally Veg! und dazu gibt’s gleich auch noch je ein Rezept für Vor- und Nachspeise. Bei mir gab es zum Braten natürlich, wie immer, die obligatorische Bratensauce.

5.) Mushroom & Beer Pies

Mushroom-and-Beer-Pies-mit-Beilagen-und-Sauce

Etwas britisch angehaucht aber für meinen Geschmack definitiv tauglich für ein Festessen! Ich liebe Pot Pies mit deftigen Füllungen und dazu die klassischen britischen Beilagen: Erbsen und Kartoffelpüree. Und auch hier wieder: Braune Sauce olé! Diese Version mit Bier statt Wein ist bisher meine liebste! Hier geht es zum Rezept.

Also, ihr seht schon, es zeichnet sich ein eindeutiger Trend ab 😉 Zu Feiertagen mag ich gerne Pilze, Maronen, Kartoffeln und braune Sauce!

Aber auch mit einfacher Küche kann es sehr festlich sein! Einmal hatten wir Nudeln mit selbstgemachtem Rucola-Pesto, dazu einen guten Rotwein. Auch so kann Weihnachten sehr schön sein und vor allem äußerst entspannend 🙂

Ebenfalls immer gut: Pizza! Aber das ist an Weihnachten wohl nicht jedermanns Sache…

Hier also noch ein paar simplere Ideen, die nicht minder gut schmecken:

6.) Quiche Lorraine

Quiche Lorraine 1

Quiche hat für mich immer irgendwie etwas Festliches an sich. Praktischerweise ist sie ziemlich schnell auch für eine größere Runde gemacht und als Beilage braucht es nicht mehr, als einen grünen Salat.

7.) Mushroom Bourguignon mit Nudeln

Mushroom-Bourguignon

Ok, schon wieder was mit Pilzen aber einfach sooo gut! Am besten wird es mit schönen, großen Portobello-Champignons. Hier geht’s zum Rezept.

8.) Nudeln mit cremiger Gemüsesauce, z.B. Safran-Kürbis-Sauce

Farfalle-in-Kürbis-Safran-Sauce

Pasta ist mit cremiger Sauce ist für mich immer etwas Besonderes. Bei diesem Rezept kommt mit dem Safran noch etwas Extravaganz in’s Spiel.

9.) Quinoa-Salat mit Rotkraut, Cranberries und Cashews

Quinoa-Salat

Hübsch angerichtet wäre auch der Quinoa-Salat eine schöne Option, die sich noch dazu gut vorbereiten lässt. Wer kein Rotkraut mag, nimmt stattdessen einfach Paprika oder fein geschnittenen Fenchel.

10.) Gebratener Quinoa mit knusprigem Räuchertofu, Pilzen, Kürbiskernöl und getrockneten Tomaten

Quinoa-mit-Pilzen-und-Räuchertofu

Weil er so gut ist, hier gleich noch eine Idee mit Quinoa. Diesmal in warm und gänzlich anderer Geschmacksrichtung. Eigentlich auch ein recht einfaches Alltagsgericht, aber trotzdem irgendwie special. Damit wäre ich zu Weihnachten auch nicht traurig 🙂


Und zum Schluss noch mein (recht offensichtlicher) Tipp der Extraklasse: Kocht das Weihnachtsessen unbedingt einmal zur Probe! Das spart viel, viel Stress und genau den können wir doch zu Weihnachten gar nicht brauchen.


So, das waren meine Ideen, ich hoffe, es war etwas für euch dabei! 🙂 Kocht ihr zu Weihnachten vegetarisch oder vegan und habt ihr ein Lieblings-Weihnachtsessen oder vielleicht noch mehr Tipps für ein Hammer-Weihnachtsmenü? (Ich denke, wenn ich mir einen Favoriten aussuchen müsste, wären es die gefüllten Portobellos!) Wie ist es euch mit der Umstellung auf vegetarisch/vegan zu Weihnachten gegangen?

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4 Comments

  • Reply
    Brigitte von B.B.'s Bakery
    5. Dezember 2016 at 08:33

    Liebe Elisabeth,

    das sind ja allesamt tolle Ideen und super festliche Gerichte – Deine Kartoffeltaler und Pies habe ich ja schon vor kurzem bewundert und beides möchte ich nachkochen.

    Ich feiere schon seit vielen Jahren mit meiner Familie ein rein veganes Weihnachten – da stellen sich alle darauf ein und das macht mich sehr happy. Allerdings sehe ich das Menü inzwischen total entspannt, denn am wichtigsten ist mir das Zusammensein, da muss keiner ewig in der Küche stehen…, und wenn wir am Ende „nur“ eine schnelle Gemüsepfanne oder einen Nudelauflauf machen, ist das für mich auch voll ok. 🙂
    Liebste Grüße
    Brigitte

    • Reply
      Elisabeth
      5. Dezember 2016 at 21:31

      Liebe Brigitte,
      vielen Dank! Und wie schön, dass es bei euch schon seit Jahren so toll klappt mit den veganen Weihnachten! <3
      Bei uns funktioniert es zum Glück auch super! Unsere Familien sind zwar nicht vegan, aber immerhin teilweise vegetarisch und generell ist keiner dabei, der darauf besteht, immer und überall Fleisch zu essen – alle sehr offen für vegane Köstlichkeiten 🙂
      Ich stimme dir da auch total zu! Etwas ganz Schnelles tut es auch und kann unter Umständen der festlichen Stimmung sogar sehr zuträglich sein, weil es dann keine Hektik gibt.
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

  • Reply
    Diana
    5. Dezember 2016 at 20:34

    Auch wenn ich keine Veganerin bin hat es mir Spaß gemacht deinen Beitrag zu lesen und die Alternativen zu sehen. Die Maronen-Rotwein-Pastete im Blätterteigmantel und die Mushroom & Beer Pies klingen besonders lecker.
    LG, Diana

    • Reply
      Elisabeth
      5. Dezember 2016 at 21:47

      Liebe Diana,
      das freut mich sehr! Falls du etwas ausprobiert, lass mich doch wissen, wie es dir geschmeckt hat 🙂
      Liebe Grüße,
      Elisabeth

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