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Süßes Vegetarisch

Brombeerkuchen mit Kokos – Panna Cotta – Guss

18. August 2011

Wie versprochen kommt hier das Rezept mit den Brombeeren: ein superleckerer Kuchen, den ich schon seit zwei Jahren nachbacken will, aber bisher kam immer irgendetwas dazwischen. Das Brombeer-Zeitfenster ist ja nicht besonders groß und wenn man da mal seine Prioritäten vergisst, ist es auch schon wieder zu spät. Noch dazu weigere ich mich, geschmacklose und überteuerte Gartenbrombeeren im Supermarkt zu kaufen wenn die wilden Brombeeren am Feldrand 1000x besser schmecken und noch dazu gratis zu haben sind. Die halbe Stunde Pflückaufwand zählt nicht als Arbeit sondern als Erholungsaktivität.

Das Rezept habe ich im Suppentopf hier gefunden, übernommen habe ich dann genau genommen nur die Idee. Dem Teig traute ich nicht über den Weg weil er so viel Sojamehl enthielt, ich finde das schmeckt man schnell unangenehm heraus. Auch den Guss, der im Suppentopf nur aus Kokosmilch, Vamillezucker und Agar-Agar besteht, wollte ich dann auch noch etwas weniger kokoslastig. Damit der Kuchen wenigstens zur Hälfte vegan bleibt begab ich mich auch die Suche nach einem unkomplizierten veganen Kuchenteig, der möglichst ohne Soja auskommt fand auf dem Blog Veganpassion ein wirklich großartiges Rezept! Der Teig ist echt genial: er kommt nämlich ohne Milch- oder Eiersatzprodukte aus und besteht ausschließlich aus Zutaten, die man ohnehin immer im Vorratsschrank hat. Ich habe bloß die Mengen etwas erhöht, den Zitronensaft weggelassen und stattdessen etwas abgeriebene Zitronenschale dazugegeben, deren Geschmack ist mir lieber als die Säure des Zitronensafts. Sonnenblumenöl wurde durch Olivenöl ersetzt weil ich jetzt einfach schon so oft gelesen habe, wie toll das beim Backen sein soll. Das Ergebnis fasziniert mich total: der Teig geht perfekt gleichmäßig auf, ist wunderbar locker und gleichzeitig auch saftig. Ich war doch skeptisch wie der Geschmack wohl sein würde so ganz ohne Butter, Milch, Ei oder entsprechende vegane Varianten, aber da gibt’s nichts zu bemängeln, der Kuchen schmeckt fein, süß und zitronig und passt super zur Brombeerauflage.

Für die Panna Cotta Creme habe ich mich schließlich im Kleinen Kuriositätenladen bedient und einen Teil der Sahne durch Kokosmilch ersetzt. Dummerweise habe ich dann vergessen, den Zucker in den Guss zu geben, das fiel mir erst ein, als schon alles über den Brombeeren verteilt war. Das Problem habe ich mit einer dicken Schicht Staubzucker über dem Ganzen gelöst. Schmeckt lecker und sieht hübsch aus, aber das nächste Mal werde ich doch versuchen, den Zucker nicht zu vergessen, ist dann wohl doch noch eine Spur besser 😉 Zur Dosierung von Agar-Agar lest ihr am besten Steph’s Auführungen im oben verlinkten Artikel, ich besitze leider keine Waage, die auch nur annähernd genau 2g abwiegen kann, daher habe ich ganz barbarisch mit einem Teelöffel dosiert.

Dieser Kuchen schmeckt schön leicht, erfrischend und sommerlich. Die Kombination des zitronigen Bodens mit frischen Brombeeren und dem Kokosguss finde ich gleichzeitig spannend und harmonisch. Das kann es gerne jedes Jahr zur Brombeerzeit geben.

Brombeerkuchen mit Kokos – Panna Cotta – Guss

Zutaten (ich habe eine mittelgroße Auflaufform verwendete, etwa 30×20 cm schätze ich (werde nachher nochmal genau messen):

Kuchenboden:

300 g Mehl

45 g Speisestärke (bei mir Kartoffelstärke)

140 g Zucker

ca. 1/4 TL gemahlene Vanille oder nach Geschmack auch etwas mehr

1 Pckg Backpulver

1 Prise Salz

60 ml Olivenöl

270 ml Mineralwasser mit Kohlensäure, prickelnd

ca. 1 TL abgeriebene Zitronenschale

etwas Olivenöl zum Fetten der Form und etwas Mehl zum Bestäuben

Brombeeren (ich hatte etwa 370 g)

Panna Cotta – Guss:

300 ml Sahne

200 ml Kokosmilch

50 g Zucker

1/2 TL Agar-Agar

1/4 – 1/2 TL gemahlene Vanille

eventuell etwas Staubzucker zum Bestreuen

Das Backrohr auf 180 Grad vorheizen (Unterhitze). Eine Auflauf- oder Kuchenform mit Olivenöl ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Die Zutaten von Mehl bis Salz gut vermischen, dann Öl, Mineralwasser und Zitronenschale unterrühren, dabei so kurz wie möglich rühren und nur solange bis alles gut vermengt ist. In die vorbereitete Form füllen, glattstreichen und im vorgeheizten Rohr auf mittlerer Schiene 35 Minuten lang backen. Nach Ende der Backzeit Stäbchenprobe machen, den Kuchen aus dem Rohr nehmen und vollständig auskühlen lassen.

Die Brombeeren in ein Sieb geben, gründlich abspülen und auf Küchenpapier zum Trocknen auslegen.

Die Sahne, die Kokosmilch, den Zucker und die Vanille in einem Topf zum Kochen bringen und auf niedriger Hitze 15 Minuten lang leise vor sich hinköcheln lassen. Immer wieder mit einem Schneebesen umrühren. Dann Agar-Agar einstreuen, aufkochen und 2 Minuten lang kochen lassen, dabei oft umrühren. Den Topf vom Herd nehmen, den Guss durch ein feines Sieb gießen (um eventuell entstandene Klümpchen herauszufischen) und auskühlen lassen, ab und zu umrühren (bei waren es 1,5 Stunden, kann aber sein, dass er auch früher schon kühl genug war).

Dann die Brombeeren in einer Schicht auf dem Kuchenboden verteilen. Den Guss gleichmäßig darüber verteilen. Im Kühlschrank vollkommen fest werden lassen. Nach Geschmack noch mit etwas Staubzucker bestreuen.

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  • Reply
    ellysart
    18. August 2011 at 21:33

    Ich komme gerade von einem echt langen Arbeitstag heim und stöber noch ein wenig durch meine Lieblingsblogs und da kommt dieses Bild – einfach herrlich, der Kuchen sieht aus, als könnte man sich darauf fallen lassen und er würde einen sanft auffangen – boahr, was hätte ich jetzt gerne so ein Stück davon.

    Liebste Grüße
    Elly

  • Reply
    fitundgluecklich
    19. August 2011 at 07:46

    der schaut supergut aus!!! ich mag beeren auch sehr gern, leider schaffen dies nicht immer in einen kuchen, die meisten landen in meinen täglichen müslis 😉

  • Reply
    Mini-Küche
    19. August 2011 at 20:45

    Sieht extrem lecker aus, ich liebe Brombeeren! <3
    Die Kokosidee gefällt mir auch sehr gut und so ein veganer Kuchenteig ist mal Gold wert!

    Liebe Grüße,

    Lilly

  • Reply
    homemadedeliciousness
    22. August 2011 at 18:17

    @ ellysart: hihi interessante assoziation! ich denke der kuchen fängt dich auf jeden fall sanft auf, im direkten und im übertragenen sinn 😉

    @ fitundglücklich: alles was ich in massen habe kommt auch gerne morgens ins müsli, z.B. heidelbeeren, davon hatten meine eltern diesen sommer tonnen. aber brombeeren habe ich so selten, dass ich daraus unebdingt etwas besonderes machen wollte 🙂

    @ Mini-Küche: Die Kombination ist echt genial! Mit dem Teig werde ich in Zukunft noch öfter experimentieren, mal sehen, wozu der noch taugt!

  • Reply
    Sarah Satt
    25. August 2011 at 11:37

    Wieder mal ein sehr nachbackenswertes Rezept! Das mit dem Zeitfenster stimmt leider, deshalb muss man die kurze Brombeerzeit voll und ganz ausnutzen – aber nichts lieber als das! 😀

  • Reply
    dasmaedchenmitdenlocken
    12. Oktober 2011 at 17:41

    wow. das sieht ja superlecker aus. mach doch mal bei der initiative sonntagssüß mit.
    das fänd ich gut!

    • Reply
      homemadedeliciousness
      12. Oktober 2011 at 21:28

      gerade gegoogelt 🙂 das kannte ich noch gar nicht, tolle sache, danke vielmals für den tipp!

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