Hauptgerichte

Basic Tofu-Burger mit Biss

Liebt ihr Burger so wie ich? Ich mag einfach alles an ihnen –  die Toppings, die Saucen, die leckeren Buns, die POMMES! Schon seit ich Vegetarierin geworden bin, suche ich nach dem perfekten Veggie-Burger. Inzwischen habe ich die verschiedensten Varianten gegessen, darunter selbstgemachte Patties, Fertigprodukte und Burger im Restaurant. Einige davon waren gut und einige eher weniger, ungeachtet des Geschmacks scheitern viele Burger aber für mich an der Konsistenz des Patties. Das Burgerlaibchen war mir beim Hineinbeissen meistens viel zu weich und gatschig. Im schlimmsten Fall so sehr, dass es schon beim ersten Bissen wie Aufstrich am hinteren Burger-Rand wieder herausgedrückt wurde. Selbst bei super Geschmack und tollen Beilagen trübt so etwas leider meine Burger-Experience.

Umso mehr freut es mich, euch heute einen Burger präsentieren zu können, mit dem ich endlich voll und ganz zufrieden bin! Das Patty ist auf Tofu-Basis und obwohl es immer noch weicher ist als ein Burger aus Fleisch, hat es einen guten Biss, hält wunderbar seine Form und man hat etwas zu kauen. Das Geheimnis liegt in der Vorbereitung des Tofus. Der wird zerkrümelt und in einer Marinade aus Sojasauce und Öl unter dem Backrohrgrill ordentlich angeknuspert. Die Methode habe ich mir übrigens aus dem letzten Veganista-Buch abgeschaut! Nicole Just bereitet so den Tofu für ihren Shepherd’s Pie vor.

Leider habe ich vergessen, den Tofu im gebackenen Zustand zu fotografieren, aber unten seht ihr ihn mariniert auf dem Backblech 🙂

tofuburger-grid

Die zweite Sache, die ich mir von meinem idealen Veggie-Burger wünsche, ist ein relativ neutraler Geschmack. Neutral meine ich jetzt natürlich nicht im Sinne von fad sondern so, dass das Patty gut mit allen möglichen Geschmacksrichtungen kombinierbar sein soll. Viele Veggie-Burger sind schon an sich recht stark in die eine oder andere Richtung gewürzt (z.B indisch oder mexikanisch angehaucht). Das kann zwar sehr gut sein, aber ich wollte auch mal einen richtig guten Basic Burger haben, der trotzdem nach viel schmeckt. Und „tadaaa“ – auch in diesem Punkt überzeugt mein neuer Liebling auf ganzer Linie! Wir hatten ihn einfach nur mit etwas Vogerlsalat und einer einfachen Sauce aus Ketchup und veganer Mayonnaise – köstlich!

Die Patties lassen sich außerdem gut braten (kein Zerfallen) und man kann sie sehr gut am Vortag vorbereiten. Na, hab ich eich überzeugt? 🙂

Tofuburger2

Burger-Patties (6 Stück):

(Ein richtig toller Burger lebt vom richtig tollen Bun: Das Rezept für grandiose Burger Buns gibt es hier.)

Zutaten für Patties:

600 g fester Naturtofu (ich nehme am liebsten den von Spar)
6 EL Rapsöl (oder anderes Pflanzenöl mit hohem Rauchpunkt und neutralem Geschmack)
6 EL Sojasauce
1 kl Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Olivenöl
1 TL Rauchsalz
2 EL Tomatenmark
3 EL Wasser
1 TL Agavendicksaft
1/2 TL Cumin
10 EL Semmelbrösel (Paniermehl)
1 EL Speisestärke
2 gehäufte TL Sojamehl
1 TL Salz (oder nach Geschmack)
200ml Mandelmilch

noch mehr Rapsöl zum Braten

Backrohr auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Tofu in eine große Schüssel geben und mit den Händen in möglichst gleichmäßig große Stücke zerkrümeln (wie groß die in etwa sein sollen, seht ihr oben auf dem Foto). Rapsöl und Sojasauce dazugeben und gut mischen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und Tofukrümel gleichmäßig darauf verteilen.

Im vorgeheizten Rohr auf oberster Schiene 15 Minuten lang backen, dabei nach 8 Minuten kurz herausnehmen und wenden. Danach den Grill auf heißeste Stufe einschalten und noch 3 – 5 Minuten richtig knusprig werden lassen (passt aber auf, dass er euch nicht verkohlt). Herausnehmen und auskühlen lassen.

Inzwischen Zwiebel schälen, fein würfeln und in einer Pfanne in Olivenöl glasig dünsten. Knoblauchzehen ebenfalls schälen, sehr fein hacken und 1 Minute lang mit den Zwiebeln mitdünsten. Rauchsalz, Tomatenmark, Agavendicksaft und Wasser hinzufügen und etwas einkochen lassen.

Tofu und Zwiebelmischung in den Zerkleinerer geben und zu einer körnigen Masse mixen. In eine Schüssel geben und mit den restlichen Zutaten verkneten. Dabei die Semmebrösel esslöffelweise zugeben bis die Masse gut formbar ist. Zu sechs Patties formen, diese eventuell mit etwas Semmelbrösel bestreuen und im Kühlschrank ca. 1 Stunde (oder auch über Nacht) rasten lassen.

Vor dem Servieren Burger Patties in einer beschichteten Pfanne in etwas Rapsöl von beiden Seiten gut anbraten.

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12 Comments

  • Reply
    Carola
    14. Januar 2016 at 21:46

    Yeah! Danke für das Rezept! Das sieht aus, als wäre es genau mein Ding 🙂 Wird bestimmt demnächst ausprobiert, das Matschige bemängelt mein Mann an den veganen Burgern nämlich auch immer.
    Liebe Grüße
    Carola

    • Reply
      Elisabeth
      14. Januar 2016 at 21:55

      Super, ich freu mich 😀 ich hoffe, sie schmecken euch!

      • Reply
        Carola
        2. März 2016 at 07:58

        Endlich ausprobiert und für sehr lecker befunden! 🙂 Die Konsistenz war auch genau wie beschrieben. Danke für das tolle Rezept!

        • Reply
          Elisabeth
          4. März 2016 at 09:48

          Huraah, Carola, das freut mich 😀 Und gerne!

  • Reply
    Dandelion Dream
    15. Januar 2016 at 11:20

    Der Burger sieht gut aus, da kriege ich ja glatt schon Hunger, obwohl es noch so lange bis zum Mittagessen hin ist 😀 Aus ich hatte die Patties bisher immer aus Kidneybohnen gemacht, aber deine Tofuvariante werde ich auch mal ausprobieren!
    Liebe Grüße
    Julia

    • Reply
      Elisabeth
      16. Januar 2016 at 21:30

      Hallo Julia!
      Danke dir 😀 Aus Bohnen habe ich auch schon sehr leckere Burger gegessen, die sind definitiv auch unter meinen liebsten Zutaten für Patties. Ich hoffe, der Tofuburger schmeckt dir, gutes Gelingen! 🙂

  • Reply
    Katrin
    18. März 2016 at 11:27

    Ich hab das Rezept in geringerer Menge ausprobiert und fand es geschmacklich wahnsinnig gut. Die Masse hat bei mir in der Pfanne nicht ganz so gut gehalten, weil wahrscheinlich meine angepasste Flüssigkeit-brösel-menge nicht ganz korrekt war. Ich habe im zweiten Versuch seitan Mehl untergeknetet und so war für mich die konsistenz perfekt. Die Masse hatte biss, hat sehr gut zusammengehalten und bekam durch das seitan eine faserigere konsistenz.
    Kann mir die Tofu-zwiebelmasse auch gut als Basis für Bolognese vorstellen

    • Reply
      Elisabeth
      23. März 2016 at 15:14

      Katrin, ich freu mich sehr, dass es dir so gut geschmeckt hat! Mit Seitan-Fix muss ich es auch mal probieren, kann mir gut vorstellen, dass die Konsistenz dann noch bissfester wird! In einer Bolognese ist der Tofu sicher auch sehr lecker, die Idee hatte ich ja ursprünglich von dem Shepherd’s-Pie Rezept von Nicole Just, da kommt der Tofu auch in eine tomatige Sauce, sehr lecker 🙂

  • Reply
    Leonie
    16. April 2016 at 18:21

    Hallo Elisabeth,

    Ich würde die Burger gerne in größerer Menge zubereiten und dann portionsweise (fertig gebraten) einfrieren, glaubst du, dass das funktioniert?

    Viele Grüße
    Leonie

    • Reply
      Elisabeth
      17. April 2016 at 09:51

      Hallo Leonie,
      ich habe auch einen Teil der Burger fertig gebraten eingefroren. Es hat schon funktioniert und geschmeckt hat es auch noch gut, allerdings hielt das Patty nach dem Auftauen nicht mehr so gut zusammen wie vorher, was mich schon ein bisschen gestört hat. ich würde da an deiner Stelle noch mit kleineren Mengen experimentieren, vielleicht klappt es besser wenn man den Anteil von Sojamehl erhöht oder zum Beispiel Glutenmehl einarbeitet, wie Katrin oben vorgeschlagen hat. Möglicherweise liegt es aber auch an meiner Aufwärm-Methode (habe die Burger im Backrohr erwärmt, ev. hat sie das zu sehr ausgetrocknet).
      Ich hoffe ich konnte dir helfen!
      Alles Liebe,
      Elisabeth

      • Reply
        Leonie
        17. April 2016 at 16:10

        Liebe Elisabeth,
        Danke für die schnelle Antwort!
        Ich werde es dann mal ausprobieren und im Falle des Auseinanderbrechens nach dem Auftauen einfach eine leckere Soße daraus machen 🙂

        Liebe Grüße
        Leonie

        • Reply
          Elisabeth
          17. April 2016 at 17:11

          Liebe Leonie,
          gerne 🙂 Ich freue ich zu hören, wie es dir damit geht 🙂 Es war auch nicht so, dass man sie nicht mehr als Burger essen konnte aber der Zusammenhalt war halt nicht mehr so schön wie frisch. In einer Soße oder Gemüsepfanne schmeckts aber sicher auch gut, super Idee!
          LG,
          Elisabeth

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